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Ratgeber Parfum

Wer möchte nicht gut riechen? Natürlich möchte jeder gerne Komplimente für seinen Duft ernten und nicht mit einem unangenehmen Körpergeruch auffallen. Dabei ist ein Parfum die perfekte Ergänzung zu einem Deodorant. Für das passende Produkt kannst du dich von der Werbung leiten lassen oder den Duft, der am besten zu dir selbst passt, selbst bestimmen. Duftstreifen aus Pappe, wie sie oft in Parfumerien zur Verfügung stehen, bieten sich zum Testen vor Ort an. Diese Testmethode ist jedoch nicht optimal, da du theoretisch zwar zwanzig Düfte auf diese Weise ausprobieren kannst, aber sich das Parfum auf der Pappe anders als auf deiner Haut verhält. Genau dieser Kontakt zur Haut ist wichtig, weshalb du beim Testen nur 2-3 Düfte, die du direkt auf die Haut sprühst, testen solltest. Des Weiteren kann deine Nase die Düfte dann auch nicht mehr fein unterscheiden. Nachdem du einige wenige Düfte auf der Haut hast, solltest du dir kein vorschnelles Urteil bilden, sondern das Parfum erst wirken lassen. Hat sich die volle Wirkung des Duftes auf deiner Haut entfaltet, kannst du entscheiden, ob es zu dir passt oder eher nicht.

Die Geschichte des Parfums

Sowohl aus dem Lateinischen als auch dem Französischen lässt sich die Vokabel Parfum exakt übersetzen: per: durch, fumum: Dampf; parfum: Duft. Laut Lexikoneintrag schlicht ein flüssiges Gemisch aus Alkohol und Riechstoffen, welches inspiriert. Ägypten und Indien gelten als die ersten Länder, in denen die aromatischen Substanzen Einsatz gefunden haben. Die abendländischen Kulturen wurden erst während der Kreuzzüge mit duftenden Rohstoffen sowie Mixturen des Orients vertraut. Allerdings hat bereits Karl der Große am Ende des 8. Jahrhunderts den Anbau von aromatischen Pflanzen zur Benutzung in der Medizin und der Küche verordnet. Es dauerte allerdings weitere 700 Jahre, bis Handwerks-Kenntnisse und technische Voraussetzungen so gut entwickelt waren, dass Destillate mit hoher Konzentration sowie erste ätherische Öle hergestellt werden konnten. Parfum besteht in erster Linie aus Alkohol, destilliertem Wasser und natürlichen oder synthetischen Inhaltsstoffen.

Marken- und Duftvielfalt

In der heutigen Parfumwelt geht es oft wie im Modebereich zu: Düfte kommen und gehen und ehe man sich versieht, stehen schon wieder neue Duftkreationen im Regal. Nichtdestotrotz gibt es einige Marken, deren Serien sich als äußerst langlebig in den Parfumregalen halten und sich in einigen Fällen sogar als “Klassiker” etablieren konnten.

Hier eine Auflistung bekannterer Damen- und Herrenparfums:

Damendüfte

  • Chanel No. 5
  • Lancóme Trésor
  • Gucci Flora
  • Thierry Mugler Angel
  • Dior Les Poisons
  • Hermés Caléche
  • Jean Paul Gaultier Classique
  • Jil Sander Sun
  • Giorgio Armani Acqua di Gioia

Herrendüfte

  • Davidoff Cool Water
  • Calvin Klein ck one
  • Dior Fahrenheit
  • Joop! Homme
  • Gucci by Gucci
  • Jean Paul Gaultier Le Male
  • Giorgio Armani Eau pour Homme

Duftstoffe, Duftintensität und Duftwirkung

Duftstoffe, Duftintensität und DuftwirkungJe nach entsprechender Zusammensetzung beeinflussen die Riechstoffauswahl und die Riechstoffkonzentration sowohl die Intensität als auch die Wirkung des Duftes. So kann ein auf einen Schal aufgetragenes Parfum zwar wahrgenommen, aber noch nicht konkret zugeordnet werden. Sprüht man ein Eau de Toilette mit höherer Intensität auf seine Kleidung, so ist das Parfum bereits erkennbar und wahrnehmbar. Übertreibt man bei der Menge des Parfums, so kann ein aufdringlicher Duft entstehen, der sogar eine Fluchtreaktion auszulösen vermag.

