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Ratgeber Irischer Whiskey

Wissenswertes über irischen Whiskey
Wenn man an Whiskey denkt, stellt sich meist zuerst die Frage ob Scotch, Bourbon oder Irish Whiskey. Allein schon die Schreibweise der Whiskeysorten unterscheidet sich – so wird in England und Schottland die Schreibweise ohne e? – Whisky – bevorzugt und in den USA und Irland mit e? – Whiskey?. Neben der Schreibweise ist die Herstellung und das Herkunftsland eines der Unterscheidungskriterien.

Herstellung des Irish Whiskey
Der Whiskey blickt auf eine lange Tradition bis ins fünfte Jahrhundert zurück und die Geschichte begann in Irland, wo christliche Mönche die Destillation entdeckten. Whiskey wird aus verschiedenen Getreidesorten hergestellt. Irischer Whiskey wird aus gemälzter oder ungemälzter Gerste hergestellt, die in einem geschlossenen Ofen getrocknet und anschließend dreimal destilliert wird.

Lagerung und Verschnitt
Im Anschluss lagert der Whiskey für drei bis acht Jahre in Eichenfässern, in denen zuvor Rotwein, Cherry oder auch Rum gelagert wurde und der Whiskey das dementsprechende Aroma annimmt. Bei den Irish Whiskeys werden Blends – die aus verschiedenen Brennereien, verschnittenen Whiskeys - und Single Malts – die aus einer Brennerei stammenden, unverschnittenen Whiskeys - sowie die Pure Pot Stills angeboten.

Scotch und Bourbon
Beim Scotch Whisky wird die Gerste über offenem Feuer getrocknet und reift mindestens drei und bis zu dreißig Jahren. Amerikanischer Whiskey hingegen wird aus Mais hergestellt – der Corn Whiskey - oder aus Weizen, Hafer, Gerste und Roggen – der Red Whiskey. Da der irische Whiskey nicht mit dem Rauch in Kontakt kommt, schmeckt dieser milder und süßer als die meist rauchigen, schottischen Whiskeys

Whiskeybrennereien in Irland – die Irish Distillers Group
In Irland werden fast hundert verschiedene Sorten Whiskey hergestellt, mittlerweile fast nur noch an drei Standorten – die Irish Distillers Group, die seit 1987 zur französischen Pernod-Ricard-Gruppe gehört und sich im Süden der Insel befindet. Dort wird auch der in Deutschland und Dänemark bekannte Tullamore hergestellt.

Die Old-Bushmills-Brennerei und die Killbeggan Distellery
Daneben befindet sich im Norden der Insel die bekannte Old-Bushmills-Brennerei, die 1784 gegründet wurde und zu Diageo gehört. Allerdings verlor diese Brennerei den Status der ältesten Brauerei, da sie diesen an die Kilbeggan Distellery abgeben musste, die 1757 gegründet wurde und den Betrieb nun 250 Jahre nach der Gründung wieder aufgenommen hat.

Schaudestillerien
Die von Touristen aufgesuchten Brennereien sind die Old-Jameson- Schaudestillerien in Midleton und Dublin sowie die Lockes Distillery in Kilbeggan, die allerdings 1953 stillgelegt wurde und die historischen Anlagen zeigt.

Vom Eichenfass in den Verkauf
Im Fass weist Whiskey einen Alkoholgehalt von 60 % auf. Für den Verkauf wird er mit Wasser auf 40 bis 43% verdünnt. Whiskey wird aus Whiskeygläsern getrunken. Diese sind dünnwändig gestaltet, unten bauchig und nach oben hin schmaler verlaufend. Um den Whiskey genießen zu können, sollte man vor dem Trinken einatmen, dann einen Schluck nehmen, diesen zur Aromaentfaltung im Mund kurz behalten, schlucken und ausatmen.