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Ratgeber Klarinetten

Wissenswertes über Klarinetten
Eine Klarinette ist ein Holzblasinstrument und fester Bestandteil eines Orchesters. Die Klarinette besteht aus dem Korpus, der üblicherweise aus Grenadill-, Buchsbaum- oder Ebenholz gefertigt wird und sich aus dem Mundstück, dem Fass / der Birne, dem Oder- und Unterstück sowie dem Trichter zusammensetzt. Die Zusammensetzung aus einzelnen Teilen ermöglicht einen leichteren Transport des Musikinstrumentes. Über korkbelegte Zapfen lassen sich die einzelnen Stücke zusammensetzen.

Das Mundstück, das Rohrblatt und die Birne / das Fass
Das schnabelförmige Mundstück wurde ursprünglich ebenfalls aus Holz hergestellt, mittlerweile wird aber meist gehärtetes Kautschuk, Kunststoff oder auch Glas, Metall oder Plastik verwendet. Der eigentliche Tonerzeuger ist das Rohrblatt, das etwa 12,5 mm breit und am Mundstück befestigt ist. Die auf das Mundstück folgende Birne - oder auch das Fass genannt – dient der Feinstimmung.

Das Ober- und Unterstück mit Tonlöchern und Klappen und der Trichter
In das zylindrische Ober- und konisch geformte Unterstück sind Tonlöcher gebohrt, die sich mit Klappen öffnen und schließen lassen. Der Trichter als unterster Teil der Klarinette ist für die tiefen Töne ausschlaggebend. Der Tonumfang einer Klarinette beträgt mehr als drei Oktaven – mehr als eine Oboe oder auch ein Saxophon.

Funktionsweise einer Klarinette
Bläst man in das Mundstück, wird das Rohrblatt in Schwingung versetzt und ein Schwingungsweg entsteht. Die Klarinette hat einen sehr tiefen und dumpfen Ton. Es werden zwei unterschiedliche Griffsysteme voneinander unterschieden: das französische und das deutsche – das Boehm- und das Oehler-System. Die deutsche Grifftechnik leitet sich von der Barock-Blockflöte ab, die französische Grifftechnik kommt ohne Rollverbindung aus und meidet einige Gabelgriffe, wodurch sie deutlich einfacher ist.

Grifftechniken
Daneben wird bei der Boehm-Technik ein breiteres Blatt sowie eine breitere Öffnung verwendet. Welche Spielart angewendet wird, hängt von der Musikrichtung als auch dem Klarinettisten ab. Neben der Grifftechnik werden die Klarinetten nach Tonart unterschieden, so beispielsweise die A-Klarinetten und B-Klarinetten. Klarinetten werden in nahezu allen Musikrichtungen eingesetzt.

Entstehung und Entwicklung der Klarinetten aus dem Chalumeau
Die Klarinette entwickelte sich aus dem Chalumeau, das sich seit dem Ende des 17. Jahrhunderts nachweisen lässt. Das Chalumeau selbst lässt sich auf die Blockflöten zurückführen, die schon in der Antike verbreitet waren. Im Vergleich zum Chalumeau ist die Klarinette mit einer Zusatzklappe zum Überblasen ausgestattet.

Die Klarinette – die kleine Trompete
Da der Klang der Klarinette einer Barocktrompete ähnelte, wurde sie Clarinetto – kleine Trompete – getauft. Die klassischen Klarinetten, wie sie beispielsweise Mozart spielte, hatten acht Grifflöcher und etwa fünf Klappen. Über die Zeit kamen immer mehr Grifflöcher und Klappen hinzu und die Klappen- als auch Grifftechniken wurden weiterentwickelt.