Nach oben
zurücksetzen
Sortiert nach: Beliebtheit

Kauftipps für Akku-Bohrer & Schrauber

Sörens Akku-Bohrer & Schrauber Tipps vom August 2016

 

Anzeige je Seite:


Ratgeber für Akkubohrer und -schrauber

In der eigenen Wohnung fallen immer wieder kleinere Arbeiten an. Bilder oder Regale aufhängen, den neuen Schrank aufstellen oder den Esstisch reparieren. In einem Haushalt darf ein Akkubohrer nicht fehlen. Oft macht sich dies allerdings erst bemerkbar, wenn gerade keiner zur Hand ist. Solltest du auf der Suche nach einem neuen Akkuschrauber sein, erfährst du die notwendigen Informationen in diesem Ratgeber. Worauf gilt es beim Kauf zu achten? Welche Kriterien sind wirklich von Bedeutung? Und welche Aufgaben können die Akkugeräte alle übernehmen?

Erklärung der technischen Daten

Bei der Suche nach Informationen zu den Leistungen stößt man schnell auf viele Daten und Fakten. Doch welche Bedeutung haben die verschiedenen technischen Hinweise? In der nachfolgenden Tabelle findest du eine Übersicht über die wichtigsten Kriterien, die du beim Vergleich der einzelnen Produkte beachten solltest:

 

Leistungsmerkmal Beschreibung

Getrieberegelung

Gibt an, über wie viele Gänge ein Bohrer verfügt. Um die Stärke für verschiedene Arbeiten zu variieren, sollte das Gerät mindestens ein 2-Gang Getriebe besitzen. Das Angebot an Gangschaltungen reicht von einem 1-Gang bis zu einem 4-Gang Getriebe.
Drehzahl Je höher die Drehzahl, desto höher auch die Kraft des Gerätes. Wichtig zu beachten ist, dass dein Gerät mit einer Regulierung ausgestattet ist. Denn nicht für die jede Arbeit braucht man den maximalen Kraftaufwand. Zum Schrauben ist oft ein gewisses Feingefühl gefragt.
Spannweite Für Akkubohrer stehen viele Größen für Aufsätze bereit. Die meisten Bohrer verfügen jedoch über eine maximale Spannweite von 10,5 mm. Für größere Bohrungen ist ein Bohrfutter mit 13 mm von Nöten. Für den privaten Gebrauch sind 10,5 mm hingegen völlig ausreichend.
Bohrdurchmesser Zur Bearbeitung verschiedener Materialien variiert der Bohrdurchmesser der Maschine. Holzarbeiten werden in der Regel mit einem Durchmesser von 30 mm durchgeführt. Stahl erfordert hingegen einen Bohrdurchmesser von nur 10 mm, während für Stein 16 mm von Vorteil sind.
Drehmoment Um die maximale Drehzahl auch zu erreichen, benötigt das Gerät ein hohes Drehmoment. Die wahre Leistungsstärke des Bohrers ergibt sich aus der Höhe dieses Drehmoments. Die Angaben unterscheiden sich zwischen einem harten und weichen Material. Ein hartes Drehmoment sollte über eine Stärke von mindestens 30 Nm, ein weiches Moment über 18 Nm verfügen. Auch hier sind Geräte empfehlenswert, mit denen du die Stärke des Drehmoments regulieren kannst.

Die Leistung des Akkus

Kapazität und Spannung

Die wirkliche Leistungsstärke des Akkus ist bei einem Akkubohrer eine der wichtigsten Kriterien. Die tatsächliche Leistung ist jedoch gar nicht so leicht ersichtlich. Diese ergibt sich aus dem Zusammenspiel zwischen der Akkuspannung und der Akkukapazität. Beide Werte sind in den Produktangaben meist getrennt voneinander aufgeführt. Ein leistungsfähiger Akku sollte dabei sowohl eine hohe Spannung als auch Kapazität aufweisen. Die Akkuspannung gibt die Leistung in Volt (V) wieder. Diese Angabe kann jedoch erst in Kombination mit der Akkukapazität bewertet werden. Als Auskunft über die Kapazität dient die Einheit der Amperestunden (Ah), die aussagt, wie viele Stunden die Akkus mit der Leistung arbeiten. Grundsätzlich gilt, je höher beide Angaben, desto länger ist die Betriebszeit des Akkugerätes. Bei einer niedrigen Amperezahl bringt eine hohe Spannung allerdings relativ wenig, da die Ladung sehr schnell verbraucht wird. Ein Gerät mit niedriger Spannung kann mit einer hohen Akkukapazität leistungsstärker sein, als ein Akku mit hoher Spannung und geringer Kapazität.

