Nach oben
zurücksetzen
Sortiert nach: Beliebtheit

 

Anzeige je Seite:


    Ratgeber Haarpflegeprodukte

    Mit der richtigen Haarpflege kann jedes Haar toll aussehen und “Bad Hair Days” gehören der Vergangenheit an. Gepflegte und gesunde Haare tragen viel zu deinem Gesamterscheinungsbild bei. Die Palette der Pflegeprodukte reicht von Shampoos über Conditioner bis hin zu Styling-Produkten. Du solltest sie auf jeden Fall an den Typ und die Struktur deiner Haare anpassen. Achte beim Kauf aber weniger auf die Versprechen der Hersteller, sondern mehr auf die Inhaltsstoffe. Welche dein Haar am besten strahlen lassen, kannst du vor allem durch Ausprobieren herausfinden. Ein paar Tipps helfen dir aber, die optimale Pflege für deine Haare zu finden.    

     

    Die unterschiedlichen Haartypen

    Um die richtigen Haarpflegeprodukte zu finden musst du dein Haar kennen und deinen Haartyp bestimmen. Entscheidend dabei ist, ob es eher trocken ist oder schnell fettig aussieht, ob du dickes oder eher dünnes Haar hast und wie glatt oder wie lockig es ist.

    Haartyp Mögliche Ursache Richtige Pflege
    Fettig
    • Talgdrüsenüberfunktion in der Kopfhaut
    • Hormonschwankungen
    • Genetische Veranlagung
    Benutze entfettende Shampoos oder milde Feuchtigkeitsshampoos. Vermeide die Anregung der Talgproduktion: kein starkes Massieren der Kopfhaut, keine starke Hitze durch heißes Wasser oder heiße Föhnluft. Verzichte auf Stylingprodukte, die das Haar zusätzlich schwer erscheinen lassen.
    Trocken
    • Talgdrüsen in der Kopfhaut produzieren nur wenig Fett
    • Genetische Veranlagung
    • Coloration
    • Tenside in Haarpflegeprodukten
    Benutze feuchtigkeitsspendende Shampoos mit Protein- und Fettsubstanzen. Rege die Talgproduktion durch Kopfmassagen an und vermeide zu heißes Wasser und heiße Föhnluft. Drücke die Haare nach der Haarwäsche nur leicht aus, rubbel sie aber nicht stark ab.

    Haarwäsche mit Shampoo

    Haarwäsche mit ShampooShampoo gehört für viele zu der täglichen Haarpflege dazu und reiht sich damit in die meist benutzten Haarpflegeprodukten ein. Es reinigt die Kopfhaut und sorgt dafür, dass das Haar nicht mehr fettig erscheint. Für zu Schuppen neigende Kopfhaut gibt es genauso spezielle Shampoos, wie für schnell fettendes oder coloriertes Haar. Wichtig für die Haarwäsche mit Shampoo ist, dass viel Shampoo die Haare nicht sauberer macht. Es kommt vielmehr darauf an, die Kopfhaut zu shampoonieren, um diese zu reinigen. Das Shampoo solltest du dabei nicht in die Längen geben, da diese schnell austrocknen.

    Wenn du trockene Haare hast und ein Shampoo für trockenes Haar benutzt, ist es nicht automatisch das optimale Produkt für deine Haare. Achte hier vor allem auf die Inhaltsstoffe, denn oft sind selbst in Shampoos für trockene Haare viele Substanzen enthalten, die austrocknend wirken. Zu diesen Inhaltsstoffen zählen vor allem Alkohol, Silikone sowie Sulfate. Das Shampoo sollte nur wenig oder gar kein Alkohol enthalten. Auch die Art des Alkohols ist entscheidend, denn es gibt besseren und schlechteren. Eine Liste der guten und schlechten Alkoholsorten findest du im Ratgebertext zur Gesichtspflege.

    Viele Haare leiden unter einer Überpflegung, was zum Beispiel auch zu trockenen Haaren führen kann. Du solltest deine Haare wenn möglich nicht jeden Tag waschen. Die Haare müssen sich allerdings an ein weniger häufiges Waschen erst gewöhnen. Gib ihnen also etwas Zeit für die Umstellung.

     

    Achte auf silikonfreies Shampoo ohne Sulfate

    Viele Hersteller verzichten inzwischen auf Silikone als Inhaltsstoffe und deklarieren ihre Produkte entsprechend. Dennoch gibt es noch viele Shampoos und andere Haarpflegeprodukte, die Silikon enthalten. Dieser wird vor allem eingesetzt, um den Haaren Glanz zu verleihen. Das Silikon legt sich wie eine Schicht um jedes einzelne Haar und reflektiert das Licht. Das Ergebnis sieht zwar schön aus, es können aber keine Pflegestoffe mehr in das Haar eindringen. Durch die regelmäßige Anwendung von silikonhaltigen Produkten können sich zudem Rückstände im Haar ansammeln, die das Haar schwer und unschön erscheinen lassen. Ein weiterer Grund für den Verzicht von Silikonen ist der Umweltschutz. Die chemisch hergestellten Silikonöle können nur schwer abgebaut werden. Wenn du von silikonhaltigem auf silikonfreies Shampoo umsteigst, wirst du erst nach etwa zwei Wochen einen Unterschied feststellen können. So lange dauert es, bis die Silikone vollständig aus deinem Haar ausgewaschen sind.

