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Ratgeber Nikotinpflaster

Wissenswertes über Nikotinpflaster
Das Nikotinpflaster ist ein apothekenpflichtiges Produkt, das Raucher beim Entwöhnen unterstützen soll. Denn es mildert eventuelle Entzugserscheinungen ab. Durch die Nutzung werden andere Schadstoffe, die zusätzlich noch in einer Zigarette vorkommen, ausgeschlossen. Eine Anwendung sollte nach Möglichkeit unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da es zu ungewollten Nebenwirkungen kommen kann.

Die Nikotinersatztherapie
Die Nikotinersatztherapie hat sich unter den pharmakologisch begleiteten Therapien als am effektvollsten herausgestellt. Durch eine genau abgemessene Substitution des Giftes Nikotin werden Entzugserscheinungen wirkungsvoll abgemildert. Laut Studien sollen die Erfolgschancen einer vollständigen Entwöhnung um das doppelte steigen. Dies sind etwa 16% bei einer durch einen Arzt begleiteten Raucherentwöhnung.

Die verschiedenen Typen von Nikotinpflastern
Nikotinpflaster werden in verschiedenen Stärken sowie Anwendungsformen vertrieben. Das Membranpflaster gibt es beispielsweise mit den Nikotinmengen 8,3mg, 16,6mg und 24,9mg, beziehungsweise 17,5mg, 35mg und 52,5mg pro Anwendung. Diese Dosen werden entweder im Zeitraum von 16 Stunden oder 24 Stunden verabreicht. 16-Stunden-Pflaster werden von morgens bis abends getragen; die 24-Stunden-Pflaster werden auch über Nacht getragen und erst morgens ausgetauscht.

Die Wirkungsweise von Nikotinpflastern
Nikotinpflaster geben über die Haut langsam und stetig Nikotin ab, um so eventuelle Entzugserscheinungen abzumindern. Hintergrund ist, dass die Suchtwirkung von Nikotin sehr stark von der Art der Einnahme abhängt. Heftige, schnell zugeführte Dosen machen schnell abhängig. Das Belohnungszentrum im Gehirn verbindet unbewusst die Zigarette mit der Nikotinzufuhr. Bei einer langsamen und stetigen Dosierung über ein Pflaster tritt diese Verknüpfung nicht auf und die Suchtwirkung bleibt aus. Durch eine stufenweise Verringerung der Dosen über einige Wochen hinweg, wird der Nikotinspiegel im Blut langsam gesenkt. Starke Entzugserscheinungen lassen sich so verhindern.

Gegenanzeigen von Nikotinpflastern
Nikotinpflaster sollten unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden, da Nikotin über eine gefäßverengende Wirkung verfügt. Dementsprechend sollte bei einem frischen Herzinfarkt, einem frischen Schlaganfall, einer Herz- und Leberschwäche, hohem Blutdruck, einer instabilen Angina pectoris oder einigen chronischen Hautkrankheiten von einem Gebrauch unbedingt abgesehen werden. Schwangere sollten ein Nikotinpflaster nur nutzen, wenn ihnen sonst das Aufhören gar nicht gelingt. In der Schwangerschaft ist von jeglichem Nikotin abzuraten. Risiken und Nebenwirkung müssen mit dem Vorteil abgewogen werden.

Nutzung von Nikotinpflastern
Während dem Gebrauch darf auf keinen Fall weitergeraucht werden, da es zu einer Überdosierung des Giftes Nikotin kommen kann. Auch darf immer nur ein Pflaster zum Einsatz kommen. Beim Aufkleben ist darauf zu achten, dass die entsprechende Hautstelle sauber und unverletzt ist. Bei Vergiftungserscheinungen wie etwa Übelkeit, Schwindel oder Krämpfen muss das Pflaster sofort entfernt werden. Bei schweren Symptomen ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Prinzipiell sind Nikotinpflaster eher für starke Raucher zu empfehlen. Gelegenheitsraucher können eher auf Nikotinkaugummis zurückgreifen.