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    Ratgeber Armaturen

    Armaturen

    In der grauen Vorzeit waren die Menschen darauf angewiesen Regenwasser in Fässern und anderen Gefäßen aufzufangen und dann abzukochen, um sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu haben. Später kamen dann die Brunnen, aus denen die Menschen mit Eimern Grundwasser aus dem Boden gewinnen konnten. Heutzutage ist sauberes Trinkwasser hier bei uns in Deutschland ein Gut, dass jedem zur Verfügung steht. Mit einem flächendeckenden Grundversorgungsnetz und hochmodernen Wasseraufbereitungswerken steht den deutschen Bürgern stets aufbereitetes Trinkwasser zur Verfügung. Du kannst einfach zur Spüle oder zum Waschbecken gehen und benutzt den Wasserhahn um der Leitung frisches Wasser zu entnehmen. Den Wasserhahn? Die Armatur? Den Einhebelmischer? Ja was denn nun? Für die Apparatur, die du dort verwendest gibt es mehrere Namen, ebenso wie es verschiedenste Modelle gibt. Welche Armaturen es auf dem Markt so gibt, wie sie sich unterscheiden und worauf du achten solltest beim Kauf, will ich dir in diesem Ratgeber mit auf den Weg geben.

    Armaturen und ihre Einsatzgebiete

    Der Begriff Armatur bezeichnet ein Bauteil in Rohleitungen, welches zum Sperren und Freigeben von flüssigen oder gasförmigen Stoffen verwendet wird. Armaturen im Sanitärbereich werden in der Küche sowie im Badezimmer genutzt, um die Wasserzufuhr zu regeln. In der Küche gibt es die Spülenarmaturen, die im Wesentlichen dafür genutzt werden Wasser fürs Kochen abzufüllen und dreckiges Geschirr im Spülbecken zu waschen. Im Badezimmer wiederum gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Armaturen, die an ihren jeweiligen Einsatzort angepasst sind. Zu den Bad-Armaturen gehören insbesondere die Waschtischarmaturen, Duschenarmaturen, die Badewannenarmaturen, die im Fachbereich auch Wannenfüllarmaturen genannt werden und natürlich die Bidetarmaturen.

    Die Bauformen von Armaturen

    Im Wesentlichen werden Armaturen in Einhandmischer und Zweigriffarmaturen unterschieden. Die Zweigriffarmaturen haben eine längere Geschichte vorzuweisen als die etwas moderneren Einhebelmischer. Die Einhebelmischer sind dafür absolut auf dem Vormarsch und haben mittlerweile die Zweigriffarmaturen vom Thron gestoßen, was die Beliebtheit und die Verbreitung betrifft. Wo der große Unterschied zwischen den beiden Armaturentypen liegt deutet sich schon im Namen an, dennoch will ich beide Varianten kurz vorstellen.

     

    laufender WasserhahnEinhebelmischer/Einhandmischer

    Einhandhebelmischer, Einhandmischer, Einhandarmatur, Einhebelmischer, Einhandmischbatterie, die Bezeichnungen für ein und dieselbe Art von Armaturen nehmen kein Ende. Da kann einem schon mal der Kopf schwirren. Welche Bezeichnung einem letzten Endes am ehesten zusagt ist Geschmackssache - denn korrekt sind sie alle. Doch was zeichnet die Einhandarmaturen im Vergleich zu den Zweigriffarmaturen aus? Was unterscheidet sie? Die Einhandarmaturen haben für die Bedienung nur einen Griff, der sich in der Regel nach oben ziehen und nach links und rechts drehen lässt. Mit dem Zug nach oben wird die Wassermenge reguliert. Das bewegen nach links oder rechts reguliert die Wassertemperatur. Dabei ist es generell so, dass der Hebel bei der Stellung ganz links nur Kaltwasser ausströmt, während die Armatur bei der Stellung ganz rechts die wärmste verfügbare Temperatur auslässt. Wenn du den Hebel nun von links nach rechts bewegst, regelt die Armatur im Inneren automatisch und stufenlos die Temperatur. Durch diese Technologie kannst du bequem und ohne viel Aufwand deine persönliche Wunschtemperatur erreichen.
     

