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Ratgeber Kinderzimmermöbel

Das Kinderzimmer ist für Kinder der erste eigene Rückzugsort, in dem sie viel Zeit am Tag verbringen und dort spielen, toben, lernen und schlafen. Das sie sich hier auch Wohlfühlen ist daher besonders wichtig. Die richtigen Kinderzimmermöbel und die aktive Mitgestaltung deiner Kinder tragen dazu wesentlich bei. Doch das Einrichten ist gar nicht so einfach, denn die Bedürfnisse der Kinder ändern sich je nach Alter und damit ändern sich auch die Anforderungen an die Möbel. Die Flexibilität spielt daher eine wichtige Rolle beim Kauf der Kinderzimmereinrichtung. Besonders praktisch sind deswegen Möbel, die mitwachsen, also anpassbar und veränderbar sind. Auch wenn kleinere Kinder oft bunte und knallige Farben bevorzugen, sollten die Möbel besser in hellen dezenten Farbtönen gewählt werden. Bei einem zeitlosen Design sind sie dann nämlich länger verwendbar. Individuelle farbliche Wünsche können ganz einfach durch Wanddekorationen, Gardinen, Kissen und Bilder erfüllt werden.

Kinderzimmereinrichtung nach Alter

Möbel für Kinder von 0-3 Jahre

0-3 Jahre:

  • Gitterbett  
  • Kinderbett mit Höhenanpassung
  • Wickelkommode mit Stauraum für Kleidung und Windeln
  • Lichtspiele oder Mobile für gemütliche Atmosphäre
  • Kuschelecke
  • leicht zugängliche Aufbewahrungsmöglichkeiten für Spielzeug

 

 

3-6 Jahre:

  • Hochbett zum Klettern, Spielen und Schlafen
  • Kleiderschrank anstelle einer Wickelkommode
  • Aufbewahrungsboxen mit Rollen für viel Stauraum und leichtes Aufräumen
  • Bastel- und Malecke mit Kindertisch

 

 

6-12 Jahre:

  • Einzelbett/Jugendbett
  • Höhenverstellbarer Schreibtisch und Schreibtischstuhl
  • Rollcontainer und Regale für Schulzeug
  • Kommode oder geschlossene Schränke für Spielzeug
  • gemütliche Sitzecke mit Kissen oder Hängesessel zum Lesen und Entspannen

 

Möbel für Kinder

 

Ab 12 Jahren:

  • größeres und vor allem breiteres Bett
  • größerer Kleiderschrank mit mehr Stauraum für Kleidung
  • mehr Bücherregale

 

Kinderbett

Bei einem guten Kinderbett kommt es auf das richtige Modell an, das sich je nach Zimmergröße in den Raum integrieren muss. Unterschieden wird dabei in Gitterbetten, Einzelbetten, Etagenbetten und Hochbetten. Das Material des Bettes ist ebenfalls entscheidend. Die optimalen Eigenschaften für einen guten Schlaf haben metallfreie Bettgestelle aus unlackiertem Holz. Um die Staubsammlung in der Raumluft möglichst gering zu halten und ein gutes Durchlüften der Matratze zu gewährleisten, sollte das Bettgestell eine Höhe von 40 bis 50 cm aufweisen. Damit die Matratze entfeuchtet werden kann, darf die Unterseite außerdem nicht als Stauraum dienen. Die Matratze bestimmt die Maße des Kinderbettes. Zu den gängigsten Größen in Deutschland zählen Matratzen mit einer Größe von 70 x 140 cm. Bietet der Raum genügend Platz, sollte aber besser gleich ein Bett mit den Maßen 90 x 200 cm gewählt werden, damit es lange verwendet werden kann. Die Matratze ist bei einem Kinderbett besonders wichtig, da Kinderskelette noch wesentlich empfindlicher sind, als die von Erwachsenen. Die Matratze sollte nicht zu hart sein, trittfeste Kanten haben, aus atmungsaktivem Material sein und aus antiallergenen Stoffen und Füllungen gefertigt sein. Ungeeignet sind für Kinder Zonenmatratzen, denn die Größe und das Gewicht der Kinder ändert sich stetig.

