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Ratgeber Glasbruchmelder

Wissenswertes über Glasbruchmelder
Glasbruchmelder gehören zu der Kategorie der Außenhautüberwachung. Damit ist gemeint, dass die äußere Hülle, also die Türen und Fenster eines Gebäudes überwacht werden. Das ist deswegen so wichtig, weil in der Regel gerade dort der Schwachpunkt eines Bauwerkes liegt.

Akustische Glasbruchmelder
Diese Variante der Glasbruchmelder verfügt über ein eingebautes Mikrofon, das auf charakteristische Frequenzen wie beispielsweise bei einem Bruch des Fensters reagiert. Dabei werden meist tiefe Frequenzen ausgewertet, die beim Einschlagen entstehen, und die darauf folgenden hohen Frequenzen, die dann beim Splittern des Glases auftreten. Je nach Qualität des Melders wird zusätzlich die Luftdruckänderung mittels Infrarotschallwellen registriert. Um ein Auslösen beim Brechen von Trinkflaschen oder Trinkgläsern zu verhindern, ist die Mindestscheibengröße, die zur Auslösung nötig ist, bei diesen Geräten auf 30 x 30cm festgelegt. Bei dieser Variante sitzt das überwachende Gerät nicht an der Scheibe direkt, sondern wird über einen Stromanschluss in einem Raum befestigt, der dann alle Fenster im Raum mit einem maximalen Abstand von 10 Metern überwacht.

Passive Glasbruchmelder
Passive Glasbruchmelder sind gegenüber den akustischen Meldern direkt an der Scheibe angebracht. Dabei werden Glasbruchschwingungen überwacht, die im Bereich von cirka 100 kHz liegen. Diese treten sowohl beim zerbrechen als auch beim zerschneiden von Glas auf. Andere Varianten wie beispielsweise das Klopfen am Fenster lösen keine Schwingungen in diesem Bereich aus. Der Überwachungsradius beträgt nur 1 bis 2 Meter und ist somit deutlich geringer als bei anderen Varianten. Darüber hinaus ist es bei großen Scheiben nötig mehr als einen Melder zu verwenden. Für die Energieversorgung sorgt in der Regel eine externe Stromquelle.

Aktive Glasbruchmelder
Bei aktiven Glasbruchmeldern handelt es sich um ein System, das mit einem Sender und einem Empfänger arbeitet. Dabei werden diese nebeneinander an der Scheibe befestigt, wobei heutige Geräte bereits beide in einem Gehäuse integriert haben. Über das Glas besteht eine ständige Verbindung zwischen beiden. Wird die Scheibe eingedrückt und oder beschädigt, so ändert sich das Übertragungsmedium, also das Glas, zwischen den Beiden. Darauf reagiert der Melder sofort. Auch dieses Gerät muss an eine externe Stromversorgung angeschlossen werden. Diese Variante ist jedoch beim zerschneiden der Scheibe wirkungslos.

Glasbruchmelder und Einbruchmeldezentralen
Je nach Variante kann ein Glasbruchmelder über einen eigenen akustischen Signalgeber verfügen oder wird mit einer Einbruchmeldezentrale verbunden. Bei der Verwendung einer Meldeanlage werden meist Kombinationen der einzelnen Glasbruchmeldervarianten in Verbindung mit Videoüberwachung und Präsenz- beziehungsweise Bewegungsmeldern eingesetzt.