Nach oben

Plattenspieler filtern nach:

Beliebteste Marken: Mehr Marken
Sortieren:
 

Anzeige je Seite:


Ratgeber Plattenspieler

Wissenswertes über Plattenspieler
Der Plattenspieler ist der Nachfolger der häufig mechanisch angetriebenen Grammophone und Phonographen. Deshalb wurde er anfangs auch noch elektronisches Grammophon genannt. In den 50ern und 60ern des letzten Jahrhunderts hatten Schallplatten ein Monopol in der Tonträgerbranche, mussten später jedoch nach und nach der Kassette und der CD weichen. Mit etwa 100.000 verkauften Stück gegenüber 8,3 Millionen verkauften MP3-Playern im Jahr 2005 ist der Marktanteil nur noch verschwindend gering.
Trotz der objektiven Verbesserung der Tonqualität durch die Einführung der CDs und der CD-Player schwören heute noch einige Musikliebhaber auf das ursprüngliche Klangerlebnis beim Abspielen einer Schallplatte. DJs verwenden immer noch in erster Linie Plattenspieler. Das direkte Arbeiten mit dem Medium Schallplatte ermöglicht ein intuitives und schnelles Mixen. Scratching und Backspinning gehören ebenfalls zu den kleinen aber wirksamen Kunststücken am Plattenteller.

Grundsätzliches
Ein Plattenspieler besteht prinzipiell aus einem Plattenteller, einem Tonarm und einem Tonabnehmer. Am Tonabnehmer sitzt eine Diamant-, Saphir- oder Metallnadel, die die strukturierten Rillen in der Schallplatte abtastet. Die dadurch entstehenden Schwingungen werden an den Tonabnehmer weitergegeben, der diese in elektrische Signale umwandelt. Im nächsten Schritt werden sie entzerrt, verstärkt um dann als Ton aus dem Lautsprecher zu kommen.

Abspielgeschwindigkeit von Plattenspielern
Im Allgemeinen spielen Plattenspieler die Schallplatte in 2 Geschwindigkeiten ab. Je nach Plattengröße, LP oder Single, werden 33 1/3 oder 45 Umdrehungen pro Minute gemacht. Angetrieben wird der Plattenteller in erster Linie mittels dreierlei Techniken. Sie alle müssen mehr oder weniger verschiedenen technischen Anforderungen genügen, sei es ein schnelles Hochlaufen des Plattentellers, ein möglichst vibrationsfreier Plattenteller oder eine exakte Plattentellerdrehzahl sowie deren Regelbarkeit.

Direktantrieb
Der Direktantrieb ist vor allem im Profibereich, also bei den DJs verbreitet. Die hochwertigen Plattenspieler dieser Bauart verfügen meist über eine sehr kurze Hochlaufzeit und die verwendeten Motoren geben teilweise noch weniger Vibrationen an den Plattenteller weiter als die die heutigen Antriebe mit Riemen. Bei dieser Technik wird der Plattenteller direkt vom Motor angetrieben, da er genau auf der Achse des Antriebmotors sitzt. Die Konstruktion von Motor und Steuerung erfordert allerdings einen hohen Aufwand, welcher bei den heute eher geringen Stückzahlen nicht mehr wirtschaftlich ist.

Riemenantrieb
Der Riemenantrieb hat den Vorteil, dass sehr wenige Vibrationen vom Antriebsmotor an den Plattenteller weitergegeben werden. Motor und Plattenteller sind zwei verschiedene Einheiten, die nur mittels eines Antriebsriemens miteinander verbunden sind. Erkauft werden muss dieser Pluspunkt mit der Gefahr höherer Laufgeschwindigkeitsschwankungen und Geschwindigkeitsverschiebungen aufgrund von Veränderungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit oder der ungleichmäßigen Bremswirkung der Tonrille auf der Schallplatte. Diese konstruktionsbedingten Mängel können mit besonders schweren Plattentellern und einer automatischen Drehzahlregelelektronik abgeschwächt werden.

Reibradantrieb
Der Reibradantrieb überträgt die Drehung des Motors über ein Gummirad an den Plattenteller. Das Drehmoment wird sehr gut übertragen und auch ein schnelles Hochdrehen des Plattentellers ist garantiert, aber es werden hier auch die Vibrationen des Antriebsmotors ungefiltert weitergegeben. In der heutigen Zeit wird dieser Antrieb nur noch von wenigen Herstellern angeboten, und dann auch vorwiegend im Bereich der qualitativ niedrige Laufwerke.

Kuriositäten
Auch bei den Plattenspielern ging der Trend, wie überall, zur Miniaturisierung. In den 1960er Jahren wurden mehrere tragbare Modelle auf dem Markt angeboten. Abgespielt haben sie eigentlich nur Singles, später wurden sie vor allem in große Radiorecorder integriert. Als Schmankerl gab es auch Einbau-Plattenspieler fürs Auto. Möglich wurde dies durch den Einsatz der aufwendigen Tangentialtechnik. Der Tonarm gleitet hierbei auf einem Schlitten immer tangential zur Tonrille der Schallplatte. Vorteil hier ist der geringere Platzbedarf.
Auch das Brennen″ von Schallplatten ist zuhause möglich, dazu wird ein Vinylrecorder benötigt, der mit einer besonderen Diamant-Sichel die empfangenen Signale in einen Plattenrohling schneidet. Diese Technik hat allerdings einen stolzen vierstelligen Preis.

Alles in allem ist auch heute der Plattenspieler noch nicht aus der Musikszene wegzudenken, gerade im professionellen Bereich. Für einige nostalgische Fans ist es immer noch das Medium erster Wahl. Recht haben sie, denn es wäre schade wenn dieses Medium ganz verschwinden würde.
Du hast JavaScript deaktiviert! Um Preis.de in seiner vollen Schönheit und Nutzerfreundlichkeit genießen zu können, empfehlen wir: Schalte JavaScript ein!