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Ratgeber Fahrradreifen

Wissenswertes über Fahrradreifen und Fahrradfelgen
Fahrradreifen und Fahrradfelgen gehören zu den wichtigsten Teilen an einem Fahrrad. Dabei stellt der Reifen die Verbindung zur Straße her, während die Felge als Verbindung zum Fahrrad dient. Diese beiden Komponenten gemeinsam stellen das Rad dar und machen eine flüssige Fortbewegung eigentlich erst möglich.

Fahrradreifen als Komponente des Rades
Der Fahrradreifen beeinflusst das Fahrverhalten eines Fahrrades ungemein. So nimmt er vor allem auf die Leichtlaufeigenschaften und den Fahrkomfort Einfluss. Allerdings ist der Reifen aus mehr Komponenten hergestellt, als es von außen scheint. Der sichtbare Reifen ist eigentlich der Mantel und sorgt mit seinem Profil und dem robusten Material für den nötigen Grip auf jedem Untergrund. Im Inneren befindet sich gut geschützt der Schlauch. Dieser ist mit Luft gefüllt und sorgt für den nötigen Druck im Inneren des Mantels. Der Schlauch ist aus einer Gummimischung, die sowohl flexibel ist, aber dennoch ausreichend Stabilität bietet.

Fahrradfelge als Teil des Rades
Der Fahrradreifen wird durch die Fahrradfelge mit dem Rahmen des Fahrrades verbunden, sodass diese Kombination es erst ermöglicht, dass das Fahrrad rollen kann. In den meisten Fällen besteht die Felge aus einem Metallring, dessen Innendurchmesser in Zoll angegeben wird. Dieser ist meist nach außen gewölbt, sodass er ein U beschreibt. Auf diese Weise können der Mantel und der Schlauch in diesem U liegen und werden zu den Seiten fixiert. In der Mitte der Felge befindet sich eine Narbe, die als Verbindung zur Fahrradgabel dient. Narbe und Felgenring sind über Speichen miteinander verbunden, die je nach Einsatzgebiet dicker oder dünner ausfallen können. Im Rennsport werden diese zum Teil ganz durch eine durchgehende Platte ersetzt. Über ein Ventil, das sich durch den Felgenring zum Schlauch geführt wird, kann dieser mit Luft befüllt werden.

Bauarten bei Fahrradreifen
Fahrradreifen lassen sich ähnlich wie Autoreifen in den unterschiedlichsten Arten produzieren. Die gängigste Form ist der beschriebene Drahtreifen, der eine Wulst an jeder Seite hat, mit der der Halt in der Felge gewährleistet werden soll. Eine Alternative des Drahtreifens ist der Ballonreifen, der deutlich dicker ist und für die unterschiedlichsten Fahrradtypen erhältlich ist. Für Radler, denen das Gewicht des Velos besonders wichtig ist, sind Faltreifen verfügbar, die statt eines Drahtes in der Wulst mit Kevlarfäden verstärkt sind. Im Rennsport werden oftmals Schlauchreifen verwendet, in denen der Schlauch in den Mantel inbegriffen ist. Diese werden mit speziellem Flegenklebeband auf die Felge geklebt. Allerdings kann sich die Felge bei schnellen Bergabfahrten stark erhitzen, wodurch sich der Kleber lösen kann, was zu schweren Stürzen führen kann. Bei der Tour de France 2003 ist dies Joseba Beloki passiert.

Pannensicherheit bei Fahrradreifen
Seit einigen Jahren werden Fahrradreifen mit Pannenschutzgürtel ausgestattet, um die Pannensicherheit zu erhöhen. Jedoch sind das spezielle Reifen. Der Schutzgürtel besteht dabei meist aus Spezialkautschuk oder alternativ aus Kevlarfasern. Der Vorteil von Kevlarfasern im Reifen ist die geringe stärke der Schutzschicht. Spezialkautschuk hingegen macht den Reifen sehr dick und etwas schwerer. Zusätzlich wird durch den veränderten Mantel der Rollwiderstand erhöht und der Federungskomfort verringert. Erhöhte Pannensicherheit führt somit zu schlechteren Fahreigenschaften, die jeder Fahrer für sich selbst abwägen muss.