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Ratgeber Gartenhaus

Das Gartenhaus findet sich in deutschen Gärten in den verschiedensten Ausführungen und zu den unterschiedlichsten Zwecken wieder. In diesem Ratgeber will ich dir zeigen welche Arten von Gartenhäusern es gibt, zwischen welchen Materialien du wählen kannst und welche Vor- und Nachteile diese jeweils mit sich bringen. Die Auswahl auf dem Markt erstreckt sich von einem kleinen Schuppen für Gartengeräte bis hin zu kleinen Gästehäusern. Je nach deinem Anspruch und nach der zugedachten Funktion ist sicher auch für dich etwas dabei.

Die Verwendung

Wenn du auf der Suche nach einem Gartenhaus bist, dann hast du sicherlich schon im Hinterkopf, was mit dem Häuschen passieren soll oder wofür du es verwenden willst. Je nach der zugedachten Verwendung bieten sich verschiedene Bauformen und Materialien besonders an.

 

Verwendung als Aufbewahrungsort und Geräteschuppen

Ein Geräteschuppen beziehungsweise ein Gartenhäuschen, welches nur als Lagerort dienen soll, stellt zunächst keine großen Hürden dar, dennoch gibt es einige Punkte zu beachten. Du solltest zum Beispiel bei einem Geräteschuppen davon absehen, ein Modell aus Kunststoff zu verwenden, da schweres Gerät oder spitze und scharfe Metallgegenstände beim hantieren leicht die Wände beschädigen können und die Hütte so schnell in Mitleidenschaft gezogen wird. Kleine Metall-Gartenhäuser oder kleine Holzschuppen bieten sich als Unterbringung für Gartenmöbel, Gartengeräte und sonstige Gegenstände an. Hier kannst du auch besonders gut zu kleineren Fertigmodellen greifen. Die weniger robusten Kunststoffmodelle kannst du in Betracht ziehen, wenn die Hütte nur für Sitzauflagen und weniger schweres Gerät gedacht ist.

 

 

Verwendung als Gästehaus oder Rückzugsort

Wenn dein zukünftiges Gartenbauwerk etwas geräumiger werden und Gästen als Schlafunterkunft dienen soll, dann empfiehlt es sich zu einer Gartenlaube oder einer Blockhütte zu greifen. Diese Bauformen bestehen aus Holz und sind von der Baufläche geräumiger als ein Geräteschuppen. Eine Blockhütte zeichnet sich durch besondere Stabilität und eine lange Lebensdauer aus und trotzt Wind und Wetter. Des Weiteren kannst du eine Blockhütte auch mit Elektrik und Sanitärinstallationen ausstatten. Eine Gartenlaube besteht im Vergleich zu einer Blockhütte aus etwas weniger robusten  Profilbrettern. Diese Bauform gibt es in Ausführungen aus Steck- und Schraubsystemen, sowie als Fertigelementbau oder als Bausätze für den individuellen Eigenbau. Die Gartenlauben sind in den meisten Fällen günstiger als Blockhütten und können auch als Rückzugsort genutzt werden. Für die Nutzung als richtiges Gästehaus, lohnt sich eher der Blick in Richtung Blockhütten.

 

Verwendung für Grillpartys

Die ideale Location für eine Grillparty kann eine Terrasse oder ein Balkon sein, doch was tun, wenn das Wetter nicht mitspielt. Möchtest du gern zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter grillen können, dann ist eine Grill-Kota genau das, was du brauchst. Eine Kota ist ein Gartenhaus, welches direkt für das Grillen oder das Sitzen an einem lauschigen kleinen Feuer konzipiert ist. Der Aufbau einer Kota ist bei allen Modellen ziemlich gleich. Es handelt sich dabei in fast allen Fällen um ein achteckiges Holzhaus, welches in der Mitte einen Kaminabzug hat, um den Rauch deines Grills oder deines Feuers abzuleiten. Du kannst im Inneren der Hütte gemütlich rund um den Grill beziehungsweise der Feuerstelle sitzen.

Die Konstruktionsart

Aufbausystem mit Blockbohlen

Die Blockbohlen gehören seit langer Zeit zu den beliebtesten Gartenhäusern und das hat auch seine Gründe. Der Aufbau der Häuser aus Blockbohlen gestaltet sich ähnlich wie der Aufbau beim Stecksystem angenehm einfach. Die Holzbohlen sind  Holzstämme, die entweder rund oder vierkantig geformt sind und miteinander verbunden werden. Der Aufbau ist geringfügig aufwändiger als beim Stecksystem, da die Bohlen durch  ihr höheres Gewicht, schwerer zu handhaben sind. Ansonsten unterscheidet sich der Aufbau weder in der Komplexität noch im Zeitaufwand wesentlich vom Steck-/Schraubsystem. Warum es sich lohnen kann in diese massivere Bauart zu investieren soll später noch erläutert werden.