Ein Parfum kann Nuancen von Blumen, Früchten, Puder oder auch klassisch-elegante Töne besitzen. Fast alle Parfums bestehen aus Kopfnote, Herznote und Basisnote. Ebenso wie bei Restaurantkritikern, gibt es auch hier Gourmands, und die Zusammenstellung von Blüten, Früchten, Gewürzen, Blättern, Beeren, Wurzeln, Tabak und Kräutern wird je nach Geschmack sehr genau beurteilt. Da die Herstellung der einzelnen Essenzen sehr aufwändig ist, kommen vermehrt synthetische Varianten zum Einsatz. Dabei handelt es sich um keine Neuerung der letzten 30 Jahre, denn synthetische Duftstoffe werden bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet. Dies ist nicht wirklich verwunderlich, da beispielsweise für die Herstellung eines einzigen Liters Rosenöl drei Tonnen Rosenblätter notwendig sind.

Herren- und Damenparfum unterscheidet sich grundsätzlich in der Art der Zusammensetzung verschiedener Wirkstoffe. Nicht vergessen werden sollte, dass ein Parfum aus bis zu 80 Prozent Alkohol bestehen kann und lediglich die zusätzlichen Essenzen für den eigentlichen Duft verantwortlich sind. Je nach Verdünnungsart ist das Dufterlebnis dominanter langanhaltender, oder eher von gemäßigter Intensität und kürzerer Dauer.

Damit du eine grobe Übersicht erhältst, habe ich hier die Mischverhältnisse und deren Produktbezeichnungen in einer Tabelle zusammengefasst:

Bezeichnung Eau de Cologne Eau de Toilette Eau de Parfum
Abkürzung EDC EDT EDP
Anteil Duftöl 3-5 % 6-9 % 10-14 % (Intense bis zu 20 %; Extrait rund 15-40 %)
Eigenschaften

Erdacht als Erfrischungswasser, ist es kaum verwunderlich, dass in einem Eau de Cologne der geringste Duftölanteil steckt. Deshalb ist der Duft auch schnell verflogen. Dafür ist dieser sehr erfrischend.

Als Untervariante sind auch Splash Colognes erhältlich. Bei diesen Fällt der Düftölanteil in den Bereich zwischen 1-3 %.

Das Eau de Toilette ist die am häufigsten anzutreffende Parfumvariante. Dabei handelt es sich um einen guter Kompromiss zum intensiveren EDP.

Im Idealfall hält ein EDT den kompletten Tag, ohne zu aufdringlich zu wirken. Bereits hier sind vereinzelt Intense-Variationen anzutreffen, die noch mehr Duftöl enthalten.

Mit einem Eau de Parfum erhältst du die ausgiebigste Duftnote. Hier sind mindestens 10 Prozent Duftöl enthalten. Dementsprechend vorsichtig solltest du mit der täglichen Dosierung umgehen, damit der Geruch nicht zu aufdringlich ist.

Noch höhere Duftölanteile enthalten nur EdP Intense- und Extrait-Düfte.

Die richtige Lagerung von Parfum

ZerstäuberNach einer gewissen Zeit riecht auch das beste Parfum nicht mehr so schön wie bei der Benutzung am ersten Tag. Genau deshalb ist die richtige Lagerung entscheidend. Die Flüssigkeit sollte vor Licht geschützt werden. Dafür bietet sich eine Ecke innerhalb eines herkömmlichen Schlafzimmerschrankes an. Zwar gibt es auch Parfums mit undurchsichtigem Flakon, aber selbst dann ist die Lagerung im Schrank empfehlenswert, da sich der Behälter durch direkte Sonneneinstrahlung innen erhitzen kann. Manch einer geht sogar soweit, dass er die Parfumfläschchen im Kühlschrank aufbewahrt. Ganz so weit musst du meiner Meinung nach nicht gehen, aber ich empfehle eine lichtgeschützte Lagerung bei gleichbleibender Temperatur. Des Weiteren sollte der Parfumdeckel aufgesteckt bleiben und nicht direkt nach dem Öffnen im Müll landen. Durch den Deckel wird gewährleistet, dass nicht zu viel Luft ins Parfum eindringt. So bleibt dein Lieblingsduft im Bestfall mehrere Jahre erhalten - wenn er denn nicht vorher aufgebraucht wird.

