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Ratgeber Elektrokettensäge

Wissenswertes über Elektrokettensägen
Elektrokettensägen sind eine Sonderbauform der regulären Kettensäge und werden über einen Elektromotor angetrieben. Alternativen sind Motorkettensägen, oder solche, die mit pneumatisch oder hydraulisch angetrieben werden. Die Bauart, die am häufigsten gekauft und damit auch produziert wird, ist die Variante für Holzarbeiten im privaten und gewerblichen Bereich.

Geschichtlicher Hintergrund von Elektrokettensägen
1830 wurde das erste Mal eine Säge gebaut, die nach dem Prinzip der heutigen Kettensägen funktioniert. Hierbei handelte es sich um ein Osteotom, das zum Zersägen von Knochen gedacht war. Im Gegensatz zu heutigen Geräten wurde das Osteotom jedoch noch von Hand betrieben. Rund 70 Jahre später löste die erste Sägemaschine die Handarbeit bei der Waldarbeit ab. 1927 konnte die Firma Dolmar die erste serienmäßig gefertigte und mit einem Benzinmotor betriebene Motorsäge auf dem Markt einführen. Diese war jedoch so schwer, dass sie von zwei Personen bedient werden musste und nur senkrechte Schnitte durchführen konnte. Die ersten Elektrokettensägen wurden von Stihl gebaut und wurden hauptsächlich an Ablängplätzen eingesetzt. In der Entwicklung folgte 1952 die erste Motorkettensäge, die von einer einzelnen Person betrieben werden konnte. Nachdem Jahrzehnte lang Motorsägen mit schwenkbarem Schwert gebaut wurden, revolutionierte der Flugzeugbau auch die Kettensägenproduktion. Denn nun war es möglich einen Membranvergaser einzusetzen, bei dem die Lage für den Betrieb der Säge uninteressant ist. In den folgenden Jahren bis heute hat sich außer der Leistungsfähigkeit und der Sicherheitseinrichtungen nichts am Prinzip der Kettensägen geändert.

Aufbau von Elektrokettensägen
Der Aufbau einer Kettensäge entspricht, egal bei welcher Motorisierung, immer dem gleichen Prinzip. Das Gehäuse, an dem auch die beiden Griffe angebracht sind, enthält die Antriebseinheit, also den Motor. Bei Motorsägen befindet sich dabei an der Seite ein Seilzug, der den Starter antreibt. Dieser wird nicht elektrisch gestartet, sondern durch Muskelkraft. Der Motor ist grundsätzlich ein Zweitaktmotor, da dieser durch den Kraftstoff geschmiert wird und keine lageabhängige Ölwanne benötigt, wie es bei einem Viertaktmotor der Fall ist. Am vorderen Ende ragt eine Metallschiene aus dem Gehäuse heraus, die auch als Blatt oder Schwert bezeichnet wird. Ringsherum befindet sich eine Nut, die die Metallkette, also die Sägekette, aufnimmt. Diese läuft von der Nut geführt immer um das Schwert herum. Um den Verschleiß der Kette so gering wie möglich zu halten, muss die Kette regelmäßig geölt werden. Da beim Schneiden immer etwas Öl von der Kette geschleudert wird, ist die Ölung noch viel wichtiger. Darüber hinaus müssen die Schneidezähne gerade bei starker Beanspruchung oft geschärft werden. Je nach Verwendung unterscheiden sich die Sägeketten in ihrer Schnittleistung und Schnittqualität.

Kettensägen bei Rettungskräften
Bei Rettungseinsätzen kommen heute immer häufiger auch Kettensägen zum Einsatz. Gerade bei Rettungskräften wie der Feuerwehr oder dem THW sind diese unerlässlich. Bei der Feuerwehr vor allem um Straßen von umgefallenen Bäumen zu befreien, oder um einen Rettungsweg zu schlagen. Das THW hingegen setzt zusätzlich auf Betonkettensägen, mit denen Sie in der Lage sind Verschüttete auch unter schweren Betonplatten oder Betonträgern zu befreien.