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Ratgeber Hochzeit

Für einige steht schon seit der Kindheit fest, dass sie später einmal heiraten werden. Andere fragen sich, ob es für die Liebe wirklich eine amtliche Bestätigung braucht. Aber was heißt da schon brauchen? Zum gemeinsamen Glücklichsein braucht es sicher keine Hochzeit. Doch gibt es etwas schöneres, als mit all deinen Freunden die Liebe zu feiern? Sich dabei gemeinsam mit dem “Ja” zueinander zu bekennen ist ein einzigartig schönes Gefühl. Für die große Feier gibt es dann viel vorzubereiten. Und das gilt für die klein gehaltene Hochzeit mit Picknick im Freien genauso wie für die große Prunkhochzeit. Nicht nur das Brautkleid und der Anzug für den Bräutigam wollen gekauft werden, die Trauringe müssen ausgesucht, die Streukörbchen besorgt und eine Location gefunden werden. Letztere stellt dabei oft die größte Herausforderung dar. Denn die Location soll ganz besondere sein, romantisch, aber nicht kitschig und Platz für alle Gäste soll sie auch bieten. Mit der Hochzeitsdekoration wird schließlich die einmalige Atmosphäre geschaffen.

Hochzeit oder Heirat - woher kommen die Bezeichnungen eigentlich?

Die Ehe lässt sich bis in das Römische Reich zurückverfolgen, wurde damals jedoch als private Zeremonie gefeiert, die keine staatlichen oder religiösen Hintergründe hatte und damit ohne schriftlichen Vertrag auch nicht rechtsverbindlich war. Das Wort Ehe ist auf das mittelhochdeutsche ewe oder ewa zurückzuführen, was soviel wie Gesetzt bedeutet und Hinweise auf die rechtlich wirksame Bindung liefert. Eine ganz andere Bedeutung hat das Wort Heirat. Es ist auf das germanische Wort hiwan zurückzuführen, was Haus, Hausstand oder Hausgemeinschaft bedeutet. Die Bezeichnung Hochzeit hatte ursprünglich gar nichts mit der Heirat zu tun. Im Mittelalter wurde jedes hohe Fest - also jede hohe Zeit - als Hochzeit bezeichnet. Die kirchlichen Feste Weihnachten, Ostern, Pfingsten und die Allerheiligen galten dabei als die wichtigsten “Hochzeiten”. Im Laufe der Zeit reduzierte sich die Bedeutung auf die Eheschließung. Der Ursprung des Wortes weist dabei immer noch auf das Feiern anlässlich der Heirat hin.

Die Trauringe

Das Brautpaar steht bei der Hochzeit natürlich im Mittelpunkt. Alle Augen sind auf euch beide gerichtet und dass du dabei gut aussehen willst, ist doch klar. Da muss die Kleidung stimmen, die Frisur muss sitzen und die richtigen Accessoires das Gesamtbild abrunden. Nicht zu vergessen die Trauringe, die wohl zum wichtigsten Teil der Zeremonie gehören.

Die Ringe symbolisieren die Ewigkeit und beinhalten damit das Versprechen: Mit dir an meiner Seite möchte ich alt werden. Das Anstecken der Trauringe gilt neben dem “Ja” sagen als Höhepunkt der Hochzeit. Darüber hinaus sollen die Ringe dann das Leben lang getragen werden. Sie müssen also auch noch Jahre später gefallen und beim Anblick an den schönen Moment im eigenen Leben erinnern. Die wichtigsten Aspekte, über die du dir vor dem Ringkauf Gedanken machen solltest, sind:

  • Welches Material sollen die Ringe haben?
  • Welchen Stil sollen die Ringe haben?
  • Welche Ringgröße wird benötigt?

 

Das Material

Material Eigenschaften
Gelbgold Der klassische Trauring ist gelbgold. Gold ist eines der bekanntesten Edelmetalle. Da es in seiner reinen Form zu weich ist, um es zu Schmuck zu verarbeiten, wird es mit härteren Metallen legiert. Gelbgold ist eine Legierung aus Feingold, Silber und Kupfer. Gelbgold passt besonders gut zu dunkleren Hauttypen.
Rotgold Rotgold hat eine besonders warme Farbe. Die Legierung besteht aus Feingold, Silber und einem hohen Anteil an Kupfer. Rotgold gilt als besonders modern und elegant.  
Weißgold Wird Gold mit Palladium legiert, entsteht Weißgold. Der schöne weiße Glanz wirkt modern und wird gerne von Menschen mit hellerem Haut- und Haartyp gewählt.
Silber Trauringe aus Silber sind eher selten. Silberlegierungen sind eher weich und das Material läuft mit der Zeit blauschwarz an. Dadurch ist eine regelmäßige Reinigung notwendig. Dennoch ist Silber eine kostengünstigere Variante mit einer schönen Optik. Durch sein hohes Reflexionsvermögen strahlt es besonders hell.
Platin Platinringe haben die besten Eigenschaften für Eheringe, die lange halten sollen. Platin ist äußerst massiv und wiederstandfähig. Das reinste aller Edelmetalle läuft auch nach Jahren nicht an und bleibt stets so schön wie am Tag der Hochzeit. Seine hypoallergene Eigenschaft macht es für Allergiker zu der besten Wahl. Unter den silberfarbenen Edelmetallen besitzt Platin den schönsten Weißglanz. Durch seine Rarität ist es aber auch das teuerste Edelmetall.

