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Kauftipps für Kratzbaum

Jules Kratzbaum-Tipps für Stubentiger vom September 2016

 

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Ratgeber Kratzbaum

 

Für Katzen ist eines der Grundbedürfnisse das Wetzen der Krallen. Draußen herumlaufende Tiere nutzen dafür meist Bäume oder ähnliche Gegebenheiten der Natur. Aber auch die Haustiere, die sich ausschließlich in der Wohnung herumtreiben, müssen das Bedürfnis des Kratzens befriedigen. Dieses Kratzen bedeutet für die Hauskatzen jedoch nicht nur Spaß, es dient neben dem bereits erwähnten Abwetzen der Krallen auch zur Markierung des eigenen Reviers sowie zur Kommunikation mit anderen Katzen oder den Mitmenschen. Dieser Trieb ist bei keiner Katze zu unterdrücken und sollte deswegen lieber auf bestimmte Gegenstände gesteuert werden. Ansonsten benutzt deine Katze einfach die Wände in der Wohnung oder die Couch zum Kratzen. Damit aber der gesamte Fokus auf den Kratzbäumen zum Abreagieren liegt, ist es wichtig dem Haustier ausreichend Möglichkeiten zu bieten. Worauf du außerdem achten solltest, welche Kratzbäume die Richtigen für deine Katzen sind, welches Zubehör du benötigst und welche Alternativen sich bieten, erfährst du in diesem Ratgeber.

Die Gewöhnung an Kratzbäume

Mittlerweile besteht eine breite Auswahl an Kratzbäumen, die sich bezüglich ihrer Größe, ihrer Materialien und ihrer Farben voneinander unterscheiden. Besonders Stubentiger benötigen die Aktivitäten des Kratzens, um ihre Bewegungsdosis zu erlangen. Diese Bewegungen verringern die Gewichtszunahme und durch die entsprechenden Dehnungen auch mögliche Gelenkprobleme. Jedoch benötigen einige Katzen noch ein wenig Training, um zu wissen wo sie ihren Kratztrieb ausleben dürfen. Diese Probleme treffen oft noch sehr junge Katzen oder viele auch Ältere bei einem Umzug in ein neues Umfeld. Um diesen Haustieren von den Möbeln abzuhalten und auf den Kratzbaum zu lenken, folgen ein paar hilfreiche Hinweise:

  • Eine dünne Schnur am Kratzbaum befestigen, um den Spielspaß zu steigern
  • Möbel mit für Katzen unangenehme Düfte wie Zitrus oder Menthol einschmieren
  • Katzenbäume dagegen mit anregenden Düften versehen (z.B. Katzenminze)
  • Die Katzen mit anderen Kratzspielzeugen beschäftigen

Bei den meisten Katzenkratzbäumen besteht die Kratzfläche aus den Fasern der Sisal-Agave. Dieses Material ist für seine zähe Charaktereigenschaft bekannt und hält deswegen auch einiges aus. Neben den Kratzbäumen werden die Sisal-Fasern in Tauen, Seilen sowie Dartscheiben verwendet. Als wichtigstes Produktionsland gilt Brasilien, wo in etwa die Hälfte des wirtschaftlich genutzten Sisals gezüchtet wird. Bei der Wahl nach einem geeigneten Katzenbaum solltest du darauf achten, dass Natursisal für die Seile verwendet wurde, da diese weiterhin viele Vorteile gegenüber den synthetischen Kunstfasern besitzen.

Verschiedene Ausstattungsmerkmale

Bei der Ausstattung der Katzenbäume gilt es die genauen Bedürfnisse deiner Katze einzuschätzen und diesen Baum nach ihrer Vorstellung auszusuchen. Dabei spielt erst einmal die jeweilige Größe eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich gilt je höher der Kletterbaum, desto mehr Spaß macht es den Katzen ihn ausgiebig zu nutzen. Wenn du das Platzangebot der Wohnung vergrößerst, machst du deiner Katze eine wahre Freude mit einer größeren Ausführung. Zur Wahl der Höhe besteht eine Produktbreite von circa 30 cm bis zu deckenhohen Bäumen. Dabei verfügen die höchsten Exemplare oft über eine Montagemöglichkeit an der Decke.

 

 

 

Anzahl der Kratzsäulen

Ähnliches gilt für die Anzahl der verschiedenen Säulen. Mit mehreren Säulen probiert sich das kleine Raubtier an jeder Säule aus, ehe sie sich für ihren Favoriten entscheidet, den sie normalerweise abnutzt. Bei mehreren Katzen ist die Bereitstellung von mehreren Säulen, wenn nicht sogar von mehreren Bäumen, unabdingbar. Da sich gewöhnlicherweise eine Katze für ihre Lieblingssäule entscheidet, schadet die Aufstellung von vielen Säulen dennoch nicht. Auf diesem Weg verlagert sich die Abnutzung auf mehrere Stellen, ehe eine von ihnen völlig hinüber ist und ersetzt werden muss. Gleichzeitig markieren die Katzen gerne durch ihre Pfoten ihre Heimat. Bei mehreren Säulen dauert es dann vielleicht ein wenig länger, ehe die herumstehenden Möbel dafür missbraucht werden. Nebenbei stabilisieren mehrere Säulen den Baum ungemein, damit dieser auch bei einer hohen Aktivität der Katze seine Standfestigkeit nicht verliert und einfach umkippt.

