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Ratgeber Halogenlampen

Wissenswertes über Halogenlampen
Halogenlampen gehören zu den Leuchtmitteln und sind eine Sonderform der Glühlampe. Durch die Befüllung des Glaskolbens mit den Gasen Iod oder Brom, lässt sich die Lebensdauer auf bis zu 4.000 Stunden erhöhen. Dabei erreicht der Glühdraht in der Halogenlampe eine Betriebstemperatur von rund 3.000 Kelvin. Die Lichtausbeute liegt bei cirka 25 Lumen pro Watt, was gut zwei Drittel mehr als bei einer regulären Glühlampe ist und nur rund einem Drittel von einer Energiesparlampen entspricht.

Funktionsweise von Halogenlampen
Bei der Halogenlampe reagiert das Gas im inneren des Glaskolbens mit Wolframatomen, die beim Glühen des Drahtes verdampfen. Dadurch entsteht eine stabile Gashülle, die sehr viele Wolframatome enthält. Beim Abkühlen sammeln sich die Wolframatome wieder am Glühdraht, weshalb es sich hierbei, um einen reversiblen Prozess handelt. Trotz des kompakten Glaskolbens einer Halogenlampe schlagen sich keine Schwärzungen am Kolben nieder. Dies liegt an dem Halogenzusatz bei Halogenlampen, der auch bei hohen Temperaturen, die bei über 250°C liegen, den Niederschlag von Wolfram am Glas verhindern. Die geringen Abmessungen der Glaskolben ermöglichen zusätzlich einen höheren Betriebsdruck, was dazu führt, dass der Glühdraht nicht so leicht verglüht. So kann außerdem die Lebensdauer gesteigert werden.

Nachteile von Halogenlampen
Halogenlampen sind sehr empfindlich gegen lokale Temperaturerhöhungen. So werden beispielsweise Fingerabdrücke auf dem Glaskolben bei hohen Temperaturen verdampft, was jedoch an den entsprechenden Stellen zu Temperaturerhöhungen führt und somit zu einer möglichen Schwachstelle. Außerdem können in den betroffenen Bereichen Kristalle zurückbleiben, die zu einer Schädigung des Glases führen könnten. Diese Schwachstellen führen in der Regel zu einer verringerten Betriebsdauer. Dem kann jedoch entgegen gewirkt werden, indem Halogenlampen mit sauberen Handschuhen eingesetzt oder zumindest nach dem Einsetzen abgewischt werden.

Vorteil von Halogenlampen
Die sehr kleine Bauform der Glaskolben kann die Abgabe der Wärme an die Umgebungsluft deutlich reduzieren. So erhöht sich die Lebensdauer deutlich. Außerdem ist die Halogenlampe effizienter als eine Glühlampe. Gegenüber dieser können cirka 30% Energie gespart werden und ersetzen damit seit 2009 und Inkrafttreten der EU Energiesparlampenrichtlinie zum Teil die klassische Glühlampe. Vorteil gegenüber den angepriesenen Energiesparlampen ist die deutlich kürze Einschaltzeit und die Möglichkeit die Halogenlampen einfach über den Hausmüll zu entsorgen, anstatt diese dem Sondermüll zuführen zu müssen.

Einsatzgebiete von Halogenlampen
Halogenlampen finden oftmals in leistungsstarken Strahlern im Außenbereich Anwendung. Außerdem statten viele Autohersteller ihre Fahrzeuge mit Halogenscheinwerfenr aus. So werden diese nicht mehr nur in Front-Scheinwerfern verwendet, sondern auch immer häufiger in Zweifadenlampen, wie sie beispielsweise in Rücklichtern beziehungsweise in Bremslichtern zu finden sind. Hierbei wird der eine Draht, mit der geringeren Leistung, für das normale Fahrlicht benutzt, während der leistungsstärkere Draht als Bremslicht fungiert.