     

    Sulfate in Haarpflegeprodukten tun vor allem eins: stark entfetten und austrocknen. Sie bilden eine Untergruppe der Tenside und sind Salze der Schwefelsäure. Für Haare die ohnehin zu Trockenheit neigen sind sie zur Pflege absolut nicht geeignet. Ich empfehle dir, Shampoos ohne Sulfate zu kaufen. Sind deine Haare aber stark fettend und du kannst nicht darauf verzichten, kannst du das Shampoo vor der Anwendung mit etwas Wasser verdünnen. Entscheidest du dich ganz für ein Shampoo ohne Sulfate, achte aber darauf, dass sie nicht einfach durch andere chemische Substanzen ersetzt wurden. Leider ist dies häufig der Fall und statt Sulfaten sind dann PEGs, also Polyethylenglykole, enthalten. Diese werden als gesundheitlich bedenklich eingestuft, da sie die natürliche Barrierefunktion der Haut vermindern. Die Haut wird damit durchlässiger für Schadstoffe.

     

    In Kosmetik enthaltene Sulfate Eigenschaften
    Ammonium Lauryl Sulfate (ALS)
    • scharfes Tensid mit stark allergener Wirkung
    • verursacht häufig Kopfhautirritationen

    Sodium Lauryl Sulfate

    (SLS)

    • scharfes Tensid, das stark irritierend wirkt
    • gilt häufig als Allergieauslöser
    Sodium Laureth Sulfate (SLeS)
    • etwas weniger reizend als SLS
    • trocknet Haut und Haar sehr stark aus
    Sodium Myreth Sulfate
    • etwas milder, als SLS und SLeS
    • kann dennoch reizend wirken.
    Sodium Coco Sulfat
    • wird aus Fettsäuren des Kokosfetts gewonnen
    • nicht synthetisch und daher in Naturkosmetik erlaubt
    • mildere Wirkung im Vergleich zu ALS und SLS umstritten

     

    Föhnluft strapaziert das Haar

    Heiße Föhnluft kann deinen Haaren schaden und sie vor allem austrocknen. In einigen Situationen ist das Trocknen der Haare mit dem Föhn unumgänglich. Dann solltest du jedoch folgendes beachten:

    • schalte den Föhn maximal auf lauwarme Luft
    • föhne die Haare nur in sehr nassem Zustand, denn Nässe wirkt wie ein Schutz
    • stoppe den Föhnvorgang, sobald die Haare nahezu trocken sind

     

     

    Die Haare richtig bürsten

    Um kleine Knoten aus den Haaren zu entfernen und für ein ebenmäßiges Haarbild zu sorgen, benutzen viele Frauen und Männer täglich die Bürste. Es gibt sie zum einen mit Holz-, Kunststoff- oder Drahtborsten und zum anderen mit Wildschweinborsten. Letztere glätten die Schuppenschicht der Haare und verleihen ihnen bei ausdauerndem Bürsten einen natürlichen Glanz. Preislich sind die Naturhaarbürsten allerdings deutlich teurer. Drahtborsten hingegen können die Haarstruktur schädigen und Spliss verursachen.

    Für lockige Haare empfehle ich dir, ganz auf Bürsten zu verzichten. Allenfalls kannst du die Haare im nassen Zustand mit einem grobzinkigen Kamm oder deinen Fingern ordnen.

    Beim Bürsten oder Kämmen von langem Haar, beginnst du immer mit den Haarspitzen, bevor du es von der Kopfhaut bis in die Längen durchkämmst.

    Haarpflege mit Conditioner

    Zur weiteren Pflege deiner Haare empfehle ich dir Haarspülungen. Diese werden nach der normalen Wäsche ins Haar einmassiert. Nach einer kurzen Einwirkungszeit wird der Conditioner gut ausgespült. Die pflegenden Inhaltsstoffe spenden dem Haar Feuchtigkeit und machen es geschmeidig. Nach der Anwendung einer Haarspülung lässt sich das Haar deutlich leichter kämmen.

    Der Unterschied zu einer Haarkur besteht darin, dass der Conditioner täglich verwendbar ist und nur eine geringe Einwirkungszeit von etwa fünf Minuten hat. Eine Haarkur hat eine stärkere Pflegewirkung bei einer längeren Einwirkungszeit von bis zu 30 Minuten. Eine Haarkur solltest du nur einmal in der Woche anwenden.

