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Ratgeber Kompaktkamera

Wissenswertes über Kompaktkameras
Neben den großen und verbreiteten Spiegelreflexkameras hat sich ein weiterer Typ auf dem Markt durchgesetzt, die Kompaktkameras. Allgemein zeichnet sich eine Kompaktkamera durch ihre geringen Maße und ihr geringes Gewicht aus. Dadurch passen sie in jede Tasche und sind so ein treuer Begleiter auf allen Wegen, sei es beispielsweise im Urlaub oder einfach für den täglichen Gebrauch. Das Objektiv, das nicht wechselbar ist, verfügt meistens über eine mehrfache Zoomfunktion. Und im Gegensatz zu einer Spiegelreflexkamera wird das Motiv beim Blick durch den optischen Sucher nicht über Spiegel auf dem Weg zum Auge umgelenkt. Die Kompaktkameras haben meist einen separaten optischen Sucher oder ein Display.
Entstehung Kompakter Kameras 
Die Kompaktkamera entstand als praktisches Pendant zur Spiegelreflexkamera im letzten Jahrhundert. Ihr direkter Vorläufer war die so genannte Boxkamera. Der Funktionsumfang wurde zwar etwas eingeschränkt, aber im Großen und Ganzen konnten die analogen kompakten Kleinbildkameras den teuren Spiegelreflexkameras in Bezug auf die Bildqualität fast das Wasser reichen. Für den Ottonormalverbraucher, der seine Bilder hauptsächlich im Urlaub oder bei sonstigen besonderen Gelegenheiten machte, war die analoge Kompaktkamera also der günstigste Weg zu guten Bildern und schnellen Schnappschüssen. Integrierter Blitz, Autofokus, Programmautomatiken und ein automatischer Filmtransport waren bei den meisten Modellen schon Standard.
Entwicklung Kompakter Kameras
Als Mitte der 90er die ersten Digitalkameras Marktreife für den Amateurbereich erreicht hatten, kam der doch ziemlich schnelle Niedergang der analogen Kompaktkameras. Auch die damalig neu eingeführte APS-Technologie (Advanced Photo System) der Fotoindustrie konnte den Siegeszug nicht aufhalten.Während sich Aufbau, Aussehen und Größe von Spiegelreflexkameras durch die Digitalisierung grundsätzlich nicht änderten, gab es im Bereich der Kompaktkameras einen starken Trend zur Miniaturisierung. Standard sind in der heutigen Zeit Abmessungen in Größe einer Zigarettenschachtel. Das Objektiv kann im Ruhezustand häufig komplett eingefahren werden, oder es ist innen liegend verbaut. Der optische Sucher wurde durch einen Bildschirm auf der Rückseite der Kameras ersetzt.
Als wichtigstes Qualitätsmerkmal einer digitalen Kompaktkamera wurde lange Jahre die Auflösung also die Anzahl der Bildpunkte gesehen. Heutzutage ist dies mit durchschnittlich 8 Megapixeln jedoch nicht mehr der Engpass. Der Schärfeeindruck wird durch eine höhere Auflösung nicht mehr verbessert. Wichtiger ist nun eher die Größe der Bildpunkte und des Bildsensors. Das Zusammenspiel der beiden Faktoren ist ausschlaggebend für die Qualität des Bildes. Ein optimales Ergebnis ist natürlich nur im Zusammenhang mit einer optimalen Optik zu erreichen.
Entwicklungen seit der Digitalisierung
Eine Kompaktkamera verfügte schon früher über mehrere Standardprogramme, seit der Digitalisierung sind jedoch unzählige Programmvarianten hinzugekommen. Bilder in Schwarzweiß oder Sepia, optimierte Belichtungszeiten und Blendeneinstellungen für Partys, Sportaufnahmen, Portraitbilder oder etwa nächtliche Feuerwerksaufnahmen, die Kameras von heute sind für alle Eventualitäten gerüstet. Als besonderes Schmankerl machen sie auch noch Videos, allerdings in einer geringeren Auflösung, um lange Rechenzeiten zu verhindern.
