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Ratgeber Offroad Reifen

Wissenswertes über Offroadreifen
Offroad oder Geländereifen gehören zu den Autoreifen und bilden gemeinsam mit der Felge das Rad des Fahrzeuges. Das besondere an diesen Reifen ist ihre Geländegängigkeit.

Aufbau und Unterschiede
Offroad Reifen werden in der Regel als Diagonalreifen aufgebaut. Durch diese Bauweise, bei der mehrere Karkassenlagen überkreuzt werden, ist der Reifen in sich sehr flexibel. Die Flexibilität ist im Gegensatz zur Straße im Gelände erwünscht. Dies liegt daran, dass eine bessere Selbstreinigung der Lauffläche erzielt wird und der Reifen sich dem Untergrund besser anpassen kann. Das grobe Profil sorgt dafür, dass der Reifen optimal fürs Gelände geeignet ist. Bei SUVs oder Geländewagen die sowohl am allgemeinen Straßenverkehr teilnehmen, als auch im Gelände unterwegs sind, wird mit den meisten Offroad Reifen ein Kompromiss zwischen Straßentauglichkeit und Geländeeigenschaften gewählt. Bei Fahrzeugen die ausschließlich im Gelände unterwegs sind werden Reifen verwendet die genau an die Anforderungen des entsprechenden Terrains angepasst sind.

Einsatzgebiet
Reine Offroadreifen finden bei landwirtschaftlichen Maschinen wie beispielsweise Traktoren Verwendung. Hier wird der Einsatz eines auffallend groben Profils sehr deutlich. Da Traktoren auch im Gelände eine extrem gute Bodenhaftung haben müssen, um schwere Lasten ziehen zu können, muss die Lauffläche des Reifen eine grob strukturierte Oberfläche aufweisen. Bei dieser Arbeit graben sich die Gummischaufeln des Pneus in den Untergrund, um so eine möglichst hohe Auflagefläche zu bieten, auf der sie Haftung finden. Bereits bei leicht feuchtem Feld kann ein regulärer Sommerreifen nicht mehr greifen, weil das fein strukturierte Profil mit Sand und Schlamm zugesetzt ist und den Reifen zu einem Slick werden lässt.

Herstellung
Bei der Herstellung der Reifen werden zwei unterschiedliche Varianten verwendet.
Zum einen die Herstellung vollständig neuer Reifen. Dabei werden die verschiedenen Lagen an speziellen Spritzmaschine oder einer Kalander erstellt. Anschließend werden diese Lagen an einer Wickelmaschine nacheinander aufgebracht. Wenn der Grundlegende Reifenaufbau fertig ist, wird eine Gummimischung für die Lauffläche aufgebracht. Um dem Reifen seine unverwechselbare Form und ein Profil zu geben, wird der Reifen vulkanisiert.

Recycling
Die Alternative zu neuen Pneus ist die Runderneuerung eines Reifens. Dazu werden alte Reifen recycelt indem die Lauffläche maschinell abgeschält und nur die Lauffläche erneuert wird. Anschließend muss auch dieser vulkanisiert werden und es entstehen neue Allwetter-, Sommer- oder Winterreifen. Auf diesem Wege lassen sich bis zu einem Drittel der Herstellung eines neuen Reifens einsparen. Außerdem wird die Umwelt geschont, weil diese Art der Aufbereitung sehr nachhaltig ist. Nicht nur, dass deutlich weniger Rohstoffe eingesetzt werden müssen, es wird zusätzlich auch deutlich weniger Energie benötigt.

Myhtos
Im Allgemeinen wird angenommen, dass runderneuerte Reifen qualitativ nicht so hochwertig sind wie neue Reifen und zusätzlich einen deutlich höheren Verschleiß und Spritverbrauch bewirken. Jedoch handelt es sich hierbei nur einen Mythos. Durch den heutigen Stand der Technik und die ständige Weiterentwicklung sind diese Reifen minimal schlechter als neue. Dadurch, dass recycelte Reifen bereits einige Zeit auf dem Buckel haben, werden die maximal zulässigen Höchstgeschwindigkeiten herabgesetzt um möglichen minimalen Beschädigungen Rechnung zu tragen.