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Ratgeber Elektrofahrräder

Welches Antriebssystem bevorzugst du?
Vorderrad-Antrieb
  • Betrieb unabhängig von der Muskelkraft
  • Naben- oder Kettenschaltung möglich
  • Energierückgewinnung bis zu 10 %
Hinterrad-Antrieb
  • Kein Betrieb ohne Muskelkraft möglich
  • keine Nabenschaltung möglich
  • Energierückgewinnung bis zu 10 %
Tretlager-Antrieb
  • Neutrales Fahrverhalten
  • wenig störanfälllig
  • keine Energierückgewinnung

Worin unterscheiden sich die verfügbaren Zweiräder mit Elektromotor?

Fahrräder mit unlimitierter Tretunterstützung (S-Pedelec)

  • Fahrrad mit unbegrenzter Tretunterstützung
  • Mofaführerschein und Versicherung erforderlich
  • keine Helmpflicht
  • dürfen eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreichen
  • Fahren ohne Tretunterstützung möglich
Fahrräder mit limitierter Tretunterstützung (Pedelec)
  • Fahrrad mit begrenzter Tretunterstützung
  • ähnelt einem herkömmlichen Fahrrad
  • Motor läuft nur bei gleichzeitigem Treten in die Pedale
  • dürfen ohne Führerschein und Versicherung gefahren werden
  • eine Helmpflicht besteht nicht
  • maximale Motorgeschwindigkeit liegt bei 25 km/h
  • Akkuladungen halten 50 bis 80 Stunden

Zweiräder mit Elektroantrieb (E-Bike)

  • erfordern Führerschein, Versicherung und Helmpflicht
  • erreichen Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h

Welcher Pedelec-Typ ist ideal für dich?

Touren-Pedelec

  • vergleichbar mit einem Trekkingrad
  • ist für Radtouren und längere Strecken geeignet
  • mit Vollfederung erhältlich

Komfort-Pedelec

  • ist mit einem Cityrad vergleichbar
  • ideal für Gelegenheitsfahrer
  • mit einer Infarot-Verriegelung kann das Fahrrad vor Diebstahl geschützt werden

Sport-Pedelec

  • ist mit einem Fitnessbike oder Crossrad vergleichbar
  • für Fahrer, die schnell mit dem Rad unterwegs sein wollen
  • Höchstgeschwindigkeiten von 35 bis 45 km/h sind möglich

Was zeichnet ein Elektrofahrrad aus?

Gegenüber einem herkömmlichen Fahrrad ist ein Elektrofahrrad mit einem Elektromotor versehen. Elektrofahrräder, die nur in Verbindung mit der Tretunterstützung betrieben werden können, werden als Pedelecs bezeichnet . Besonders ältere Menschen oder Personen mit einer körperlichen Einschränkung profitieren von der Unterstützung des Motors. Besonders auf längeren Touren profitieren auch Menschen, die keine körperlichen Einschränkungen haben von der Tretunterstützung. Vor allem in bergigen Regionen können Anstiege mit Leichtigkeit gemeistert werden. Die Elektromotoren sind geräuscharm und hinterlassen keine störenden Geräusche.

Aufgrund dElektrofahrrades Motors handelt es sich laut Gesetzgeber bei einem Elektrofahrrad nicht mehr um ein Fahrrad, sondern um ein Mofa. Dies führt dazu, dass eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen erforderlich sind. Der motorisierte Antrieb wird über einen Drehgriff oder Schaltknopf gesteuert. Aufgrund des Vorhandenseins der Pedale ist der Antrieb wahlweise nur motorisiert oder nur über die Pedale möglich. Das Fahren eines E-Bikes erfordert neben der Versicherungspflicht und dem Kennzeichen einen Führerschein sowie das Tragen eines Helms. Die Information, ob der Fahrer tritt oder nicht wird mittels eines Sensors weitergegeben. Dieser befindet sich häufig in der Nähe des Tretlagers und ist mit der Steuerelektronik verbunden.

Welche Akkutypen gibt es?

Akkutyp

Maximale Ladezyklen

Eigenschaften

Lithium-Ionen

ca. 500

  • hohe Kapazität
  • kein Memory Effekt
  • hoher Anschaffungspreis
  • optimale Leistung während der gesamten Fahrzeit

Lithium Eisen Phosphat

ca. 1500

  • hohe Kapazität
  • maximale Leistung während der gesamten Fahrzeit
  • sehr lange Lebensdauer
  • größere Abmaße
  • kein Memory Effekt

NiCd (Nickel-Cadmium-Akkumulator)

ca. 600 bis 1000

  • Memory Effekt
  • geringe Kapazität
  • Cadmium belastert die Umwelt

NiMh (Nickel-Metallhydrid-Akkumulator)

ca. 400 bis 800

  • geringer Memory Effekt
  • hohe Stromleistung
  • Selbstentladung muss bedacht werden
  • nicht bei Kälte geeignet

Blei

ca. 300

  • große Bauart und hohes Gewicht
  • geringe Anschaffungskosten

Obwohl unterschiedliche Arten von Akkus in einem Elektrofahrrad möglich sind, verfügen moderne Elektrofahrräder über Lithium-Ionen oder Lithium-Polymer-Akkus. Sie entsprechen dem aktuellen technischen Stand und verzeichnen ideale Eigenschaften.