 

Ausruhflächen kreieren

Nach dem Austoben verbringen fast alle Katzen ihre Zeit für ein gemütliches Schläfchen, um wieder Energie zu tanken. Dafür ist die Bereitstellung mehrerer Liegemulden oder Höhlen von hoher Bedeutung. Der Vorteil der Höhlen liegt darin, dass sich die Haustiere nicht nur gemütlich ausruhen, sondern sich auch verstecken können. Denn obwohl Katzen sich oft im warmen Sonnenlicht räkeln und strecken, bevorzugen sie in manchen Situationen ein eher ruhiges und schattiges Plätzchen. Die Liegemulden hingegen lassen sich auch nachträglich noch an den Säulen befestigen, falls weiterer Bedarf für Liegeplätze vorhanden ist.

 

 

Notwendiges Zubehör

Für den Fall, dass deine Katze mit dem jetzigen Kratzbaum noch nicht ausgelastet ist, zielen mehrere Angebote an Produkten auf genau diese Problemstellung ab. Des Weiteren sind unter dem vielen Zubehör für Kratzbäume auch wichtige Ersatzteile zu finden, die sich mit der Zeit einfach abnutzen. Unter anderem stehen dir die folgenden Produkttypen für Zubehör zur Verfügung:

  • Ersatzsäule
  • Liegemulde
  • Muldenbezug
  • Sisalseile
  • Kratzmatte

Unterschiedliche Design-Varianten

 

Obwohl die meisten Kletterbäume sich vom Aufbau und den Materialien her gleichen, sind auch einige Modelle vertreten, deren Aussehen sich von den Restlichen abheben. Dies gelingt diesen Varianten beispielsweise durch eine außergewöhnlichere Farbwahl. So stehen neben den typischen und für Sisal charakteristischen beigen, cremefarbenen Ausführungen auch die folgenden Farben bereit:

  • Schwarz
  • Braun
  • Blau
  • Grau
  • Rot
  • Grün

Daneben sind noch weitere Bezüge mit Mustern vertreten, wie zum Beispiel im Leoparden-Design. Doch auch was die übrige Ausstattung betrifft, befinden sich verschiedene Highlights unter den Kratzbäumen. Hierzu zählen die Bäume, die außen komplett mit Holz verkleidet wurden, was das Designerstück nicht nur schöner aussehen lässt, sondern es auch für einen Einsatz außerhalb der Wohnung befähigt. In der weiteren Programmvielfalt finden sich auch Bäume wieder, die Burgen oder Schlössern nachempfunden wurden.

Alternativen zum Kratzbaum

Sollte ein großer Katzenkratzbaum zu viel Raum in der Wohnung einnehmen oder dieser durch zusätzliche Produkte ergänzt werden, so bieten sich dir viele Alternativen. Zu eben diesen Alternativen zählen unter anderem die Folgenden:

 

Kratzbretter

Die platzsparendste Möglichkeit den Kratzbaum sinnvoll zu ergänzen, um deinem Haustier eine weitere Fläche zu bieten, sind die Kratzbretter. Diese werden einfach an die Wand montiert und halten hier einige Attacken aus. Außerdem verschafft es dir den schönen Nebeneffekt, dass die Wände an diesen Stellen von den Krallen unbeschädigt und verschont bleiben. Schaffst du es, deiner Katze beizubringen, sich ausschließlich an den vorgesehenen Stellen zu vergehen, verhindert dies ein häufigeres Tapezieren, das bei der Haltung ungezogener Stubentiger leider oftmals notwendig ist.

 

Kratzwellen

Eine weitere Alternative zum Abwetzen findet sich in der Kratzwelle wieder. Das wellenförmige Design sorgt hier dafür, dass sich die Katzen in der unteren Hälfte gemütlich hinlegen und auf der anderen Seite ihre Krallen ausfahren können. Auch freistehend macht die Welle optisch einiges her. Dabei sind diese Möbel in verschiedenen Ausführungen mit einer Höhle oder einer Säule erhältlich.