Welche Werte dein Akkuschrauber benötigt, hängt allgemein von dem Gerätetypus und den Aufgaben ab. Herkömmliche Bohrer, die für den Alltag ausreichen, besitzen eine Spannung von minimal 15 V bei einer Leistungsdauer von 1,8 Ah.

 

Nickel-Metallhydrid oder Lithium-Ionen?

Das Angebot der handelsüblichen Akkus besteht heutzutage aus Nickel-Metallhydrid und Lithium-Ionen Geräten. Eine Li-Ion Energiequelle ist dabei eine stärkere Variante als die NiMH Akkus. Zwar kosten diese häufig mehr, bieten im Vergleich aber die folgenden Vorteile:

 

Lithium-Ion (Li-Ion) Nickel-Metallhydrid (NiMH)

+ Höhere Speicherkapazität

+ Niedrigeres Gewicht

+ Geringe Selbstentladung

+ Kein Memory-Effekt
+ Niedriger Preis

 

Neben der besseren Leistung, die ein Li-Ion Akku erzielt, ist besonders die Selbstentladung ein bedeutsamer Faktor. Als Selbstentladung wird der Energieverlust bezeichnet, der während der Lagerung auftritt. Bei einem seltenen Gebrauch ist davon auszugehen, dass die NiMH im Vergleich zur letzten Nutzung deutlich an Laufzeit verloren hat. Demzufolge müssen diese Akkumulatoren nach einer langen Pause bereits vorher aufgeladen werden. Dies stört nicht nur, sondern verhindert einen spontanen Gebrauch im plötzlichen Notfall. Während eines Monats verliert ein Li-Ion Akku maximal 2 Prozent seiner Ladung. Unter den gleichen Bedingungen beträgt der Verlust eines Nickel-Metallhydrids mindestens 15 Prozent, im ärgerlichsten Fall sogar bis zu 100 Prozent.

 

Ein weiterer Vorteil der Li-Ion Technologie ist der Wegfall des Memory-Effekts. Verliert der Akku während einer Selbstentladung nur seine verbleibende Restladung, bedeutet der Memory-Effekt einen stetigen Kapazitätsverlust. Dadurch verringert sich die Gesamtlaufzeit eines Akkus. Dieser Effekt tritt auf, weil ältere Ladegeräte nicht die Restenergie beachteten und stets den Akku überluden. Ein weiterer Grund ist eine Umbildung von kleineren nicht entladenden Kristallen während eines Ladevorgangs. Diese Akkumulatoren konnten ohne Verluste nur bei völliger Entleerung geladen werden. Bei der neueren Technologie ist dieses Risiko äußerst gering. Eine Aufladung von Lithium-Ionen Akkus kann somit bei jedem Akkustand erfolgen. Empfehlenswert ist es dennoch, nach ungefähr 50 Ladungen den Akku einmal komplett zu verbrauchen, um ihn danach wieder vollständig zu laden. Für diesen Akku sind viele Teilentladungen besser als ihn regelmäßig vollständig aufzubrauchen.

 

Tipps zur Verlängerung der Lebenserwartung

  • Li-Ionen Akkus im besten Fall bei einem Akkustand von 40 Prozent lagern, NiMH Akkus hingegen vollständig aufgeladen aufbewahren
  • Lagerbedingungen: 5 bis 20 °C in einem trockenen Raum mit Schutz vor Hitze und Feuchtigkeit
  • Akkumulatoren nicht in einem Ladegerät aufbewahren, auch nicht wenn dies nicht angeschlossen ist
  • Den Akku nicht komplett leer werden lassen, sondern bereits aufladen, sobald die Stärke merklich nachlässt
  • Zeigt das Ladegerät an, dass der Akku voll aufgeladen ist, solltest du ihn im besten Fall sofort herausnehmen