     

    Zweigriffarmatur/Zweihandarmatur

    Im Vergleich zu den Einhandmischern arbeitet die Zweigriffarmatur mit zwei einzelnen Drehgriffen, die getrennt für Kaltwasser und Warmwasser zuständig sind. Das macht das Regeln der Temperatur etwas mühsam. Wer eine genaue Wunschtemperatur erreichen möchte, der muss mitunter schon mal eine Weile an den beiden Drehgriffen regeln. Dies ist auch der Hauptgrund, warum die Zweigriffarmaturen mittlerweile rückläufige Verkaufszahlen zu verbuchen haben und die Hersteller ihre Produktionslinien mehr und mehr auf Einhebelmischerarmaturen ausrichten. Ganz und gar vom Markt verschwinden werden die Zweigriffarmaturen wohl dennoch nicht so schnell.

     

     

     

    Thermostatarmaturen

    Eine Besonderheit unter den Zweigriffarmaturen stellen die Thermostatmischarmaturen dar. Hier regeln die beiden Drehgriffe nicht die Kaltwasser - und die Warmwasserzufuhr separat, sondern ein Griff die Wassermenge und der andere die Temperatur. Im Inneren der Armatur ist ein Thermostat verbaut, welches die Temperatur erkennt und je nach Einstellung die Kalt- und Warmwassermenge automatisch reguliert, um eine konstante Wassertemperatur aufrecht zu erhalten. Die meisten Thermostatarmaturen haben eine Sicherheits-Stopfunktion bei 38 °C eingebaut, um zu verhindern, dass es zu unangehm heißem Wasseraustritt oder gar zu Verbrühungen auf der Haut kommt. Wenn du wert auf konstante Temperaturen legst und nicht immer wieder lange regeln willst, dann ist eine Thermostatarmatur genau das Richtige um stressfrei stets die ideale Wassertemperatur geliefert zu bekommen. Damit gehören dann auch die fiesen und plötzlichen Kaltwasserwellen der Geschichte an. Sicher hast du es auch schon mal erlebt, dass plötzliche Temperaturschwankungen auftreten, sobald irgendwo anders im Haus Wasser gezapft wird. Sehr unangenehm!

     

    Sensor-Armaturen/Berührungslose Armaturen

    Besonders in Bereichen mit erhöhten Hygieneansprüchen, wie beispielsweise im gesamten medizinischen Sektor oder in der Gastronomie wird versucht jeglichen Kontakt mit nicht sterilen Gegenständen zu vermeiden. Bei öffentlichen Toiletten ist der Anspruch an eine Armatur der, dass die Armatur ohne Berührung aktiviert werden kann. In diesen Bereichen gibt es deshalb die Sensorarmaturen. Diese haben einen Infrarot-Sensor eingebaut, der auf Bewegung reagiert und für eine programmierte Zeitspanne den Wasserzufluss öffnet.

    Fazit

    Der Sanitärmarkt ist stets in Bewegung und jeden Tag kommen neue Innovationen ans Tageslicht. Das trifft auch im Bereich der Armaturen zu. Neben den Standard-Bauformen und Modellen, die ich dir in diesem Ratgeber kurz erläutert habe, gibt es schon unzählige weitere spezielle Bauformen. So gibt es unter anderem Zweihebelmischer und weitere Raffinessen im Fachhandel. Traditionelle Größen im Sanitärbereich wie Grohe und hansgrohe arbeiten unermüdlich an neuen Trends und Innovationen.

     

     

    Bildquellen

    • Bigstock / Hootie2710
    • Bigstock / DoroshinOleg
    • Bigstock / nikkytok

     


    Das Wort Armatur leitet sich aus dem Lateinischen armare “ausrüsten” ab. Damit du auch gut ausgerüstet bist für die Ausstattung deines Haushalts mit Armaturen, hat Max dir diesen Ratgeber geschrieben.