Die richtige Anwendung von Parfum

Tendenziell kannst du beim Versprühen von Parfum natürlich wenig falsch machen, dennoch möchte ich dir ein paar Tipps geben, an welchen Stell dein Parfum seinen Duft am besten entfalten kann. Zuallererst solltest du von dem Besprühen deiner Kleidung Abstand nehmen. Auch an deinen Haaren hat dein Parfum nichts verloren. Parfums und Eau de Toilettes entfalten ihre volle Duftpracht nur auf deiner Haut, aktiviert durch die Körperwärme. Als geradezu ideal bieten sich Hals, Brust, Nacken oder Handgelenke an. Durch diese Körperzonen pulsiert viel Blut, was in einer hohen Wärmeentwicklung mündet. Solltest du bereits ein wohldurftendes After-Shave benutzt haben, fällt der Halsbereich aus, da du keine zwei Düfte miteinander kreuzen solltest. Auch das nachträgliche Verreiben der Duftstelle mit deinen Händen solltest du unterlassen, da so der ursprüngliche Parfumduft - meist zum Negativen hin - verändert wird. 

Mit der Parfummenge solltest du ebenso umsichtig umgehen. Mir persönlich reichen zwei Spritzer für den kompletten Tag, mehr als viermal sprühen solltest du jedenfalls nicht. Auch dein Hauttyp ist mit entscheidend. Bei trockener Haut verfliegt das Parfum schneller, während sich ein Duft bei normaler und fettigerer Haut länger hält. All diese Punkte solltest du bei deiner täglichen Parfumanwendung beachten.

Die Wirkung von Düften auf den Menschen und deren Anwendungsbereiche

  1. Medizin: Riech-Fläschchen wurden früher als erste-Hilfe-Utensilien bei emotionalem Schock verwenden. Heute kommen Parfums bei Reisekrankheiten, Flugängsten oder anderen Zuständen von Panik zum Einsatz.
  2. Kosmetik und Mode: Genau wie sexy Accessoires ist ein Parfum durchaus in der Lage, eine andere Person zu betören. Shampoo für die Haare, Gel zum Duschen, Deodorants oder Rasierwasser werden nicht nach Packung, sondern Geruch gewählt, und eine duftende Creme, oder Balsam für Lippen wie auch Zahncreme sind ebenso für Körperpflege und Gesundheit wichtig wie für Aspekte der Beauty und des Wirkens auf andere. 
  3. Sonstige: Verschiedene Frangrances finden auch als Raumduft - Sprays oder Aufsteller – Verwendung sowie auch in Bad, Wohnbereich - hier als Öl für Räucherstäbchen oder Flüssigkeit in einer schönen Schale aus Glas -,Haus & Garten. Reinigungsmittel werden Duftstoffe zugeführt, und dadurch der Nase des Verbrauchers angenehm gemacht.

Anekdoten zum Ende

Inzwischen gibt es neben dem Oscar für Film, den Golden Globe oder Emmy für die beste Serie und den Grammy für die beste Musik auch eine Auszeichnung für Parfums: Den Deutschen Parfumpreis. Bei dieser jährlichen Preisverleihung werden die beliebtesten Parfums geehrt. Die Sieger können sich mit dem Titel Duftstar des jeweiligen Jahres schmücken.

Für viele Hersteller von Bekleidung ist die Kosmetik inzwischen ein riesiger Absatzmarkt, denn sowohl Männer achten nicht nur immer mehr auf ihre Schuhe und Bekleidung, sondern erwarten auch spezielle Produkte zur Pflege von Haut und Haaren. Parfum für Damen war wiederum schon immer ein großer Absatzmarkt. Für Karl Lagerfeld gibt es keinen Luxus ohne Parfum, und schon Gretchen bot ihrer Nachbarin in Goethes Faust eine Flasche mit Riechstoffen an. Gegenwärtig sind in Deutschland über 1.000 Düfte im Handel erhältlich. Jedes Jahr werden ungefähr 200 neue Düfte eingeführt. Allerdings halten sich nur ca 3% der Neuerscheinungen länger als drei Jahre.

 

 

Bildquellen:

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Im Duftparadies hat sich Tobi für dich umgeschaut. So bleiben dir und deiner Nase viele Fragen erspart.