Die Vielfalt der Akkuschrauber und -bohrer

Akkuschrauber

Zum einfachen Schrauben im Haushalt reicht ein Akkuschrauber schon aus. Wer es leid ist, die vielen Schrauben der Möbel immer mit der Hand einzudrehen, benötigt einen elektrischen Schrauber. Dies spart zeitlichen Aufwand und körperliche Anstrengung, die du besonders bei Umzügen spürst. Für den alltäglichen Gebrauch reichen für Akkuschrauber die kleinen Geräte aus. Ein stiftförmiger Minischrauber ist schon für kleines Geld zu haben und erfüllt seine Zwecke. Diese Kleingeräte besitzen allerdings nur eine niedrige Spannung, die oft weniger als 10 V beträgt. Möbel auf- und abbauen gelingt mit diesen Schraubern zwar, aber für größere Arbeiten ist oftmals ein weiteres Gerät von Nöten.

 

Akku-Winkelschrauber

Mit einer Krümmung des Bohrfutters um 90° gelangst du mit dem Winkelschrauber in schwer erreichbare Stellen. Diese spezielle Bauform ermöglicht ein vielseitiges Einsatzgebiet. Schraubarbeiten in der Küche oder im Carport sind oft eine Qual, da es viele scheinbar unerreichbare Lücken gibt. Für diese Fälle lohnt sich der längliche Winkelschrauber, um der Arbeit möglichst sorgfältig nachzugehen. Weil an diesen Stellen oft die Lichtzufuhr sehr schwach ist, empfehlen sich die Schrauber mit einer eingebauten Leuchtfunktion.

 

Akku-Bohrschrauber

Bei Umzügen gehört es nicht nur dazu, Schränke oder Tische wieder zusammen zu bauen, sondern auch Regale oder Bilder aufzuhängen. Da Schrauben nicht einfach in die Wände zu winden sind, erfordert dies in den meisten Fällen Löcher mit Dübeln auszustatten. Mit einem zusätzlichen Bohrer bist du allerdings wieder eine Menge Geld los. Aus diesen Gründen finden Bohrschrauber eine große Beliebtheit. Neben der Schraubfunktion bieten sie dir die Möglichkeit, auch Löcher zu bohren. Hierfür musst du lediglich den Aufsatz wechseln und die Funktion am Gerät umstellen. Im Vergleich zu echten Bohrern besitzen die Bohrschrauber eine eher schwächere Leistung. Deshalb sind diese für härtere Materialien nicht geeignet. Für den alltäglichen Gebrauch in der Wohnung genügt die Kraft dieser Artikel alle Mal.

 

Akku-Bohrhammer

Eben diese härteren Materialien wie Stein oder Beton sind für einen Bohrhammer kein Problem. Die Produkte der Akku-Bohrhämmer werden überwiegend für den professionellen Bereich konstruiert. Die Bearbeitung von hartem Beton ermöglicht die Schlagfunktion des Bohrhammers. Durch diese Schlagbewegung wird das Material lockerer und erleichtert den Durchschlag für den Bohrer. Da ein Bohrhammer einen großen Kraftaufwand benötigt, sind die Modelle mit einem speziellen Griff ausgestattet, der das Abrutschen der Hände verhindert. Zum weiteren Schutz besitzen heutige Geräte eine Sicherheitskupplung. Diese sichert nicht nur die Mechanik und das Gehäuse, sondern vor allem seinen Benutzer.

Bist du eher auf der Suche nach einer normalen Akku-Bohrmaschine, erstreckt sich auch hier eine breite Auswahl an Akkugeräten. Allerdings sind diese oft nicht so leistungsstark wie Bohrhämmer, auch da die Schlagfunktion nicht vorhanden ist.