Gitterbett: Die Sprossen des Gitterbettes schützen das Kind vor dem Herausfallen. Gitterbetten werden als Schlafplatz für Kinder bis zum dritten Lebensjahr genutzt. Die Liegefläche vieler Modelle lässt sich in der Höhe verstellen, um das Herausheben von kleinen Kindern zu erleichtern. Eine abgesenkte Liegefläche ermöglicht es dem Kind wenn es größer ist selbst aus dem Bett zu klettern. Dafür können die Schlupfsprossen herausgenommen werden. Der Abstand der Gitterstäbe sollte nicht größer als 6,5 cm sein, damit das Kind nicht mit dem Kopf hängenbleiben kann. Eine normal große Erwachsenen-Faust sollte aber zwischen die Sprossen passen, damit die Ärmchen nicht stecken bleiben können.

Einzelbett: Das klassische Bett für Kinder ab 3 Jahren ist das Einzelbett. Hierbei gibt es extra kleinere Betten, damit sich das Kind in einem zu großen Bett nicht verloren fühlt. Damit nicht bald wieder ein größeres Bett gekauft werden muss, gibt es solche, die sich in der Länge an die jeweilige Größe anpassen lassen. Die Länge des Bettes sollte dabei immer mindestens 20 cm mehr betragen, als die Größe des Kindes. Für Schlafbesuch eignen sich Kinderbetten mit verstecktem Gästebett, dass einfach auf Rollen unter dem Bett hervorgezogen werden kann. Ein Kinderbett mit Himmel schafft eine besonders gemütliche und geborgene Atmosphäre.

Hochbett: Betten auf Stelzen sind für Kinder ein ganz besonderer Reiz, denn in ihnen schläft es sich nicht nur besonders gut, sondern es lässt sich hier auch wunderbar spielen. Dadurch, dass der Platz unter dem Bett auch genutzt werden kann, wird die Größe des Zimmers besser ausgenutzt. Hochbetten verfügen über eine Brüstung, damit das Kind nicht herausfallen kann und eine Leiter ermöglicht ein problemloses einsteigen in das Bett. Falls das Kind irgendwann nicht mehr im Hochbett schlafen möchte, gibt es solche Modelle, bei denen die Stelzen einfach abgebaut werden können.

Etagenbett: Wenn sich die Kinder ein Zimmer teilen, ist ein Etagenbett sehr praktisch, um den Raum optimaler nutzen zu können. Da irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem jedes Kind sein eigenes Zimmer haben möchte, gibt es Etagenbetten, die sich problemlos in zwei Einzelbetten umbauen lassen.

Kinderschreibtisch

KinderschreibtischAb einem Alter von sechs Jahren etwa hat der Schreibtisch einen festen Platz im Kinderzimmer. Naturbelassenes Holz eignet sich als Material sehr gut, da Kinder so nicht den Ausdünstungen schädlicher Farben und Lacke ausgesetzt sind. Wünscht sich das Kind dennoch einen farbigen Schreibtisch, kann dieser einfach selbst gestrichen werden. Beim Kauf von Lack dabei unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten und möglichst schadstofffreien Lack kaufen.

Da sich Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren in der größten Wachstumsphase befinden, empfiehlt sich ein höhenverstellbarer Schreibtisch, der an die Größe angepasst werden kann.

Tipps für ein schönes Kinderzimmer

Für ein besonders gemütliches Kinderzimmer mit hohem Wohlfühl-Charakter gibt es einige praktische Tipps, wie mit wenigen und preiswerten Accessoires eine wunderbare Atmosphäre geschaffen werden kann:

Accessoire Einsatzmöglichkeiten und Wirkung
LED Lichterkette Mit hübschen Schirmen sorgen sie mit ihrem warmen Licht für Gemütlichkeit oder auch für Dämmerlicht zum Einschlafen.
Lampen Auffällige Lampen setzten besondere Highlights.
Tellerregale Bilderbücher mit schönem Einband können in Tellerregalen präsentiert werden und werden so zum Wandschmuck. Die Wahl der Einschlaflektüre wird Dank der Übersichtlichkeit gleichzeitig vereinfacht.
Aufbewahrungsboxen Kaum ein Stauraum schafft so einfach und schnell Ordnung. Aufbewahrungsboxen auf Rollen können zudem schnell verstaut werden.
Teppiche Für einen weichen Untergrund beim spielen eignen sich Teppiche gut und setzen gleichzeitig farbige Akzente. Kinderteppiche sollten hochwertig, robust und frei von Schadstoffen sein.