 

Aufbausystem mit Steck-/Schraubelementen

Gartenhäuser aus Steck- und Schraubelementen bestehen im Wesentlichen aus vorgesägten Profilbrettern oder vorgefertigten einzelnen Plastiksteckteilen. Diese Einzelteile werden beim Aufbau ineinander gesteckt und gegebenenfalls verschraubt. Das Steck- und Schraubsystem eignet sich für dich, wenn du deinen Arbeitsaufwand beim Aufbau möglichst gering halten möchtest aber trotzdem noch ein gewisses Maß an Flexibilität wünschst. Im Vergleich zum System mit den Fertigbauelementen kannst du bei der Bauform mit den Steck- und Schraubelementen deine Bauform noch geringfügig anpassen. In einigen Fällen sind die Gartenhäuser mit Steck- und Schraubsystem auch günstiger als die Häuser aus Fertigelementen.

 

Aufbausystem mit FertigbauelementenAufbausystem mit Fertigbauelementen

Der Aufbau eines Gartenhauses aus vorgefertigten Bauelementen ist besonders für dich geeignet, wenn du möglichst wenig Zeit und Mühe in dein neues Gartenhäuschen investieren willst. Im Sortiment gibt es zahlreiche Modelle, die in wenigen großen Elementen geliefert werden. Diese musst du dann nur nach den Angaben der Aufbauanleitung ineinander stecken und verschrauben. Der Aufbau kann innerhalb kürzester Zeit erledigt werden und erfordert kein gesteigertes handwerkliches Geschick. Dieses sogenannte Elementbau-System ist im Wesentlichen das Steck- und Schraubsystem angelehnt. Während das Steck-Schraub-System jedoch meist noch aus einzelnen vorgesägten Brettern besteht, sind beim Elementbau-System schon ganze Wände oder Wandteile vormontiert. Die vorgefertigten Bauteile sind durch ihre maschinelle Verarbeitung passgenau, daher ist der Aufbau selbst für den Laien ohne Probleme eine schnell vollendete Kleinigkeit. Die Gartenhäuser aus Fertigelementen gibt es in allen Formen und Größen. Je nachdem was du suchst, wirst du sicher auch eine Ausführung aus Fertigelementen für dich finden.

 

Aufbausystem: Eigenbau

Wenn du handwerklich begabt bist und zu der Sorte Mann oder Frau gehörst, die sich sagt: “Ich hole mir doch nicht so ein 08-15 Fertighaus”, dann gibt es für dich eventuell eine Art Bausatz für den individuellen Eigenbau. Für viele ist der Bau eines eigenen Gartenhauses ja nicht nur eine Zweckmäßigkeit, die erfüllt werden muss, sondern ein Projekt in dem auch die Selbstverwirklichung eine Rolle spielt. In diesem Fall, gibt es in Baumärkten, Garten-Fachgeschäften oder online allerhand Bausätze, die dir eine absolute freie Gestaltung in Form und Größe ermöglichen.

Das Material

Holz, Metall oder Kunststoff?

Gartenhäuser bestehen in aller Regel aus Holz. Das liegt ganz einfach daran, dass Holz als Baumaterial stabil, langlebig und wenn es aus nachhaltiger Forstwirtschaft kommt, umweltfreundlich ist. Außerdem lässt sich Holz in allen Formen und Größen verarbeiten. Es lässt sich schleifen, hobeln, verschrauben und auf die benötigte Größe zusägen. Da Holz als Baustoff allerdings auch Nachteile mit sich bringt, kannst du bei einigen Bauformen von Gartenhäuschen eventuell auch überlegen statt Holz auf ein Modell aus Holz oder Kunststoff zurückzugreifen. Das gilt natürlich für den Bereich von kleinen Hütten, die als Fahrradunterstand oder Werkzeugschuppen dienen. Die Gartenhäuschen aus Metall sind robust und wetterfest und haben eine lange Lebensdauer. Zudem sind die kleinen Fertighäuser in der Regel relativ preiswert zu erwerben. Die kleinen Hütten aus Kunststoff bestechen ebenfalls durch eine sehr preiswerte Anschaffung, und eine Beständigkeit gegen Wasser und UV-Licht. Zudem sind Kunststoffhäuser in den meisten Fällen im Fertigelement-Bauweise gefertigt und können so spielend einfach aufgebaut werden. Ein Wermutstropfen bei den Kunststoffhäusern ist lediglich die Stabilität. Durch die sehr leichte Bauweise sind die Häuser weniger langlebig und anfällig für extreme Belastungen durch starken Wind oder Schneelasten im Winter.

