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Ratgeber Fußball Bälle

Wissenswertes über Fußball Bälle
Das Runde muss ins Eckige und der Ball ist rund? Weit gefehlt – eigentlich handelt es sich bei einem Fußball im klassischen Sinne um einen Ikosaeder. Ein Ikosaeder besteht aus zwölf Fünfecken und zwanzig Sechsecken. Moderne Fußbälle weichen in ihrem Aufbau jedoch mittlerweile gänzlich von dieser Wabenstruktur ab und werden aus Kunststoff geschaffen.

Fußbälle nach den Regeln des DFB
Der DFB hat in seinen Regeln fixiert, wie ein Fußball beschaffen sein soll. So ist der Fußball regelgerecht, wenn er kugelförmig und aus Leder oder einem ähnlichen Material gefertigt ist und einen Umfang zwischen 68 und 70 cm hat. Dazu muss er ein Gewicht von mindestens 410 bis 450 g und einen Druck von 0,6 bis 1,1 bar haben.

Klassische Herstellung von Fußbällen
Auf der Rückseite des Leders wird PVC mit einem Futter aus Baumwolle und Polyesterstoff in einzelnen Bahnen geklebt, wodurch der Ball stabilisiert wird und seine Form behält. Im Anschluss werden die fünf- und sechseckigen Waben gestanzt und mit Schlitzen für die Naht versehen.

Die Seele eines Fußballs
Die ausgestanzten Waben werden zu Sätzen sortiert und die aus Naturkautschuk bestehende Gummiblase – die Seele? – dazugetan. Um den Fußball wasserdicht zu gestalten, werden die Fäden mit Wachs eingeschmiert, um den Fußball im Anschluss zu vernähen. Anschließend müssen die fertigen Fußbälle nur noch mit dem jeweiligen Design und Markenlabel lackiert werden.

Historische Entwicklung der Fußbälle
Die ersten Fußbälle lassen sich in China bereits in vorchristlicher Zeit nachweisen und waren noch mit Federn und Tierhaaren gefüllt. Zwischen 220 und 680 erfand man schließlich den luftgefüllten Ball. Dieser wurde über die Jahre weiterentwickelt, bis er seit 1960 aus vernähten Lederstreifen und mit einer luftdicht verschlossenen Schweinsblase gefüllt, hergestellt wird.

EM- und WM-Fußbälle - vom Telstar bis zum Azteca
Bei der WM 1970 in Mexiko wurde der Fußball mit den Fünf- und Sechsecken eingeführt und wurde der erste offizielle Ball einer WM – der Telstar. Bei der WM 1986, die ebenfalls in Mexiko stattfand, wurde der erste vollsynthetische Fußball – der Azteca – vorgestellt. Dieser hatte den Vorteil, dass er sich im Vergleich zu den Lederbällen nicht mit Wasser vollsog und so eine gleichbleibende Masse und Spielbarkeit gewährleistet war.

Vom Roteiro zum aktuellen Stand
Bis heute wurde auch dieser noch weiterentwickelt und wird seit dem Roteiro, der zur EM 2004 in Portugal eingeführt wurde, nicht mehr vernäht, sondern geklebt. Die Bälle für die offiziellen Welt- und Europameisterschaften wurden seit dem Telstar 1970 von Adidas hergestellt- was vielleicht auch die schwarz-weiße Farbgebung erklärt.

Aktueller Stand
Allerdings ist das Design mit den abwechselnd schwarzen und weißen Fünf- und Sechsecken mittlerweile überholt. So zeigt sich jeder neue Ball nicht nur mit einer technischen Weiterentwicklung in puncto Qualität, Formstabilität und Spieleigenschaften, sondern auch mit einem neuen Design und das reine schwarz-weiß ist auch zusätzlichen oder gänzlich anderen Farben gewichen. Und neben Adidas bieten auch zahlreiche andere Hersteller Fußbälle an.