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Ratgeber Pareo

Allgemeines zu Pareos:
Ein riesiges Tuch, das auf unzählige Varianten getragen werden kann: als dieses in Modekreisen stylisches Wunder gilt der Pareo. Seinen Ursprung findet das Kleidungsstück als in zahlreichen Ländern traditionelles Wickeltuch, das bis in die heutige Zeit in jeweils höchst unterschiedlichen Varianten sowohl um die Hüften als auch Schultern getragen wird – und zwar sowohl von Frauen als auch von Männern. Vorreiter sind hierbei vor allem Pazifikregionen wie Samoa, Hawaii oder die Fiji-Inselnin Tahiti gehört ein Pareo noch immer zur Grundausstattung einer jeden Garderobe. Die Art des Bindens allerdings ist jedermann selbst überlassen: Hauptsache, die Konstruktion verrutscht nicht! In europäischen Breitengraden wird das gute Stück hauptsächlich von der weiblichen Bevölkerungsschicht als Bademode-Rock-Ersatz genutzt - denn einzig mit einem Bikini oder Badeanzug bekleidet, wird der Weg vom Strand in das nächstgelegene Straßencafé oftmals nicht gerne angetreten.

Design, Ästhetik sowie praktische Erwägungen:
Beim Tragen eines Pareos spielen modische Aspekte eine ebenso große Rolle wie praktische Erwägungen. Bezüglich seines Erscheinungsbildes ist allgemein festzustellen, dass der Pareo - auch wenn es ihn inzwischen selbstverständlich in unifarbenen Dessins zu erwerben gibt - außergewöhnlich farbenprächtige Designs bietet. Doch vor allem das Material und die Beschaffenheit des Textils werfen ein nicht zu verachtendes Gewicht für den Stellenwert eines Pareos in die Waage: Der überaus dünne Stoff findet zusammengerollt in so gut wie jeder Tasche Platz, das Binden - vorausgesetzt, man hat den Dreh einmal verinnerlicht - ist zügig vollzogen und das fließende, bequeme und kühlende bzw warmhaltende Gewebe trägt sich besonders angenehm.

Herkunft:
Der Ursprung des Pareos ist nicht mit 100%-iger Sicherheit nachzuweisen. Einige Etymologen führen den Wortstamm auf einen altertümlichen Dialekt zurück, allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich bei der Überlieferung Missverständnisse bezüglich der Deszendenz eingeschlichen haben. Als sicher gilt einzig, dass spätestens im 19. Jahrhundert der Gebrauch des Pareo allgemein üblich war. Und der Zweck war ebenfalls eindeutig festgelegt: nicht als Schmuck für den Oberkörper, sondern als Beitrag zum Verhüllen nackter Frauenbeine sollte das Kleidungsstück dienen!

Tragevarianten:
Vieles bzw fast alles ist möglich und erlaubt in der aktuell geltenden Modewelt, und ein jeder kann sich ohne großes Aufhebens nach seiner Fasson stylen. Besonders viel Sinn für Individualität bietet hier der Pareo: die ausschließliche Gemeinsamkeit der unzähligen Tragevarianten besteht im Individualismus! Nichtsdestotrotz sollen hier beispielhaft ein, zwei Varianten als Hilfestellung für den eventuellen Erstgebrauch nicht unbeachtet bleiben: a) Neckholder-Strandkleid: die breiteste Stelle des Tuches von hinten um den Rücken schlingen, die beiden oberen Enden nach vorne ziehen und bei Bedarf leicht zusammenrollen. Diese sodann über Kreuz um den Hals legen und zu guter Letzt im Nacken verknoten. b) Minirock: Hierfür werden die Pareos mittig so gefaltet, dass ein kleines Rechteck entsteht. Wiederum wird am Rücken begonnen, allerdings weiter unten - das Tuch wird um die Taille gelegt, um schließlich vor dem Bauch eines der Enden zusammenzurollen und nach innen einzuschlagen - das perfekte Strandoutfit ist erzeugt! c) Bora-Bora-Style: Träumen Sie sich auf eine Insel und halten Sie den Pareo schlicht waagerecht über Ihrer Brust, schlingen sie ihn einmal um den Körper und entscheiden Sie sich für eine Länge, indem sie die nach Ihren Vorstellungen überflüssige Stoffmenge einfach in Schichten übereinanderwinden. Feststecken – und wie in der Südsee fühlen! Übrigens - bei allen Tragevarianten gilt: eine Blume im Haar bzw hinter den Ohren (links, wenn verheiratet, ansonsten als Hinweis auf Single-Dasein) macht noch mehr Lust auf Sommer, Sonne und gute Laune!

Sommer und Winter:
Schließlich sei für zukünftige und natürlich auch bereits eingefleischte Pareo-Trägerinnen nicht zu verheimlichen: das universell einsetzbare Wickeltuch ist auch in den langen Wintermonaten ein wahrer Renner: statt Kuscheldecke hält auch dieses Material äußerst warm, und so gelten Fernsehabende auf dem Sofa liegend und in Pareos gewickelt ebenfalls als wahrer Genuss