 

Der Stil

Der Trauring sollte mehr noch als jedes andere Accessoire zu deinem eigenen Stil passen, denn ihn wirst du jeden Tag tragen. Du solltest dir also überlegen, ob du eher der sportliche, der moderne, der elegante oder der traditionelle Typ bist. Darauf sollte dann das individuelle Design des Rings abgestimmt werden. Bei der Gestaltung deines einzigartigen Traurings gibt es schließlich mehrere Entscheidungen zu treffen:

Das Profil des Rings kann auf verschiedenste Arten geschliffen werden. Mit dem Profil ist die Schnittfläche gemeint. Hier hast du die Wahl zwischen einem eckigen, einem runden, einem ovalen oder einem gewölbten Profil in jeweils unterschiedlichen Ausführungen.

 

Auch die Höhe und die Breite des Rings kannst du individuell wählen. Magst du es lieber filigraner oder auffällig?

Immer mehr Anklang finden inzwischen auch Mehrfarbige Ringe. Die zwei unterschiedlichen Farben können dabei vertikal, horizontal, gradlinig oder wellenförmig angeordnet werden. Eine weitere Möglichkeit ist, den Innenring in einer anderen Farbe zu wählen, als den Außenring.

Ein kleiner Brillant im Damenring ist eine beliebte Verzierung für Trauringe. Hierbei kann es sich um einen einzelnen Stein oder eine Reihe mehrere Steine handeln. Der Brillant kann direkt in den Ring eingerieben werden, wodurch keine Fassung nötig ist oder in einer Spannfassung den Ring scheinbar zusammenhalten.

 

Wenn du es weniger glitzernd magst, trotzdem aber nicht auf eine Verzierung verzichten möchtest kannst du dich auch für eine Fuge im Ring entscheiden. Diese kann mittig oder nach oben oder unten verschoben positioniert werden.

Eine Gravur, beispielsweise des Datums der Hochzeit oder der Namen der Ehepartner, macht den Trauring zu deinem ganz persönlichen Ring. Die Gravur kann im Innen- oder Außenring erfolgen. Inzwischen kann sogar ein Ausschnitt deines Fingerabdrucks und des Fingerabdrucks deines Partners in den Ring graviert werden.

Die Größe

Die richtige Größe des Traurings ist besonders wichtig, da er täglich getragen wird. Er muss fest sitzen, damit er nicht verloren geht, muss sich aber dennoch komfortabel anfühlen. Zur Bestimmung deiner idealen Ringgröße kannst du einen Ring zu Hilfe nehmen, der dir perfekt passt. Bei diesem Ring kannst du den Innendurchmesser auf den Millimeter genau messen und so deine Ringgröße ermitteln. Hast du keinen solchen Ring, schneide einfach einen Papierstreifen zurecht, wickle ihn um deinen Finger und ziehe ihn soweit zu, dass du den Papierstreifen noch leicht um den Finger drehen kannst. Markiere die beiden Endungen und messe die Länge mit einem Lineal nach. Damit hast du den Innenumfang ermittelt.

Die Braut

 

Brautkleid

Das Brautkleid ist das wohl wichtigste Kleidungsstück einer Hochzeit. Alle Fragen sich vorher, was die Braut tragen wird und wie sie aussehen wird. Die Braut möchte an dem Tag ihrer Hochzeit die schönste Frau der Welt sein. Da ist es nicht nur wichtig, dass sie sich in ihrem Brautkleid wohlfühlt, sondern auch, dass es ihre individuelle Figur perfekt in Szene setzt. Hier kannst du dich durchklicken, welche Schnitte für welche Figur am besten geeignet sind:

 

Brautkleid Schnittformen

A-Linie

Brautkleider in der A-Linie kaschieren hervorragend breite Hüften, kräftige Oberschenkel oder einen zu üppigen Po. Auch kleine Röllchen am Bauch verschwinden unter dem ausgestellten Rock. Der Oberkörper und das Dekolleté werden durch das eng geschnittene Oberteil betont und kommen schön zur Geltung. Kurvige Frauen sind mit der A-Linie gut beraten, aber auch kleine Bräute können ihre Figur so optisch strecken.

 

 

 

 

 

Princesse

Das Prinzessinnen-Brautkleid hat ein figurbetonendes Oberteil und einen voluminösen Rock. Für schlanke sowie frauliche Bräute mit einer schmalen Taille ist dieser Look sehr gut geeignet. Breite Hüften lassen sich unter dem ausladenden Rock perfekt verstecken. Kleinen Bräuten ist dieser Schnitt nicht zu empfehlen.