Zubehör

FahrradhelmZubehörteile für das Elektrofahrrad gestalten das Fahren angenehmer oder tragen der Sicherheit bei. Der Sicherheit dient ein Helm. Auch wenn er nicht bei jedem Elektrofahrrad pflichtgemäß getragen werden muss, stellt er ein wichtiges Utensil dar, denn nur so ist im Falle eines Sturzes ein Schutz vor schweren Kopfverletzungen möglich. Die Radhose und spezielle Fahrradhandschuhe gestalten das Fahren angenehmer. Zudem bietet die Handschuhe nicht nur einen sicheren Halt am Lenker und verhindern die Reibung, sondern schützen die Handinnenflächen bei einem Sturz vom Rad. Spezielle Radhosen sind mit einem Polster versehen, dass einen hohen Komfort auf den häufig harten Satteln bietet. Weiterhin ist auf das Schuhwerk zu achten. Schuhe mit einer weichen und dünnen Sohle führen häufig zu tauben oder brennenden Füßen. Schuhe mit einer harten Sohle sind ideal, denn bei schmalen Pedalen sind die Fußsohlen einer hohen Belastung ausgesetzt.

Technologien

  • Der Antrieb: Bei dem Motor handelt es sich in der Regel um einen bürstenlosen Gleichstrommotor. Er verfügt somit über keine Kohlebürsten und das Magnetfeld wird mittels Hall-Sensoren gemessen. Diese Informationen werden an eine elektronische Steuerung weitergegeben. Der Antrieb eines Elektrofahrrads kann über unterschiedliche Systeme erfolgen. In der Regel finden der Vorderrad-Nabenmotor, Mittelmotor-Zentralantrieb oder Hinterrad-Nabenmotor Anwendung.
  • Die Steuerung: Die Steuerung ist für die Wicklung des Motors zuständig. Die nötigen Informationen werden mittels Sensor und Bediengerät gesendet und ergeben sich aus der Pedalbewegung. Die Drehbewegung zur Steuerung des Motors erfolgt über einen Drehsensor oder Kraft- oder Drehmomentsensor.
  • Das Bediengerät: Das Bediengerät ist mit einem Schalter ausgestattet, der für das Ein- und Ausschalten zuständig ist. Zudem kann über dieses Bediengerät die Intensität des Antriebs gesteuert werden. In der Regel erfolgt diese Steuerung mittels Stufen. Des Weiteren kann eine Anzeige über den Ladezustand informieren.
  • Der Akku: Bei dem Akku handelt es sich um das preisintensivste Bauteil des Elektro-Fahrrads. Moderne Lithium-Ionen-Akkus oder Lithium-Polymer-Akkus verzeichnen den höchsten Energiegehalt und erreichen lediglich ein Fünftel des Gewichts von Bleigel-Akkus. In der Regel liegt das Gewicht für einen Lithium-Ionen-Akku, der über eine Reichweite von 40 bis 80 km verfügt bei unter 2,5 kg.

Umweltfreundlichkeit

Grundsätzlich stellt ein Elektrofahrrad eine umweltfreundliche Alternative zum Auto dar. Dank der Tretunterstützung können Menschen mit einer körperlichen Einschränkung oder Personen, die längere Strecken fahren wollen, auf das Rad zurückgreifen. Nach Angaben der Hersteller ist die Akkuladung mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern mit einer 3-minütigen warmen Dusche zu vergleichen.

Kindersicherheit

Für das Fahren eines Pedelecs gibt es keine Altersbeschränkung. Aufgrund der nicht vorhandenen Führerscheinpflicht dürfen Kinder und Jugendliche damit fahren. Elektrofahrräder, die von einem Kind oder Jugendlichen gefahren werden, dürfen über keine Anfahr- oder Schiebehilfe verfügen, die bis zu 6 km/ h ohne Treten eine Unterstützung liefert. Für diese wäre eine Mofa-Prüfbescheinigung erforderlich. Grundsätzlich ist besonders für Kinder das Tragen eines Fahrradhelms sehr wichtig. Grundsätzlich empfiehlt der 50. Verkehrsgerichtstag 2012, dass Pedelecs nicht von Kindern unter 14 Jahren gefahren werden sollen.

Stromverbrauch

Im Durchschnitt liegt der Stromverbrauch eines Elektrofahrrads bei 0,5 bis 2 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Im Vergleich, eine Kilowattstunde ist für eine Waschmaschinenladung oder sieben Stunden Fernsehen erforderlich. Der Energieverbrauch richtet sich hierbei nach der Beschaffenheit der Untergrunds sowie dem Gewicht des Fahrers. Zudem ermöglichen einige Pedelecs die Rückspeisung von Bremsenergie. Dies kann zu einer maximalen Ersparnis von 10 Prozent führen, denn nicht die gesamte Bremsleistung kann so schnell von den Akkus ausgenommen werden. Gegenüber einem Mofa oder einem Kleinwagen stellt ein Elektrofahrrad eine Stromsparende Alternative dar. Ein Mofa würde auf 100 km 10 bis 20 kWh verbrauchen und ein Kleinwagen mindestens das zwei- bis vierfache. Wem jedoch die CO2-Emission am Herzen liegt, der muss auf ein Fahrrad ohne Zusatzantrieb zurückgreifen.

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