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Ratgeber Posaunen

Wissenswertes über Posaunen
Die Posaune gehört zu den Blechblasinstrumenten und wird aufgrund der engen Mensur zu den Trompeteninstrumenten gezählt. Eine Posaune besteht aus einem S-förmig zylindrisch gebogenen Rohr, in das oben das Mundstück gesetzt wird und sich am unteren Ende zu einem Schalltrichter – auch Schallbecher oder Stürze genannt - öffnet. Bei dem Mundstück handelt es sich um ein Kesselmundstück.

Tonerzeugung bei der Posaune
Der Ton wird wie bei allen Blechblasinstrumenten durch die Vibration der Lippen des Spielers am Mundstück, wodurch stehende Wellen in der Luftsäule des Instruments angeregt werden. Die Posaune gehört neben der Violine zu einem der ältesten vollchromatisch spielbaren Orchesterinstrumenten. Die Posaune ähnelt stark der Trompete und stellt eine Weiterentwicklung der Zugtrompete dar, ist aufgrund der geringeren Länge aber deutlich handlicher und klingt aufgrund der engen Mensur härter.

Die Zugposaune
Wie die Zugtrompete versteht man unter der Posaune im Allgemeinen auch eine Zugposaune. Lediglich die Ventilposaune bildet eine Ausnahme. Über den Zug wird die Tonhöhe geändert, indem die Luftsäule durch das Hinausschieben verlängert wird. Der Zug besteht aus zwei über einen Quersteg verbundenen Rohren des Innenzugs und einem U-förmigen Außenzug und ist in der Regel mit einer Wasserklappe ausgestattet.

Aufbau des Zugs
Die Innenrohre sind am Ende – zu dem sogenannten Schuh? hin im Außendurchmesser etwas größer und berühren fast den Außenzug. Der Zug muss regelmäßig mit Posaunenfett geschmiert werden, damit das Wasser kleine Perlen bildet und die beiden Teleskoprohre reibungsarm laufen können. In der Regel besitzt eine Posaune sieben Zugpositionen, die sich jeweils um einen Halbton unterscheiden.

Die Tonentstehung bei der Posaune
Aufgrund des stufenlosen Zuges kann die Posaune als einziges Blechblasinstrument von einer Tonhöhe zur nächsten gleiten. Über den Stimmzug kann die Stimmung der Posaune zudem kalibriert werden. Der Stimmzug befindet sich in der Regel im hinteren Bogen vor dem Schallstück. Die am weitesten verbreiteten Stimmlagen sind die Tenor- und Bassposaune, historisch wurde die Posaune jedoch in allen Stimmlagen von Piccolo bis Kontrabass gebaut.

Die Tenorposaune und die Tenorbassposaune
Die Tenorposaune ist die gängigste Bauweise und wird in der Regel in B gespielt und mit einer Bohrung von 12,2 bis 13,89 Millimetern gebaut. Die Tenorposaune ist ab dem großen E aufwärts voll chromatisch spielbar. Neben den klassischen Tenorposaunen gibt es die Tenorbassposaune, die mit einem zusätzlichen Quartventil ausgestattet ist und bei Betätigen des Quartventils in F gestimmt ist.

Die Bassposaune
Bei der Bassposaune handelt es sich um eine etwas größere Tenorbassposaune und ist ebenfalls in B gestimmt. Sie unterscheidet sich von der Tenorbassposaune nur durch eine weitere Bohrung, einen größeren Schalltrichter und ein etwas größeres Mundstück. Sie spricht die tieferen Lagen etwas besser an, klingt voller und kann lauter gespielt werden.

Weitere Posaunen
Neben der Tenor- und Bassposaune gibt es weitere Posaunen wie die Altposaune, die Kontrabassposaune oder auch die Piccoloposaune. Daneben wird die Ventilposaune von der Zugposaune unterschieden. Die Ventilposaune besitzt statt des Zuges zur Tonhöhenveränderung drei bis vier Ventile.