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Ratgeber EIB Bussystem

Wissenswertes über EIB Bussystem
Das EIB-Bussystem ist ein Standard zur Automatisierung von Hausinstallationen. Dabei wird auf den Standard KNX gesetzt, der in durch die DIN und die ISO definiert wurde. Über ein Bussystem kommunizieren Sensoren und Aktoren miteinander, wobei die Sensoren den Aktoren übermitteln, wie sie zu verfahren haben. Der große Vorteil dieses Systems ist die einfache Programmierung der Komponenten, bei dem meist eine automatische Steuerung umgesetzt wird. So findet in vielen Bürogebäuden das EIB-Bussystem Anwendung, um die Beschattung automatisch zu realisieren. So wird die Beleuchtung automatisch gesteuert und die Jalousien nach bedarf auf und abgefahren. Zusätzlich können auf diese Weise über einen einzelnen Schalter alle Aktoren im Gebäude abgeschaltet werden.

Geschichtlicher Hintergrund von EIB Bussystemen
Die ersten Überlegungen ein Bussystem bei elektrischen Installationen anzuwenden fanden bereits in den 1980er Jahren statt. Zusätzlich regten diverse Unternehmen ein entsprechendes System an. Da nur ein herstellerübergreifendes System wirklich Erfolg versprechend sein konnte, setzten sich die führenden Hersteller zusammen und spezifizierten die ersten Grundlagen für die European Installation Bus Association. Durch das standardisierte Bussystem sollte eine Kompatibilität unter den einzelnen Herstellern und eine Interoperabilität der unterschiedlichen Systeme realisiert werden. Später folgten dann neben der Elektroinstallation auch noch Komponenten aus den Bereichen Klima, Lüftung und Hausgeräte. Während Anfangs nur Schalter und Lampen über EIB gesteuert werden konnten, sind heute über 4.000 Produkte erhältlich, die die unterschiedlichsten Gewerke und Anwendung in Gebäuden regelt.

EIB Bussystem versus konventionelle Schalttechnik
Der wahrscheinlich entscheidendste Unterschied zwischen der konventionellen Schalttechnik und dem EIB-Bussystem ist die Trennung der Gerätesteuerung und der Verbraucher. Während früher alle Geräte mit voller Netzspannung versorgt werden mussten, werden heute nur noch die Aktoren mit Strom beliefert. Die Schalter und Sensoren werden bei der konventionellen Schalttechnik in den Stromkreis mit einbezogen und müssen entsprechend ihrer Funktion angeschlossen und verdrahtet werden. Mit dem Bussystem wird nur eine Busleitung an den Schalter geführt, die unabhängig von der Funktion an alle Geräte angeklickt wird. So wird die vollständige Gerätesteuerung über ein niedervolt Bussystem angebunden, während die Geräte selbst über die reguläre Netzspannung von 220-240V betrieben werden.

Vorteil von EIB Bussystemen
Der wahrscheinlich größte Vorteil von EIB Bussystemen liegt wohl in der vereinfachten Verdrahtung von Sensoren und Aktoren. Während in der konventionellen Schalttechnik Leitungen mit vielen Adern benutzt werden müssen, die zum Teil sehr kompliziert verdrahtet werden, sind Bussysteme sehr leicht zu installieren. Zu den Aktoren werden Stromleitungen verlegt, die parallel geführt werden, ohne zusätzliche Verdrahtungen zu erledigen. Die Sensoren wie beispielsweise Schalter oder Taster hingegen werden mit einer Busleitung verbunden, auf die die Klemmen nur aufgedrückt werden. Somit wird die Verkabelung installationsfreundlicher und vor allem wartungsfreundlicher. Die Verknüpfung von den Schaltern mit den dazugehörigen Verbrauchern wird anschließend am Computer erledigt. Auf diese Weise können beliebige Schaltszenarien generiert werden, ohne die Verdrahtung ändern zu müssen. Aus diesem Grund können Bussysteme in die Kategorie der speicherprogrammierbaren Steuerungen eingeordnet werden, während die bekannten Verfahren zu den verbindungsprogrammierten Steuerungen gehören.