    Die “No poo” Methode

    Die Noo poo MethodeDie “No poo” Methode wird immer populärer und bedeutet nichts anderes, als den Verzicht auf Shampoos. Hintergrund sind die enthaltenen Sulfate, die viele Haare extrem austrocknen. Vor allem Lockenköpfe haben oft mit trockenem Haar zu kämpfen. Sulfathaltige Shampoos begünstigen das und lassen die Locken kraus wirken. Das Frisieren der Haarpracht wird dadurch deutlich erschwert.

    Statt Shampoo wird bei der “No poo” Methode nur Conditioner zum Waschen der Haare verwendet. Der macht die Haare genauso sauber und fettfrei wie Shampoo, aber ohne dabei Feuchtigkeit zu entziehen. Natürlich solltest du auch beim Kauf des Conditioners auf die Inhaltsstoffe achten. Auch dieser sollte keine Silikone und keine Sulfate enthalten sowie möglichst wenig Alkohol.

    Bei der Anwendung des Conditioners massiere diesen mit den Fingern in deine Kopfhaut ein, um sie von Dreck und Schuppen zu befreien. Die Häufigkeit der Haarwäsche mit einer Spülung hängt von der Trockenheit deiner Kopfhaut ab. Du kannst sie täglich oder auch nur ein- oder zweimal die Woche anwenden.

    Entscheidest du dich als Lockenkopf für die “No poo” Methode, entwirre deine Haare nach dem Einmassieren des Conditioners mit einem grobzinkigen Kamm oder den Fingern und kämme sie anschließend nicht mehr. Zum Ausspülen verwende kühles oder kaltes Wasser. Das verhindert unnötigen Frizz deiner Haare, also unkontrolliertes Abstehen und Kräuseln einzelner Haare. Auch gewöhnliche Frottee-Handtücher lassen einzelne Haare schnell abstehen. Zum Ausdrücken von Nässe aus den Haaren empfehle ich dir daher Mikrofaser-Tücher oder ein T-Shirt. Am besten lässt du die Haare dann lufttrocknen.

    Gib deinen Haaren Zeit, sich an das fehlende Shampoo zu gewöhnen. Bis sich dein Haar an die veränderte Pflege gewöhnt hat, dauert es etwa zwei bis vier Wochen.

    Haarfärbeprodukte

    HaarfärbeprodukteZur Coloration deiner Haare kannst du eine Haartönung oder eine Haarfärbung vornehmen. Die Tönung ist schonender, verliert nach ein paar Haarwäschen aber auch an Farbintensität. Eine Haarfärbung dringt tiefer in die Haarstruktur ein und verliert daher nicht an Farbwirkung. Sie lässt sich nur durch Herauswachsen wieder entfernen. Generell kannst du deine Haare nur in einer dunkleren Farbe als deine Naturhaarfarbe färben. Für einen helleren Farbton werden die Haare meist durch enthaltenes Wasserstoffperoxid ausgeblichen.

    Um die Haare durch eine Coloration nicht zu sehr zu strapazieren, kannst du auch auf pflanzliche Haarfärbeprodukte zurückgreifen. Ein beliebtes Mittel zur natürlichen Färbung ist Henna. Dieses färbt deine Haare rötlich. Henna wird in Pulverform angeboten, aus dem du dir für eine Coloration der Haare eine Paste herstellen musst. Die Farbwirkung ist nur gering, wird aber mit jeder Anwendung stärker.

    Haarstyling

    Mit Haarstyling Produkten bringst du deine Frisur in Form. Je nach Art deiner gewünschten Frisur eignen sich andere Styling-Produkte. Die Tabelle bietet dir eine Übersicht über die wichtigsten Eigenschaften:

    Styling-Produkt Eigenschaften
    Schaumfestiger Sorgt für einen guten Halt der Frisur sowie mehr Fülle und Volumen.
    Haargel Eignet sich zum Formen oder Stylen einzelner Haarsträhnen oder für einen Wet-Look.
    Haarwachs Sorgt für einen nahezu unsichtbaren, aber geringen Halt der Frisur, ohne die natürliche Struktur der Haare zu beeinflussen. Besitzt einen geringeren Wasseranteil, als Haargel und härtet nicht aus.
    Pomade Verleiht dem Haar Glanz und lässt es voller wirken. Gekräuseltes Haar lässt sich gut mit Pomade glätten. Sollte nur sparsam verwendet werden, damit Haare nicht fettig wirken.
    Haarspray Sorgt für einen starken Halt der Frisur.
    Anti-Frizz Vermeidet unkontrolliertes Abstehen oder Kräuseln der Haare.

     

     

    Bildquellen:

    • Bigstock/ lithian
    • Bigstock/ B-D-S
    • Bigstock/ Tupungato
    • Bigstock/ Dejan Radic
    • Bigstock/ Subbotina Anna

     


    Damit du die optimale Pflege für deine Haare findest und umwerfend aussiehst, hat Merle dir diesen Ratgeber über Haarpflegeprodukte verfasst.