 

Akku-Schlagschrauber und -Schlagbohrschrauber

Für manche Einsatzgebiete wird auch für das Schrauben eine höhere Leistung erfordert. Gewisse Härten verhindern das Durchdringen von handelsüblichen Akkuschraubern. Hierfür nahmen die Hersteller Akku-Schlagschrauber in ihre Angebot mit auf. Durch eine Art Hammerschlag erhöht sich die Kraft zum Eindrehen von Schrauben. Dieser Schlag folgt auf den Kopf einer Schraube und sorgt für einen festsitzenden Halt des Schlagschraubers. Zusätzlich ist diese Variante der Akkuschrauber mit einem besonders hohen Drehmoment ausgestattet. Dank dieser Vorteile werden diese Produkte häufig in Kfz-Werkstätten von Profis eingesetzt.

Die Funktionsweise mit einem mechanischen Schlag findet sich auch unter den Bohrern wieder. Die Schlagbohrschrauber werden verwendet, um beispielsweise Ziegelsteine zu durchdringen. Zwar erreicht ein Bohrhammer eine höhere Schlagenergie, doch auch die Schlagbohrer finden in der Industrie ihren Einsatz. Durch den Schlag wird die Energie des Bohrers auf das Material übertragen, was die Durchbohrung schneller und einfacher gestaltet. Aufgrund des hohen Lärms sind diese Artikel nur mit einem Hörschutz zu bedienen.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Die verschiedenen Varianten von Akkuwerkzeugen sind zudem noch mit zusätzlichen Funktionen und Zubehör erhältlich. Welche davon besonders hilfreich sind und worauf du beim Kauf zudem achten solltest, erfährst du in der folgenden Übersicht:

 

  • Leuchtfunktion: Manche Schraubaufgaben sind im Haushalt hinter Ecken versteckt. Um auch hier eine gute Sicht zu wahren, ist ein Gerät mit eingebauter Lampe empfehlenswert. Häufig bekommst du aber erst während der Arbeiten diesen Nutzen zu spüren. Deswegen sollte dein Akkuschrauber lieber über diese Zusatzfunktion verfügen.
  • Ergonomie: Gerade längere Arbeiten wie bei einem Umzug erfordern eine lange Arbeitszeit. Ein ergonomischer Griff schont dabei deine Handinnenflächen und dein Körper wird dir im Nachhinein danken. Dank der angenehmen Griffgestaltung bereitet dir die Dauer weniger Sorgen. Bei einer professionellen Verwendung sollte unbedingt auf die Ergonomie geachtet werden, da diese Krankheiten vorbeugt.
  • Vibration: Leistungsstarke Modelle verursachen häufig Vibrationen, die das Arbeiten erschweren. Die Hersteller reagierten darauf mit vibrationsarmen Produkten, die den Arbeitsvorgang auch für Laien vereinfacht.
  • Schnellspann-Bohrfutter: Früher war das Aufnehmen der Schrauben ein hoher Aufwand. Deswegen solltest du darauf achten, dass das Bohrfutter über eine Schnellspannung verfügt. Dieses Bohrfutter lässt sich ohne große Mühe öffnen und bedienen.
  • Geräuschemission: Arbeiten von Handwerkern verursachen häufig einen hohen Lärmpegel. Auch Schrauber und Bohrer bilden davon keine Ausnahme. Bei Geräten für den normalen Gebrauch lässt sich die hohe Geräuschkulisse allerdings vermeiden. Akkuschrauber sind bereits mit einer maximalen Lautstärke von unter 70 dB im Handel erhältlich.
  • Prozesskommunikation: Einige moderne Geräte sind mit einer USB-Schnittstelle ausgestattet. Nach der Benutzung werden diese mit einem Computer verbunden. Eine Software analysiert dabei den Einsatz des Handwerkers. Durch diese Aufzeichnung lassen sich Schwächen und Verbesserungen finden, die die Arbeit optimieren. Allerdings ergibt diese Funktion nur in einem professionellen Betrieb einen Sinn.

 

 

 

Bildquellen:

  • Bigstock/ pashapixel
  • Bigstock/ nikkytok
  • Bigstock/ Stockcentral
  • Bigstock/ serkucher
  • Bigstock/ fotosv
  • Bigstock/ hadrian

 


Diesen Ratgeber hat Malte für dich verfasst, damit du die Unterschiede der vielen Akkugeräte kennst. Beim nächsten Kauf weißt du jetzt, auf welche Merkmale und Funktionen du am besten achten solltest.