Nach oben
zurücksetzen
Sortiert nach: Beliebtheit

 

Anzeige je Seite:


Ratgeber Akkordeons

Wissenswertes über Akkordeons
Das Akkordeon ist ein Tasten- oder Handzuginstrument, wobei der Ton durch freischwingende, durchschlagende Zungen erzeugt wird. Außerdem gehört es somit zu den selbstklingenden Unterbrechungs-Aerophonen. Zu den Akkordeon-Arten zählen alle Handzuginstrumente, bei dem die Tastatur auf der rechten Seite in abgewinkelter Form angebracht ist. Akkordeons sind auch unter dem Namen Schifferklavier, Quetschkommode oder Harmonika bekannt.

Aufbau und Varianten
Das Akkordeon besteht aus zwei Teilen, zum einen dem Diskant (Tastatur) und zum anderen dem Bass. Beides wird durch einen Balg miteinander verbunden. Beim Bedienen des Akkordeons wird Luft in die Stimmstöcke gedrückt. Ob beim Drücken und Ziehen des Akkordeons der gleiche Ton entsteht, ist davon abhängig, ob es sich um ein wechseltöniges oder gleichtöniges Instrument handelt. Weiterhin können Akkordeons durch ihre Tastenbelegung unterschieden werden. Hier gibt es unzählige Varianten, die nicht alle einwandfrei kategorisiert werden können. Schon allein weil viele Bezeichnungen synonym oder abgrenzend benutzt, was zum Teil auf regionalen Unterschieden begründet ist.

Das chromatische und das diatonische Akkordeon
Das chromatische Akkordeon ist eine beliebte Bauform des Akkordeons. Es gibt sie mit einer Klaviatur, dann handelt es sich um ein Pianoakkordeon oder mit einer Knopfgrifftastatur, ein chromatisches Knopfakkordeon. Zwischen den beiden Varianten gibt es besondere Unterschiede in der Größe, im Preis, in der Spielweise und im Tonumfang. Das diatonische Akkordeon wird auch oft als Handharmonika oder Wiener bezeichnet. Es unterscheidet sich von den chromatischen Akkordeons dadurch, dass es wechseltönig und diatonisch aufgebaut ist, ähnlich einer diatonischen Mundharmonika. Das Spiel auf einer diatonischen Harmonika ist nicht einfach, da beim Ziehen und Drücken bei den meisten Tasten ein anderer Ton entsteht. Trotzdem erfreuen sie sich großer Beliebtheit und sind weit verbreitet, wie zum Beispiel die Steirische Harmonika oder auch einreihige Instrumente, sogenannte Cajuninstrumente.

Geschichte
Die Vorläufer des Harmoniums waren Kirchenorgeln und Flügel, deren Register über durchschlagende Zungen verfügten. Aber auch die Aeoline, die 1810 entwickelt wurde, und die Physharmonika (1821 patentiert) gehören zu den Vorreitern. Dass das Akkordeon von der Mundharmonika hervorging, ist ein Irrtum. 1829 lässt Cyrill Demian sich erstmals in Wien ein Patent mit der Bezeichnung Accordion? geben. Damals war es ein neues Instrument, bei dem in jeder Taste drei- bis fünftönige Akkorde eingebaut waren. Es handelte sich um ein wechseltöniges und diatonisches, kleines Instrument. Bereits 1833 gab es eine Vielfalt ähnlicher Instrumente, die sehr schnell Verbreitung fanden. Carl Friedrich Uhlig baute 1834 ein Instrument um, das als Deutsche Konzertina? bekannt wurde und Band erweiterte den Tonumfang 1846.