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Ratgeber Mundharmonikas

Wissenswertes über Mundharmonikas
Mundharmonikas verbindet man heutzutage wohl hauptsächlich mit Straßenmusikern, die in der Stadt um ein paar Euros spielen oder auch mit seinen Großeltern, auf dessen Dachboden man meist auch noch eine Mundharmonika findet. Aktuell kann sich die Mundharmonika dank dem Supertalent Michael Hirte allerdings neuer Beliebtheit erfreuen, der mit seiner Mundharmonika zahlreiche Fans zu Tränen rührt.

Aufbau und Geschichte der Mundharmonika
Die Mundharmonika ist ein Musikinstrument und gehört zur Gruppe der Blasinstrumente mit sogenannten Durchschlagzungen aus Metall in parallel zueinander angeordneten Luftkanälen, die direkt mit dem Mund angeblasen werden. Mundharmonikas tauchten erstmals in den frühen 1820er Jahren auf und verbreiteten sich im deutschen Sprachraum. In Deutschland existieren noch zwei Hersteller von Mundharmonikas: C.A. Seydel in Klingenthal und Matthias Hohner in Trossingen.

Einsatz von Mundharmonikas
Im Vergleich zu anderen Musikinstrumenten ist die Mundharmonika klein, handlich und sehr preiswert zu erstehen und robust und unempfindlich im Umgang. Durch die sogenannte Richterstimmung können einfache Melodien mit Begleitakkorden hinterlegt werden. Später wurden Mundharmonikas entwickelt, die über chromatische Töne verfügen. Mundharmonikas spielen eine Bedeutung in der Blues-Szene. In der klassischen Musik und im Orchester hingegen keine.

Aufbau einer Mundharmonika
Eine Mundharmonika setzt sich aus dem Kanzellenkörper – der auch Kamm genannt wird, den Stimmzungen und den Stimmplatten zusammen. Die Bezeichnung Kamm? stammt von der Ähnlichkeit des Instruments mit einem Kamm. Der Kamm / der Kanzellenkörper wurde ursprünglich aus Holz gefertigt, heute wird stattdessen Kunststoff oder Metall verwendet. In dem Kamm befinden sich die Luftkammern, die die Atemluft zu den Stimmzungen befördern.

Die Stimmplatten und Stimmzungen
Die Stimmplatten und Stimmzungen sind oben auf dem Kanzellenkörper befestigt und mit einem Deckel aus Blech verkleidet. Auf die Stimmplatten werden die Stimmzungen genietet, wodurch diese frei durch die darunter liegenden Tonlöcher hindurchschwingen können. Die Zunge ist etwas nach oben gebogen, damit sie durch die Blasluft in Schwingungen versetzt werden kann. An jeder einzelnen Kanzelle sind jeweils eine nach innen gerichtete Druck- und eine nach außen gerichtete Sogzunge angeordnet, die entsprechend durch Blasen oder Saugen angeregt werden.

Chromatische und diatonische Mundharmonikas
Es werden zahlreiche verschiedene Mundharmonikas unterschieden: chromatische Mundharmonikas, die über einen eingebauten Schieber verfügen und alle Halbtöne abdecken können und sich somit für alle Musikstile eignen und diatonische Mundharmonikas, unter die die Richter-Mundharmonika, die Tremolomundharmonika, die Oktavmundharmonika und weitere Mundharmonikatypen fallen.