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Ratgeber Herren Stiefel

Vom Arbeiterschuh zum Stilobjekt

Ursprünglich hatten Herren Stiefel wenig stilvolles an sich: Als Arbeiterschuhe im 19. Jahrhundert konzipiert, mussten Schuhe damals besonders strapazierfähig und möglichst langlebig sein. Um das Eindringen von Schmutz zu verhindern, war ein hoher Schaft gefragt, der über dem Knöchel abschließt. Auf diese Weise entstanden die ersten Stiefel. Mitte des 19. Jahrhunderts führte das preußische Militär Stiefel für alle Soldaten ein. Zur gleichen Zeit fanden Stiefel in Nordamerika ihre Berufung. Dort boten die Westernstiefel mit ihren ausgeprägten Absätzen Cowboys besseren Halt in den Steigbügeln des Sattels. Doch wie sich auch die Jeans von der Goldgräberhose zum allgegenwärtigen Stilobjekt gemausert hat, haben auch Stiefel ihren Weg in moderne Modelinien gefunden.

An der ursprünglichen Stiefelform hat sich bis heute nicht viel verändert: Ein hoher Schaft, möglicherweise ein Absatz, braunes oder schwarzes Leder sowie ein feiner Vintage-Touch gehören zu den Markenzeichen vieler Stiefel. Heute wie damals werden noch die meisten Stiefel aus Leder hergestellt. Das widerstandsfähige Obermaterial sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch atmungsaktiv und leicht zu reinigen. Sollte der Schuh zu Anfang noch ein wenig drücken, weitet sich das Leder unter Umständen noch beim Tragen. Zudem ist Leder ein sehr langlebiges Material, weshalb es auch zu Zeiten von Arbeitsstiefeln Verwendung fand. Wegen ihrer Kombination aus Eleganz und Tragekomfort eignen sich viele der leichteren Modelle als Business-, Alltags- und Ausgehschuh gleichzeitig. Selbst während der Sommerzeit, wenn andere in Sandalen und Flip Flops herumlaufen, gibt es viele Männer, die nicht auf ihre heiß geliebten Stiefel verzichten wollen. In die meisten Modelle kannst du einfach „hineinschlüpfen“ und anschließend mit Schnürsenkeln festziehen. Bei höheren Schuhen findest du auch oft einen Reißverschluss zur Erleichterung des Anziehens.

Diese Stiefelvarianten gibt es

Bei den vielen unterschiedlichen Designformen dürfte die Orientierung schnell schwer fallen. Deshalb gebe ich dir hier einen kurzen Überblick über die einzelnen Stilistiken:

 

Stiefeletten

Stiefeletten, auch als Kurzstiefel bekannt, zeichnen sich durch einen niedrigeren Schaft als andere Stiefelmodelle aus. Dieser fällt in der Regel nicht höher als 15 cm aus. Ist bei Damen-Stiefeletten meist ein hoher Absatz vorhanden, fällt dieser bei dem Männer-Pendant nicht hoch aus beziehungsweise ist er erst gar nicht vorhanden. Die Stiefeletten eignen sich für praktisch jede Jahreszeit und können besonders im Sommer, wenn hohe Stiefel zu warm sind, ihre Stärken ausspielen. Außerdem vermitteln sie in vielen Fällen einen „alltagstauglicheren“ Look als Biker- und Gummistiefel. Daher fallen sie auch beim Business-Meeting nicht negativ auf. Besonders wenn dir Stiefel mit hohem Schaft zu warm sind oder nicht zu deiner Hose passen, bietet sich die Stiefelette an. 

 

Cowboy-BootsBiker  und Cowboy Boots

Damit dir Biker Boots gefallen musst du weder ein Rockstar, noch Mitglied im Motorradclub sein. Mit den passenden Biker Boots rundest du viele Looks gekonnt ab und verleihst scheinbar langweiligen Outfits Leben. Ursprünglich als Arbeitsschuhe für Cowboys gedacht, kamen sie dank der Westernfilme des frühen 20. Jahrhunderts um 1920 in der Alltagsmode an. Klassische Biker- oder Cowboystiefeletten haben eine Schafthöhe zwischen 20 und 30 cm, was ihr typisches Erscheinungsbild auch so auszeichnet. Daneben gibt es aber auch Varianten, die einen niedrigeren Schaft haben und sich dem Design von Stiefeletten annähern.

 

 

 

Gummistiefel

Dass Gummistiefel nicht nur für Kinder sind, liegt auf der Hand. Auch wenn du im Urlaub an einer Wattwandung teilnimmst, beruflich oft bis zu den Knöcheln im Wasser stehst oder einfach bei Regenwetter gerne unterwegs bist, sind Gummistiefel die richtige Wahl. Im Gegensatz zu anderen Stiefeln wird kein Leder, sondern PVC bei der Gummistiefel-Produktion verwendet. Durch den Kunststoff sind die Stiefel wasserundurchlässig und gleichzeitig flexibel. Ein hoher Schaft ist hier Pflicht, da schließlich kein Wasser in das Schuhinnere gelangen darf. Während Damen Gummistiefel Platz für kreative Gestaltungen und Outfit-Kombinationen bieten, stehen bei Herren-Varianten eher die funktionalen Qualitäten und trockene Füße im Vordergrund.

 

Winterstiefel

Bei kaltem Wetter sind dünne Stiefel natürlich unangebracht. Deshalb solltest du beim Kauf von Stiefeln für die dunkle Jahreszeit darauf achten, dass sie über Innenfutter verfügen, damit deine Füße nicht kalt werden. Bei Winterstiefeln kommt es vor allem auf das Profil der Laufsohle an. Sind andere Stiefel eher mit einem glatten Profil ausgestattet, bieten Winterstiefel eine weitaus griffigere Außensohle. Dies ist besonders wichtig, damit dir Rutschpartien in Schneelandschaften erspart bleiben. Das Design fällt bei Winterstiefeln meist schlicht aus.

 

 

Bildquellen:

  • Bigstock/ cmillc22
  • Bigstock/ indigolotos
  • Bigstock/ alexxl
  • Bigstock/ Curraheeshutter

 


Rund um Stiefel hat sich Tobi für dich schlau gemacht. Ich hoffe, dass dir die Texte gefallen haben und die darin enthaltenen Informationen beim Stiefelkauf helfen.