 

Kratztonnen

Eine multifunktionale Alternative bietet dir eine Kratztonne. Diese schaffen durch ihre äußere Sisal-Verkleidung den kleinen Tigern eine Kratzfläche und durch ihre innere Aushöhlung einen zusätzlichen Schlaf- und Ausruhplatz. Allerdings solltest du beachten, dass die Tonnen einen größeren Durchmesser besitzen, damit sie beim nächsten Kratzanfall nicht ihre Stabilität verlieren. Manche Ausführungen sind mit einem extra Liegeplatz auf dem Plateau ausgestattet, um den Kätzchen einen zusätzlichen Komfort zu sichern. Alles in allem nehmen die Kratztonnen nicht viel Raum ein, können aber durch ihre Kompaktheit und die vielen Verwendungsmöglichkeiten punkten.

 

Kratzmatten

Sich einfach nur dem Kratztrieb hingeben und die angestaute Energie loswerden, schafft eine Kratzmatte. Besonders da Katzen gerne in verschiedenen Stellungen kratzen, macht eine horizontale Möglichkeit durchaus Sinn. Zwar gibt es diese Matten mit vielen optischen Spielereien, allerdings bieten sie keinerlei anderen Nutzen. So bleibt diese Variante nicht mehr als eine weitere sinnvolle Ergänzung zum sonstigen Mobiliar der Katzen. Um die Kratzmatten mit mehr Spielspaß auszurüsten, befestigen viele Hersteller noch eine Schnur mit einem kleinen Wollknäuel auf die ebene Fläche.

 

Wichtige Hinweise für die Katzenhaltung in der Wohnung

 

Viele Leute in Städten halten ihre Hauskatzen ausschließlich in der Wohnung, ohne einen Freigang. Auch für Wohnungskatzen, die ein anderes Leben nicht gewöhnt sind, bestehen dennoch wichtige Maßnahmen, die es zu beachten gilt. Aus diesem Grund folgen hier ein paar hilfreiche Tipps, die nicht nur deiner Katze, sondern auch deiner Wohnung zu gute kommen:

  • Viele Spielzeuge bereitstellen: Da der Spieltrieb von Katzen noch nicht mit einem Kratzbaum zufrieden gestellt wurde, suchen sie sich meist andere Sachen, um mit diesen den Trieb zu begnügen. Bevor sich dein Haustier herumliegende Gegenstände aussucht, schenke ihr lieber geeignetes Katzenspielzeug.
  • Stromkabel verstecken: Besonders angetan sind die kleinen Raubtiere von langen, schnurähnlichen Kabeln. Weshalb es sowohl für das Tier als auch für deine elektrischen Geräte wichtig ist, offen liegende Kabel zu verdecken. Auch Kopfhörer leben gefährlich, wenn diese im Zimmer liegen bleiben.
  • Fensterplätze: So gut wie alle Katzen beobachten gerne die Umgebung. Da die Geschehnisse in der Wohnung an vielen Tagen aber oft nicht sehr aufregend sind, schauen sie lieber in die Ferne. Oft besitzen die Haustiere bereits eine Lieblingsstelle, von der aus sie das Naturschauspiel genießen. Darum würdest du ihr einen großen Gefallen erweisen, diese mit Kissen oder kleinen Decken auszuschmücken, bevor sie sich an den Vorhängen oder der Fensterbank vergehen.
  • Vorhandenes Zubehör richtig positionieren: Verfügst du bereits über ausreichend Spielzeuge oder Kratzmöbel, doch deiner Katze sind diese relativ egal? Dann probiere einfach diese an anderen Stellen in der Wohnung zu platzieren, auch um die Möbel dieses Ortes zu schonen.
  • Weitere Rückzugsorte schaffen: Manchmal verstecken sich Katzen äußerst gekonnt in Schränken oder dunklen Ecken der Wohnung. Um nicht erschreckt zu werden, wenn man in die Sockenschublade greift, biete ihr einfach viele Höhlen, die sowohl dunkel als auch kuschelig gestaltet sind. Hier reicht meist oft auch ein einfacher Pappkarton.
  • Balkon absichern: Katzen lieben den Geruch der Natur und sich auf die Jagd nach Vögeln zu begeben. Wenn deine Wohnung über einen Balkon verfügt, würde sich jede Wohnungskatze darüber freuen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten beim Herumtoben, Sonnen oder Jagen vergessen sie oft über die bestehende Gefahr der Höhe. Deswegen lieber noch einmal den Balkon mit Gittern oder Netzen zusätzlich sichern.
  • Des Weiteren empfehlen Tierexperten, Katzen nicht alleine zu halten, da sie sich schnell einsam fühlen können, auch wenn man es ihnen nicht anmerkt. Außerdem sollten speziell Wohnungskatzen regelmäßig geimpft werden, da ihr Immunsystem nicht mit den Gefahren der Natur in Berührung kam.

 

 

Bildquellen:

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  • Bigstock/ Anima Felis
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  • Bigstock/ YakobchukOlena

 


Für diesen Ratgaber schwellte Malte häufig in Gedanken an seinen Hauskater und spielte in den letzten Tagen noch ausgiebiger mit ihm als sonst.