 

 

 

 

 

 

Schmaler Schnitt (H-Linie)

Der gerade, schmale Schnitt der H-Linie lässt schlanke, sportliche Frauen besonders gut aussehen. Problemzonen lassen sich mit diesem Brautkleid kaum kaschieren, da es eng anliegt. Kleine Frauen wirken mit dem schmalen Schnitt größer, aber auch große Frauen sehen sehr feminin und elegant aus.

 

 

 

 

 

 

Empire

Die Taillen-Naht sitzt bei dem Empire-Brautkleid direkt unter der Brust. Der Rock fällt unterhalb der Taillen-Naht fließend herab. Die Arme, Schultern und das Dekolleté werden so betont. Auch eine kleine Oberweite kommt in dem betonten Brustteil zur Geltung. Der Stoff umhüllt Bauch, Beine und Po schmeichelhaft, sodass das ein oder andere Pfund zu viel in diesen Bereichen nicht auffällt. Schwangere Bräute sind mit dem Empire-Kleid ebenfalls gut beraten und auch kleine Bräute können diese Schnittform gut wählen.

 

 

 

 

Godet-Form und Meermaid

Diese beiden Schnittformen sind sehr figurbetont und daher super geeignet für wohlgeformte, schlanke Frauen. Das Oberteil ist eng anliegend und auch der Rock ist vom Bund über die Hüften und die Oberschenkel schmal geschnitten. Erst ab Kniehöhe öffnet er sich bei der Godet-Form und bei dem Meermaid-Schnitt sogar erst ab den Waden. Dann läuft der Rock sehr weit aus. Beide Schnitte setzen den Po perfekt in Szene und eignen sich besonders für große Bräute.

 

 

 

 

Der Schleier

Mit dem Brautkleid allein ist es noch nicht getan, denn für die Hochzeitskleidung benötigt die Braut auch die speziellen Brautaccessoires wie Schleier, Haarschmuck, Ohrringe und Ketten. Der Schleier ist dabei aber wohl das wichtigste Accessoire.

Schleier Eigenschaften
Kurzer Schleier Ein kurzer Schleier wird vor dem Gesicht getragen und sieht zu fast jedem Brautkleid sehr elegant aus.
Pouf Der extravagante Pouf sitzt sehr hoch auf dem Kopf und besteht aus gerafftem und aufgebauschtem Tüll.
Mantilla Dieser meist aus Spitze bestehende Schleier kommt aus Spanien. Er wird mit einem Kamm im Haar der Braut befestigt.
Ellenbogen-Schleier Der bis zum Ellenbogen reichende Schleier ist sehr verbreitet und passt fast zu jedem Brautkleid.

Der Bräutigam

Neben seiner Braut will natürlich auch der Bräutigam eine gute Figur machen. Der Hochzeitsanzug sollte dabei perfekt passen, ohne ungemütlich zu sein. Außerdem muss er mit dem Brautkleid im Einklang sein und am besten auch noch nach der Hochzeit tragbar sein. Da zu weiß so gut wie jede Farbe passt, kann der Bräutigam mit seinem Anzug ruhig ein paar farbige Akzente setzen. Nur mit dem Farbkonzept der gesamten Hochzeit sollte die Anzugfarbe harmonieren. Wichtig ist in Bezug auf das Brautkleid, den Stoff und den Stil des Hochzeitsanzugs darauf abzustimmen. Am besten sollte ein Foto des Brautkleides von der Kaufbegleitung des Bräutigams zum Herrenausstatter mitgebracht werden. Oder Brautkleid und Hochzeitsanzug werden einfach bei dem selben Hochzeitsausstatter gekauft, so kennt die Verkaufsberaterin das Kleid bereits.

 

 

Traditionell Sakko und Hose

Der Klassiker unter den Hochzeitsanzügen ist das Sakko mit Hose. Beides ist meist aus demselben Stoff. Als Ergänzung kann eine Weste gewählt werden, die sich entweder farblich von Jacket und Hose abgrenzen sollte oder farbgleich gewählt wird. Dem Farbspektrum sind keine Grenzen gesetzt, allerdings sollten nicht mehr als zwei Farbtöne in dem Outfit auftauchen, um nicht wie ein Paradiesvogel zu wirken. Besonders elegant sind dunkle Farben wie schwarz, dunkelgrau oder dunkelblau. Für Sommerhochzeiten eignen sich helle Pastellfarben sehr gut, bei der eher legeren Hochzeit darf es ruhig auch etwas mutiger sein, zum Beispiel mit einem auffälligeren blau.

 

 

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Zu dem Thema Hochzeit gibt es sicherlich noch viel mehr zu sagen. Über die wichtigsten Aspekte wie Trauringe, Brautkleid und Hochzeitsanzug kannst du dir in diesem Ratgeber von Merle einen ersten Überblick verschaffen.