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Ratgeber für Mountainbikes

Welche unterschiedlichen Mountainbike-Typen gibt es?

Typ Verwendungszweck

All Mountain (AM)

Touren Flachland, Berge

Cross-Country (XC/CC)

Unbefestigte Wege und Straßen

Downhill (DH)

Schnelle Abfahrten in schwierigstem Gelände

Enduro

Tourentauglich

Four Cross (4X), Biker Cross

Schwieriges Gelände

Freeride (FR)

Schweres, abschüssiges Gelände

Trial

Schweres Gelände oder künstlich angelegte Hindernisstrecken

Dirtjump (DJ)

Springen

Mountainbike - ein Fahrrad für alle Wege

Singletrack Weekender, day 2 - Lee Quarry

Ein Mountainbike, abgekürzt auch ein MTB, ist ein Geländefahrrad, welches sich, wie der Name vermuten lässt, insbesondere für Fahrten durch unwegsames Gelände eignet. Darüber hinaus dient ein Mountainbike eher als Sportgerät denn als Verkehrsmittel. Seit 1996 gehört die Cross Country Mountainbike-Disziplin zu den olympischen Sportartarten.

Der Rahmen

Der Rahmen ist neben der Schaltung das wichtigste Bestandteil an einem Mountainbike. Der Rahmen sollte leicht und dennoch steif und sicher sein, hierfür eignen sich Leichtbaurahmen aus Alu oder Carbon. Darüber hinaus ist es relevant, dass sich der Rahmen an der Körpergröße des Fahrers orientiert.

Rahmenmessung
Körpergröße Rahmengröße In cm

155 – 165 cm

14 - 15“

35 – 38

165 – 170 cm

15 - 16“

38 - 41

170 – 175 cm

16 - 17“

41 - 43

175 – 180 cm

17 - 18“

43 - 46

180 – 185 cm

18 - 19“

46 - 48

185 – 190 cm

19 - 21“

48 - 53

190 – 195 cm

21 - 22“

53 - 56

195 – 200 cm

22 - 23“

56 - 58

Die Reifen

Die Breite der Reifen sollte mindestens 2 Zollbetragen und grobstollig sein, vor allem wenn man viel auf lockeren Böden, etwa einem Waldboden, unterwegs ist.

Schwalbe Nobby Nic 26 x 2,25 (57-559)Ein feines Profil eignet sich demgegenüber für einen asphaltierten Untergrund und ist somit bei einem Mountainbike eher selten zu finden, schließlich handelt es sich hierbei um ein Geländefahrrad. Ein hoher Pannenschutz verbunden mit einem geringen Eigengewicht sind weitere Faktoren auf die es beim Kauf von Reifen zu achten gilt. Mountainbiker-Fahrer können zwischen Enduro- oder Allmountainreifen wählen. Eine Besonderheit stellen die Tubeless-Reifen dar. Hier nun ein kurzer Überblick der signifikanten Unterschiede der drei Reifenarten.

Enduro-Reifen: stabiler und schwerer als ein All-Mountain-Reifen, dadurch kann ein schnelleres Bergabfahren gewährleistet werden. Außerdem bieten die Reifen eine Reserve für Sprünge. Die Sitzposition ist aufrecht, aber auch leicht rückwärtig.

Allmountainreifen: Eignen sich besonders gut für das Bergauffahren. Die Sitzposition ist aufrecht mit einer zentralen Schwerpunktlage.

Tubeless-Reifen: Eine Besonderheit der Tubeless-Reifen ist, dass hier kein Schlauch eingelegt werden muss, denn Laufrad und Reifen bilden eine Einheit. Der Nachteil der Reifen ist jedoch, dass spezielle und vor allem teure Felgen angeschafft werden müssen, auch ist die Montage aufwendiger. Demgegenüber eignen sich Tubeless-Reifen hervorragend für Geländefahrten und sind extrem pannensicher.

Die Felgen

In der Felge sitzt der Reifen und die Speichen verbinden wiederum die Felge mit der Nabe. Ob normale Alufelgen oder Hohlkammeralufelgen, beide eignen sich gut für ein Mountainbike. Bei den Hohlkammerfelgen entsteht im Inneren durch die interne Querversteifung eine geschlossen Kammer. Diese Art der Felgen finden sich meist bei sehr hochwertigen Mountainbikes. Der Durchmesser der Felgen liegt zumeist bei 559 Millimeter, das ist das klassische Maß des 26 Zoll Mountainbikes. Weniger verbreitet sind hingegen die 24 Zoll Bikes. Die Breite der Felgen liegt bei Enduro- oder All-Mountain-Reifen meist um die 20 mm.

