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Ratgeber Hut

Hut

Die Geschichte des Hutes
Laut Lexikon schlicht eine Kopfbedeckung, welche im Gegensatz zur Mütze aus festen Materialien gefertigt und gegenüber Kappen mit Krempen hergestellt wird, ist dieses beliebte Accessoire seit jeher allerdings viel mehr, als durch diese unprätentiöse Bezeichnung ausgedrückt werden kann. Die Geschichte des Hutes begann bereits vor Jahrtausenden und entwickelte sich parallel in den unterschiedlichsten Kulturen. Anfangs zunächst als unabdingbarer Bestandteil der Bekleidung Priestern sowie königlichen Herrschern zugestanden, symbolisiert der Hut in bestimmten Traditionen zwar noch immer auch die Stellung und den sozialen Status des Trägers, allerdings gewann seit dem 17. Jahrhundert der optische Aspekt mehr und mehr an Bedeutung – sowohl in der Damenbekleidung, als auch bezüglich der Mode für Männer. Und schließlich darf auch die Funktionalität dieses Utensils nicht unterschlagen werden: als Schutz gegen Kälte oder Sonneneinstrahlung. Letzteres ermöglicht unter anderem der Strohhut, welcher hierzulande im 14. Jahrhundert den Siegeszug des Accessoires einläutete - dies jedoch zunächst bei der Männerbekleidung: Herren trugen am Sonntag zu Ihrem Anzug in der Freizeit einen Hut, und gingen sie des Abends aus, so war der graue Zylinder zum Cut obligatorisch. Und die späteren Damenhüte entwickelten sich im Übrigen aus der so genannten Haube, die ausnahmslos alle Ehefrauen zu tragen hatten, wenn sie sich in der Öffentlichkeit präsentierten: so kam man eben unter die Haube!

Modelle und Fashion

Inzwischen gibt es eine enorme Bandbreite an Kopfbedeckungen wie soften Mützen, hippen Caps, Helmen oder Beanies. Doch der klassische Hut hat nie seine Popularität eingebüßt. In Formen von eckig bis oval, rund oder als Zweispitz wird der Hut als solcher stets allen Geschmacksrichtungen gerecht. Trotz noch immer geltender spezieller Regeln – so orientiert sich zum Beispiel die Farbe des Männerhutes an der der getragenen Schuhe – ist heute kaum etwas nicht erlaubt im Sinne der Fashion, und ob Regenhüte oder Cowboyhut, ein Borsalino oder der Hut für Sport und Freizeit – das Spektrum an Qualität und Design, Farben, Mustern und Materialien ist so enorm, dass ein jeder in der Lage ist, durch dieses stilvolle Accessoire seinen Look wie gewünscht zu beeinflussen.

England, Rom und Wilhelm Tell
Auch wer noch nie My Fair Lady auf DVD gesehen oder dem britischen Königreich einen Besuch abgestattet hat, dem dürfte wohl dennoch eines der weltweit bekanntesten Pferderennen bereits zu Ohren gedrungen sein: in Ascot ist der Damenhut Pflicht, und die Kreationen bewegen sich von gigantischen und üppig dekorierte Wagenrädern über Hüte mit Blumen und Bändern sowie abstehenden Applikationen – was dem Hintermann der Dame des Öfteren unglücklicherweise die Sicht auf den Schlussspurt der Pferde zu nehmen vermag. Im antiken Rom symbolisierte der Hut die so wichtige Freiheit und wurde insofern aus ihren Diensten entlassenen Sklaven mit auf den Weg gegeben – diese Tradition hat sich bis heute in die Universitäten des Landes fortgesetzt. Und bei Schillers Drama Wilhelm Tell war die Bevölkerung sogar verpflichtet, einen an einer Stange befestigten Hut zu grüßen und dem Landesherren damit Tribut zu zollen – was der Titelheld bekanntermaßen verweigerte. Doch ein Blick in die Zukunft sei auch gewagt: Unabhängig davon, in welcher Funktion Sie den Hut in Ihre Bekleidung mit einbeziehen – seine Aussagekraft ist gewaltig. In Haus und Garten, im Beruf oder beim exquisiten abendlichen Dinner – vergessen Sie ihn nicht: denn Hut, Stock und Regenschirm passen zu Jeans ebenso wie zum Smoking und vereinen Funktionalität mit Fashion auf gekonnte Weise. Und dies wird auch in den kommenden Jahren mit Sicherheit noch immer so bleiben!