Schadstofffreie Kinderzimmermöbel

Das Wohl der Kinder liegt jeden Eltern am Herzen und dabei spielt die Kinderzimmereinrichtung eine wichtige Rolle. Einige Materialien sind aufgrund ihrer Schadstoffe nicht geeignet für ein Kinderzimmer und sollten auf jeden Fall vermieden werden. Darunter fallen z.B. günstige Kunststoffmöbel aus PVC, die Weichmacher enthalten, die die Raumluft mit giftigen Dämpfen belasten. Auch unbeschichtete Spanplatten sorgen für eine erhöhte Schadstoffkonzentration der Kinderzimmerluft, da sie das Umweltgift Formaldehyd ausdünsten. Farbig lackierte Holzmöbel sind ebenfalls eine schlechte Wahl, da auch die Lacke gesundheitsschädliche Stoffe ausdampfen. Vollholzmöbel mit dem FSC-Siegel gehören zu den geeigneten schadstofffreien Möbeln. FSC, also „Forest Stewartship Council“, steht dabei auch für eine ökologische Waldbewirtschaftung. Da massives Nadelholz allergieauslösende Terpene enthalten kann, sind Laubhölzer wie Buche, Ahorn oder Eiche die bessere Wahl. Damit die Oberflächen der Holzmöbel robuster werden, können sie mit natürlichen Ölen oder Wachsen behandelt werden. Eine andere gute Möglichkeit sind Second Hand Möbel. Die Schadstoffe sind bei solchen Möbeln bereits ausgedünstet und das Recycling verhindert Abfall.

Grünpflanzen für besseres Raumklima

Grünpflanzen im Kinderzimmer können dabei helfen, die Schadstoffbelastung gering zu halten, denn einige wirken als regelrechte Schadstofffilter. Die Pflanzen verbessern das Raumklima, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und sorgen für sauerstoffreiche Luft. Der Anblick von Pflanzen steigert zudem das Wohlbefinden und schafft eine gemütliche Atmosphäre. Dennoch sollte die Wahl der Grünpflanze für das Kinderzimmer mit Bedacht erfolgen, denn einige Pflanzen enthalten Giftstoffe. Im Fachhandel gibt es dahingehend eine entsprechende Beratung, die in Anspruch genommen werden sollte. Für einen ersten Überblick zeigt die folgende Tabelle eine Auswahl von geeigneten und ungeeigneten Zimmerpflanzen:

Geeignete Zimmerpflanzen

(robust, ungiftig)

Ungeeignete Zimmerpflanzen

(giftig)

  • Gummibaum
  • Birkenfeige 

    (Ficus benjamini)
  • Strahlenaralie
  • Grünlilie
  • Alpenveilchen
  • Dieffenbachie
  • Buntwurz
  • Mandevilla

Sicherheitsaspekt der Kinderzimmermöbel

Um die Unfallgefahr im Kinderzimmer möglichst gering zu halten, sollten die Möbel abgerundete Kanten und Ecken besitzen. Scharfe Kanten können mit selbstklebenden Silikonpolstern oder Schutzpolstern aus Schaumstoff versehen werden, die optisch kaum auffallen. Möbel für Kinder sollten außerdem eine hohe Stabilität und Standfestigkeit aufweisen, damit sie auch wildem Spielen und Toben standhalten. Die Oberflächen sollten zudem gut zu reinigen sein. Viele Hersteller achten inzwischen auf die Unfallsicherheit ihrer Möbel und spezielle Prüfsiegel und DIN Normen kennzeichnen hochwertige und bedenkenlose Einrichtungsgegenstände. Schubladen und Schranktüren können durch Sicherheitssperren vor eingeklemmten Fingern schützen.

 

 

Bildquellen:

  • Bigstock/ Dasha Petrenko
  • Bigstock/ boggy
  • Bigstock/ famveldman
  • Bigstock/ poligonchik
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  • Bigstock/ Kasia Bialasiewicz

 


Diesen kleinen Ratgeber hat Merle, deine Expertin in Sachen Kinderzimmermöbel, für dich geschrieben. Als Kennerin verschiedener Einrichtungs-Blogs und -Zeitschriften hat sie dir hier die wichtigsten Tipps zusammengefasst.