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Ratgeber Drehbank

Wissenswertes über Drehbänke
Drehbänke oder Drehmaschinen gehören zu den Werkzeugmaschinen die runde Werkstücke bearbeiten können, beziehungsweise runde Fertigerzeugnisse liefern. Das Besondere an einer Drehbank ist das rotierende Werkstück, während das Werkzeug feststeht. Bei anderen Maschinen wie einer Bohrmaschine oder einem Winkelschleifer bewegt sich das Werkzeug selbst.

Geschichte von Drehbänken
Die exakte Geburtsstunde von Drehbänken kann nicht genau zurückverfolgt werden. Jedoch wurden Reste einer Drehbank gefunden, die auf das Ende des 2. Jahrtausends vor Christus datiert wurde. Hierbei ist allerdings das Problem, dass die Drehbank so stark verwittert ist, dass der letzte Beweis nicht möglich ist. Der erste sichere Nachweis einer Drehbank kann auf das 7. Jahrhundert vor Christus datiert werden. Man fand eine Drehbank im Grab des Kriegers bei Corneto, die mit zwei Personen betrieben werden musste. Während einer der Beiden das Werkstück antrieb, hielt der Zweite das Werkzeug gegen das Werkstück. Später konzipierten die Menschen Antriebe, bei denen ein einzelner den Antrieb und die Arbeit am Werkstück übernehmen konnte. Anschließend folgten dann elektrisch betriebene Drehbänke, die das Werkstück elektrisch antrieben.

Mitte der 1950er Jahre des 20. Jahrhunderts folgten dann Entwicklungen bei denen die Drehmaschine vollautomatisch arbeitete. Für die Serienfertigung folgten später CNC-Drehbänke, die die gesamte Produktion des Teils übernahmen. Vom Einspannen, bearbeiten, bis hin zum ausspannen und ablegen.

Universaldrehmaschine als Drehbank
Universaldrehmaschinen oder Universaldrehbänken gehören heute keinem bestimmten Typ Drehbank mehr an. Meist handelt es sich um mechanische Maschinen, die automatisiert sind, oder um Universaldrehmaschinen, die numerisch gesteuert werden. Meist werden dabei unterschiedliche Werkzeuge auf einer rotierenden Scheibe aufgesetzt, die je nach Bedarf verwendet werden können, ohne zusätzliche Rüstzeiten zu erzeugen. Eine rotierende Werkzeugaufnahme wird dabei als Revolverwerkzeugschlitten bezeichnet. Innerhalb der Universaldrehbänke kann man zusätzlich noch in normale und Kopierdrehmaschinen unterscheiden. Letztere übertragen eine zwei- oder dreidimensionale Kontur von einem Prototypen oder einem anderen Werkstück auf das vorbereitete Material. Dieses Prinzip wird eins zu eins bei Schlüsseldiensten angewendet, wenn diese Schlüssel kopieren.

CNC-Drehmaschine als Drehbank
Die CNC-Drehmaschine ist grob gesagt die Überdrehbank. Sie vereinigt die Vorteile aller Universaldrehbänke in einer einzigen. Meistens verfügt diese über eine zusätzliche Achse, die die Arbeitsspindel antreibt. Alle anderen Achsen verfügen jeweils über einen eigenen Motor und ein Messsystem, das die zurückgelegte Wegstrecke misst, um so die exakten Positionen sicher bestimmen zu können. Darüber hinaus ist der Werkzeugschlitten mit einem Werkzeugrevolver ausgestattet an dem sich alle benötigten Werkzeuge befinden. Um die Reinigung und die Späneabfuhr zu verbessern, ist das Maschinenbett um zirka 30° geneigt. Der Betrieb von CNC-Drehbänken lohnt sich jedoch nur bei der Fertigung großer Mengen, für Einzelfertigung ist der Kostenfaktor zu hoch.