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Ratgeber Elektronische Orgeln

Wissenswertes über elektronische Orgeln
Die elektronische Orgel ist ein Tasteninstrument, dessen Tonerzeugung elektronisch geschieht. Oft wird die elektronische Orgel auch als E-Orgel oder Elektro-Orgel bezeichnet. Vorgänger waren elektro-mechanische Orgeln wie zum Beispiel die Hammond-Orgel. Ab 1930 wurde die elektronische Orgel entwickelt und war bis Mitte 1970 eines der wenigen elektrophonen Tasteninstrumente mit polyphoner Tonerzeugung, bis die polyphonen Synthesizer erschienen. Das Vorbild der elektronischen Orgel war die Pfeifenorgel als Anfang der 60er Jahre die Böhm Orgel konstruiert wurde, die man als Laie selbst zusammensetzen konnte und die erweiterbar war. Die Klangqualität der elektronischen Orgel hat sich bis heute, durch Computertechnik, dermaßen verbessert, dass sie auch als elektronische Konzertorgel und Sakralorgel verwendet wird.

Tonerzeugung
Die Tonerzeugung einer elektronischen Orgel erfolgt entweder analog oder digital. Bei der analogen Tonerzeugung wurde der Klang der Orgel durch ein Lautsprecherkabinett über rotierende Lautsprecher wiedergegeben. Die Geschwindigkeit der Rotation ließ sich regeln in schnell oder langsam. Später wurde dieser Effekt durch eine elektronische Simulation abgelöst. Moderne Orgeln erzeugen den Ton digital, indem sie mehrere Klangsynthesen kombinieren. Orchesterorgeln können auch den Sound von analogen Orgeln wiedergeben, haben aber auch einen Orchesterklang in hervorragender Qualität. Viele Alleinunterhalter benutzen diese Art von Orgel.

Heimorgel
Die Orgel für zu Hause erlebte ihren Boom in den 70ern bis 80er und waren in dieser Zeit eine Art Statussymbol. Die Heimorgel verfügte in der Regel über zwei Manuale (Tastenreihen) mit jeweils drei bis vier Oktaven. Die Tonerzeugung der elektronischen Heimorgeln war vorerst analog, wurde später jedoch digitalisiert. Man konnte die Heimorgeln in verschiedenen Preiskategorien erwerben. Das Unterklasse Modell hatte drei Fußlagen im oberen Manual und eins bis zwei im unteren Manual. Das Mittelklasse Modell verfügte über Kopien von Streicher- und Bläserklängen und eine Einheit mit der Soloinstrumente simuliert wurden. Das Oberklasse Modell hatte zusätzlich einen Zugriegel oder ein drittes Manual für Solostimmen. Das Faszinierende an den elektronischen Heimorgeln war, dass die Rhythmusgeräte die Illusion eines Einmannorchesters erzeugten. Durch Begleitrhythmen, die auf der Orgel installiert waren, konnte man Musik erzeugen ohne das Gerät vollends manuell spielen zu müssen. Die Heimorgel wurde größtenteils in den 90ern von Keyboards abgelöst, die handlicher und weniger kostenintensiv waren.

Konzertorgel
Die Konzertorgel ist ähnlich wie die Heimorgel, verfügt jedoch über eine bessere Ausstattung. Sie wird noch heute gerne bei Solokonzerten in der Popmusik eingesetzt. Für Konzerte muss sie aber an einen Verstärker angeschlossen werden, weil sie selten über ein internes Lautsprechersystem verfügt. Die Konzertorgel hat zwei bis drei Manuale und ein Vollpedal mit meist 25 Tasten.

Digitale Sakralorgel
In den 90ern löste die digitale Sakralorgel die analoge Sakralorgel ab. Gestaltet ist sie wie eine Pfeifenorgel, jedoch ist sie günstiger und weniger pflegebedürftig als eine Pfeifenorgel. Lange verfügte die digitale Sakralorgel über einen schlechten Klang, weswegen sie vornehmlich in kleineren Kirchen, Kapellen oder Privathäusern eingesetzt wurde. Erst jetzt wurde die Klangqualität enorm verbessert und nun ist es auch vorstellbar, die digitale Sakralorgel auch in größeren Kirchensälen oder bei Konzerten einzusetzen.