Die Federung

Ein gutes Mountainbike besitzt eine Federgabel, schließlich geht es mit einem Mountainbike meist über unbefestigte Straßen. Die Federung sorgt dafür, dass zum Einen das Fahrgefühl angenehm ist und zum Anderen dass sich der Verschleiß von Felgen, Reifen, der Achse und den Gelenken in Grenzen hält. Sollte das Fahrrad keine Federgabel besitzen, kann diese auch separat erworben werden, jedoch besitzen hochwertige Mountainbikes in aller Regel eine Federgabel. Ein vollgefedertes Mountainbike wird umgangssprachlich „Fully“ genannt, ein Mountainbike mit einem ungefederten Hinterrad hingegen „Hardtail“.

Federungsarten

Eingelenker: das Tretlager befindet sich am Hauptrahmen und der Hinterbau ist durch ein Gelenk mit dem Hauptrahmen verbunden und bewegt sich in einer kreisförmigen Bahn. Die Lage des Gelenks hat maßgeblichen Einfluss auf die Handlungsweise dieses Systems, ist also der Drehpunkt weit oben zu finden, ist zwar das Ansprechverhalten positiv, jedoch wird der Pedalrückschlag spürbar. Der Drehpunkt liegt bei neuartigen Mountainbikes jedoch niedriger.

Mehrgelenker (abgestützter Eingelenker): Ist dem Eingelenker sehr ähnlich, jedoch befindet sich das Gelenk hier in der Sitzstrebe und nicht, wie man vermuten könnte, in der Kettenstrebe. Außerdem ist der Hinterbau an zwei Stellen mit dem Rahmen verbunden, das sorgt für noch mehr Steifigkeit.

Viergelenker: Hierbei befinden sich zwei Gelenke zwischen der Kurbel und der Hinterradachse, was zur einer Veränderung der Kinematik führt, denn die Hinterradachse befindet sich beim Einfedern nicht mehr auf einer kreisförmigen Bahn, denn die Bahn kann nun s-förmig, geradlinig oder ellipsenförmig sein. Dadurch ergeben sich die meisten Möglichkeiten was auch wiederum dazu führt, dass der Viergelenker das meiste Potential mitbringt. Dennoch sind auch das Federelement und das Dämpfungselement entscheidende Faktoren für die Qualität der Federung.

Die Schaltung

Damit sich das Mountainbike im Gelände auch gut fahren lässt, bedarf es einer hochwertigen Schaltung. Beim Kauf kann man sich zwischen einer Naben- oder Kettenschaltung entscheiden. Der Vorteil einer Nabenschaltung liegt darin begründet, dass sämtliche Bestandteile in einem geschlossenen Aufbau befinden und somit die Schaltung vor Verschmutzung und Witterung geschützt ist. Demgegenüber ist jedoch eine Reparatur aufwendiger, muss doch die gesamte Schaltung auseinander genommen werden. Die meisten Mountainbikes besitzen jedoch eine Kettenschaltung. Führender Hersteller in diesem Bereich ist die japanische Firma Shimano.

Die Bremsen

Shimano Deore XT ScheibenbremseDie Bremsen sind, genau wie beim Auto, äußerst wichtig. Die meisten Mountainbikes besitzen Cantilever-Bremsen, es finden sich aber auch immer mehr Mountainbikes, die mit Scheibenbremsen ausgestattet sind. Der Vorteil der Scheibenbremse liegt im kaum merklichen Unterschied des Bremsvermögens bei Trockenheit oder Nässe. Jedoch verschleißen die Bremsbeläge schneller. Vor allem die Vorderradbremse ist beim Mountainbiken enorm wichtig, überträgt diese doch 70 – 80 % der Bremskraft auf den Boden, wohingegen die Hinterrad-Bremse nur 20 – 30 % der Bremskraft auf den Boden überträgt.

Die Sicherheit

Beim Kauf eines Mountainbikes sollte auch immer darauf geachtet werden, dass die Ausstattung gemäß der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung entspricht, zumindest wenn man das Mountainbike auch in der Stadt benutzen möchte. Wer nur im Gelände damit unterwegs ist, kann darauf verzichten. Dazu gehört eine dynamobetriebene Beleuchtung, integrierte oder separate Reflektoren vorne und hinten, Pedale mit Reflektoren, Vorder- und Hinterradbremse, eine Klingel und umlaufende Reflektorstreifen an den Reifen oder Speichenreflektoren. Gerade bei Fahrten durch unwegsames Gelände sollte außerdem ein Fahrradhelm auf keinen Fall fehlen.

Führende Hersteller

  • Cannondale
  • Cube
  • Ghost
  • Merida
  • Bulls
  • Scott
  • Bergamont

Bildquelle: