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Ratgeber Blockflöten

Wissenswertes über Blockflöten
Eine Blockflöte ist neben der Gitarre und dem Klavier das am meisten gespielte Musikinstrument in Deutschland und für Kinder meist mit das erste Instrument, das sie erlernen. Die Längsflöte ist ein Holzblasinstrument und zählt zu den Schnabelflöten, bei denen das Mundstück beim Spielen in den Mund genommen wird.

Entwicklung und Untergang der Blockflöte
Die Blockflöte zählte bereits im 14. Jahrhundert zu den wichtigsten Holzblasinstrumenten. Und auch in prähistorischen Zeiten wurden Flöten als Musikinstrumente verwendet – allerdings wurden sie anfangs noch aus hohlen Knochen gefertigt, bis sich die Fertigung aus Holz durchsetzte. Im 18. Jahrhundert wurde die Blockflöte von der Querflöte verdrängt, sodass sie im 20. Jahrhundert schließlich so unüblich war, dass Igor Strawinsky diese für eine Klarinette hielt.

Wiederentdeckung der Blockflöte im 20. Jahrhundert
Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Blockflöte schließlich als Instrument der Haus- und Schulmusik und da sie Blockflöte das Klangbild der Renaissance- und Barockmusik originalgetreu nachempfand, wiederentdeckt. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges wird die Blockflöte in der Musikpädagogik in der Schule eingesetzt.

Etablierung in Europa
In Europa etablierte sich die Blockflöte seit der Renaissance und über die Jahre entwickelten sich die unterschiedlichsten Blockflöten in nahezu allen Tonlagen – von der Sopraninoblockflöte in g² und f² bis zur Kontrabassblockflöte in F. Der Tonumfang einer einzelnen Blockflöte beträgt jeweils etwa drei Oktaven, die so genannten harmonischen, moderneren Blockflöten drei Oktaven.

Tonumfänge und Tonlagen
Die Tenorblockflöten mit einem Tonumfang von c bis d³ sind in der Soprantonlage, die Bassblockflöten von f bis g² sind in der Altalge und die Sopranblockflöte entspricht etwa der Piccolo-Querflöte. So erfolgt die Notation für die Sopran- und Sopraninoblockflöte im Violinschlüssel, wobei der Ton etwa eine Oktave höher klingt, die Alt- und Tenorblockflöte im Violinschlüssel in wirklicher Tonlage, die Bassblockflöte im Bassschlüssel, der ebenfalls etwa eine Oktave höher klingt und die Subbassblockflöte wird im Bassschlüssel in wirklicher Tonhöhe gespielt.

Aufbau einer Blockflöte
Blockflöten sind in der Regel aus drei Teilen zusammengesetzt – dem Kopfstück, dem Mittelstück und Fußstück und werden über mit gewachsten Fäden umwickelte Zapfen zusammengesteckt. Die drei zusammengesteckten Teile bilden eine Röhre, deren Bohrung zylindrisch oder konisch verläuft. Am Fußstück ist die Röhre offen, am Kopfstück ist sie durch einen Kern oder Block verschlossen, der eine Kernspalte bildet. Das Kopfstück ist bis zur Tenorblockflöte Träger des Mundstückes.

Tonerzeugung bei der Blockflöte
In das Mundstück wird Luft geblasen. Der Luftstrom trifft auf die Schneidenkante, die wesentlich für die Tonerzeugung ist. Das Mittel- und Fußstück ist mit Tonlöchern versehen. Blockflöten haben in der Regel sieben Grifflöcher auf der Vorderseite und eines auf der Rückseite – das Überblasloch. Bei den größeren Blockflöten werden die Löcher teilweise mit Klappen versehen und das Kopfstück angewinkelt gestaltet, sodass auch Kinder oder andere Personen mit kürzeren Armen die Flöte spielen können. Die Sopranblockflöten sind deutlich kürzer und schmaler als die Altbassblockflöten.

Fertigung einer Blockflöte
Blockflöten werden hauptsächlich aus Zedernholz – der Virginiazeder, die im strengen Sinne gar nicht zu den Zedernhölzern sondern den Wacholdergewächsen zählt – hergestellt. Der Ton wird durch das Blasen in die Flöte erzeugt und kann durch das Öffnen und Schließen der Tonlöcher verändert werden. Die Grifflöcher der Vorderseite werden vom Zeige-, Mittel- und Ringfinger der linken Hand sowie vom Zeige-, Mittel- und Ringfinger der rechten Hand bedient, das Überblasloch auf der Rückseite vom Daumen der linken Hand. Der Daumen und die Unterlippe auf die die Blockflöte aufgelegt werden, halten die Blockflöte.