Das Fundament

Das FundamentEgal für welche Bauform, welche Größe oder welches Material du dich entscheidest, du musst bei größeren Gartenhäusern die Wahl treffen, ob du dein Gartenhaus mit einem festen Fundament versiehst oder die Gartenhütte direkt ohne Fundament im Garten aufstellst. Ein festes Fundament sorgt definitiv für eine höhere Lebensdauer deines Gartenhauses, da das Material vor Schäden durch Nässe und eventuelle Vegetation geschützt ist. Gerade bei Holzhäusern muss sichergestellt sein, dass ein ausreichender Schutz gegen Fäulnis besteht. Solltest du auf ein Fundament verzichten, dann solltest du bei Gartenhäusern aus Holz darauf achten, dass das Holz imprägniert und mit Wetterschutzlack vor schädigenden Einflüssen geschützt ist. Das Gießen einer festen Fundamentplatte sollte im Vorfeld gut überdacht werden, da dies nicht nur deine Kosten erhöht, sondern auch eine langfristige Entscheidung ist. Eine massive Bodenplatte kann, wenn sie erst einmal da ist, nicht ohne große Bemühungen und erneute Unkosten entfernt werden. Du solltest dir also sicher sein, dass deine Gartenhütte für lange Zeit am gleichen Standort stehen bleibt. Außerdem musst du dich erkundigen, ob du für ein Gartenhaus mit Fundament beim zuständigen Bauamt eine Baugenehmigung einholen musst, damit nach dem Bau nicht plötzlich unerwartete Schwierigkeiten auftreten.

Das Dach

Das Dach spielt bei einer Gartenhütte, genau wie auch bei einem richtigen Haus eine tragende Rolle. Es bestimmt nicht nur zum großen Teil die Optik deiner Hütte, sondern ist auch besonders der Witterung ausgesetzt und soll den Inhalt deines neuen Gartenbauwerks schützen. Der Klassiker unter den Dächern ist das Satteldach, aber auch andere Arten wie das Flachdach können ihre Verwendung finden.

Das Flachdach ist für dich geeignet, wenn du eine schlichte aber klare Optik bevorzugst und eine geringe Höhe deiner Gartenhütte anstrebst. Wenn du keine hohen Gegenstände in der Hütte unterbringen willst und den Platz in der Höhe nicht benötigst, könnte das Flachdach also die ideale Wahl sein. Bei einem Flachdach ist es allerdings umso wichtiger für eine glatte Fläche ohne Unebenheiten zu sorgen, damit sich bei starken Regenfällen kein Wasser auf dem Dach ansammelt. Ohne eine korrekte Entwässerung, kann Stauwasser dein Dach beschädigen und sich über die Jahre den Weg durch das schützende Dach suchen.

Wenn du sperrige Gegenstände verstauen willst wie beispielsweise einen Sonnenschirm oder die simple gerade Form des Flachdachs nicht ansprechend findest, dann kannst du mit einem Satteldach unter Umständen glücklicher werden. Falls du mit dem Begriff Satteldach nichts anfangen kannst, das ist die klassische Bauform, der du in Deutschland überall begegnen kannst. Sie besteht aus zwei Flächen, die gegenüberliegend aneinander geneigt sind. Der Neigungswinkel ist dabei variabel, je nach Grundfläche des Hauses. Ein großer Vorteil des Satteldachs ist der, dass sich kein Regen ansammeln kann und auch Schneemassen über die schrägen Flächen abrutschen können.

Das DachDie Dachform ist das Eine, das Andere ist die Eindeckung des Daches. Hier gibt es ein paar Möglichkeiten, die sich in der Haltbarkeit, den Anschaffungskosten und der Verarbeitung unterscheiden. Die günstigste Methode um dein Dach einzudecken ist Dachpappe. Diese gibt es in unterschiedlichen Farben und Bahnenbreiten und sie kann innerhalb kurzer Zeit auf dem Dach mit Pappnägeln oder ähnlichem angebracht werden. Etwas robuster und langlebiger sind sogenannte Bitumenschindeln. Diese einzelnen Schindeln werden im Versatz und ähnlich wie Dachziegel auf dem Dach montiert und können ebenfalls vernagelt werden. Die mit Abstand teuerste Variante dein Dach einzudecken ist natürlich mit richtigen Dachziegeln. Gebrannte Dachziegel überstehen Jahrzehnte und sind gegen jede Art von Witterung gewappnet. Dein Dach komplett mit Dachziegeln einzudecken ist wesentlich teurer und zeitintensiver und erfordert handwerkliches Geschick. Für ein größeres Gartenhaus, welches Gästen als Unterkunft dienen soll, kann sich eine solche Investition aber durchaus lohnen.



Bildquellen:

  • Bigstock/ archidea
  • Bigstock/ Tempus_Fugit
  • Bigstock/ 1markim
  • Bigstock/ Stu99
  • Bigstock/ SusaZoom

 


Diesen Ratgeber für die eigenen vier Wände im Garten hat Sven für dich verfasst.