War die Bildkapazität früher meistens auf 12, 24 oder 36 Bilder beschränkt, so gilt heute die Speicherkapazität des Speichermediums als Grenze. Gebräuchlich sind je nach Kamerahersteller die Formate Compact Flash, Microdrive, SmartMedia, Memory Stick, SD Memory Card oder auch xD-Picture Card. Kompakte Maße, Wiederbeschreibbarkeit und schnelle Datenübermittlung sind nur einige Vorteile dieser Medien. Mit einer Kapazität von 1GB können auf jeden Fall ohne Probleme mehrere hundert Bilder geschossen werden. Diese können auch entsprechend schnell am Display betrachtet werden. Später werden sie auf den eigenen PC überspielt, gewünschte Fotoausdrucke können mit dem eigenen Drucker gemacht werden, oder für eine bessere Qualität doch zum Entwickeln abgegeben werden.
Zubehör für Kompakte Kameras
Haben bei den analogen Kameras noch einfache Batterien gereicht, so müssen bei den modernen digitalen Kameras hocheffiziente Akkus ihren Dienst übernehmen, um einem gestiegenen Energiebedarf Rechenschaft tragen zu können. Je nach vorhandenen Lichtverhältnissen sollte er auf jeden Fall mehr als 150 Bilder mit einem Ladezyklus schaffen.Als Geräteschnittstelle hat sich heute weitestgehend USB (Universal Serial Bus) durchgesetzt. Einfach und schnell können damit die geschossen Bildern überspielt werden. Teilweise kann die Kamera (modellabhängig) auch direkt mit einem Drucker verbunden werden.
Derzeitige Entwicklungen und Tendenzen
Die Hersteller von Kameras arbeiten weiter mit vollem Eifer an immer neuen Funktionen um es dem Fotografen weiter zu erleichtern das perfekte Bild zu schießen. Neue Kameramodelle haben beispielsweise eine automatische Gesichtserkennung, Gesichter werden automatisch fokussiert. Teilweise können sogar ganze Gruppen bis zu 10 Personen im perfekten Augenblick fotografiert werden, wenn wirklich alle Personen in die Kamera schauen. Eine nächste Weiterentwicklung ist beispielsweise die Neuentwicklung von Programmen, die automatisch Hautunreinheiten oder Falten mindern. Zusätzlich zur Weiterentwicklung der Bildqualität gibt es auch neue Möglichkeiten der Datenübertragung. Seit 2006 bieten die Kameras immer öfter die Möglichkeit einer drahtlosen Übertragung über WiFi oder Bluetooth.
Dem Geotagging wird ebenfalls Rechnung getragen. Mittels eines GPS-Empfängers werden die geografischen Koordinaten des Aufnahmeortes automatisch zu den Bilddaten hinzugefügt. Damit lassen sich die Schnappschüsse und Bilder leicht in interaktiven Karten einfügen oder bei Web-Communities präsentieren. Auch die rückwärtigen Displays werden weiterentwickelt. Der Trend geht hier eindeutig zum Touchscreen. Die analogen Knöpfe verschwinden von der Gehäuseoberfläche, die Bedienung erfolgt bis auf den Auslöser und den Ein-/Ausschalter nur noch über das Display.
Kleines Resümee
Die Marktentwicklung für Kompaktkameras sieht nicht düster, aber etwas dunkler aus. Innerhalb der nächsten Jahre wird von einer nahezu weltweiten Sättigung ausgegangen. Die Hersteller probieren derzeit Geräte mit verschiedenen Einsatzspektren auf den Markt zu bringen, um die Notwendigkeit einer Zweit- oder Drittkamera zu fördern. Wir harren gespannt der Dinge, die da kommen mögen.
Zu guter letzt sei bemerkt, dass in der heutigen Zeit einige digitale Kompaktkameras, ganz entgegen der landläufigen Meinung, durchaus qualitativ bessere Bilder schießen als einige ihrer Verwandten im Bereich der Spiegelreflexkameras. Unübertroffen sind sie auf jeden Fall gerade jetzt in Sachen Handlichkeit und Größe. Kein nerviges Schleppen von großen Fototaschen oder schweren Apparaten um den Hals, einfach in die Hosen- oder in die Hemdtasche, und die Kompaktkamera ist verstaut.
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