Nach oben
zurücksetzen
Sortiert nach: Beliebtheit

 

Anzeige je Seite:


Ratgeber Blutzuckermessgerät

Wissenswertes über Blutzuckermessgeräte
Mit einem Blutzuckermessgerät wird der Glukose-Gehalt des Blutes bestimmt. Dieser ist entscheidend für die Energieversorgung des Körpers und des Gehirns. Vor allem die roten Blutkörperchen und das Nierenmark sind auf Glukose angewiesen. Sind die Blutzuckerwerte dauerhaft erhöht, spricht man von Diabetes mellitus. Bei bestimmten Erkrankungen ist eine regelmäßige Überwachung des Blutzuckers wichtig.

Blutzuckerwerte
Laut den Richtlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft liegt der Blutzuckerwert normalerweise nüchtern bei unter 100mg/dl, nach dem Essen steigt dieser auf maximal 140 mg/dl an, in den meisten Ländern herrscht ein einheitliches, internationales System, bei dem in Milimol pro Liter gemessen wird. Säuglinge haben einen niedrigeren Blutzuckerspiegel von 60-90 mg/dl, bzw. 3,3-5,0 mmol/l. wohingegen der von Erwachsenen zwischen 90 und 110 mg/dl oder 5,0 bis 6,1 mmol/l liegt. Ein zu hoher Blutdruck wird Hyperglykämie, ein zu niedriger Hypoglykämie genannt.
Aufgrund der unterschiedlichen Messmethoden verfügen viele Blutzucker-Messgeräte über zwei verschiedene Anzeigemöglichkeiten, sodass die entsprechende eingestellt werden kann. Da dieses in der Vergangenheit aber bereits häufiger dazu führte, dass die Patienten die Ergebnisse falsch interpretiert haben, sollen die Blutzucker-Messgeräte, die beide Anzeigemöglichkeiten bieten, wieder abgeschafft werden.

Messung des Blutzuckers
Der Blutzucker wird in der Regel aus Kapillarblut gemessen. Mit Hilfe von Blutzucker-Messgeräten kann der Blutzucker sehr schnell bestimmt werden, indem ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe entnommen und auf einen Teststreifen gegeben wird. Die Entnahme erfolgt mit Hilfe einer sogenannten Stechhilfe an dem Messgerät.

Messmethoden der Blutzucker-Messgeräte
Bei den Blutzuckermessgeräten die zur Selbstkontrolle erhältlich sind, lassen sich im Wesentlichen zwei Messmethoden unterscheiden: die amperometrische Messung und die optische Messung.

Bei der amperometrischen Messung wird das Blut im Teststreifen über eine Kapillare in ein Testfeld gesaugt. Dort hat das Blut Kontakt zu Glukose-Oxidase und Elektroden, an die eine definierte elektrische Spannung gelegt wird und der Strom, der über die Elektroden fließt, gemessen wird. Aus diesem ermittelt das Blutzuckermessgerät den Blutzuckerwert, da der Strom proportional zur Glukosekonzentration im Sensorbereich der Kapillare ist.

Bei der optischen Messung wird das Blut im Testfeld ebenfalls über eine Kapillare in ein Testfeld gesaugt. Dieses Feld ist von außen jedoch sichtbar. In dem Testfeld sind verschiedene Stoffe eingelagert, die mit dem Blut reagieren und dieses durch eine Farbveränderung im Testfeld erkennbar ist. Das Messgerät erfasst diese Farbänderung und bestimmt den Blutzuckerwert.

Neben diesen beiden Methoden befindet sich zudem eine nicht-invasive, d.h. eine Messung ohne Blutentnahme, in der Erforschung. Dieses ist über die Spektralanalyse des sehr gut durchbluteten Augenhintergrundes möglich. Bald muss vielleicht also nicht mehr gepiekt werden