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Ratgeber Proteine

Wissenswertes über Proteine
Proteine sind Makromoleküle, die sich aus Aminosäuren aufbauen und durch Peptidbindungen Ketten bilden. Die Abfolge dieser Ketten und somit der Aufbau eines Proteins ist in den jeweiligen Genen kodiert. Insgesamt verfügt der Mensch über 21 verschiedene Aminosäuren für den Aufbau des Proteins. Umgangssprachlich werden Proteine auch als Eiweiß bezeichnet.

Funktion von Proteinen
Proteine übernehmen mehrere wichtige Aufgaben im Organismus. Sie dienen einer Zelle in erster Linie als Grundbausteine für die nötige Struktur. So bilden sie die Keratinstrukturen von Haaren und Nägeln bei Menschen und Tieren. Bei Tieren bilden sie darüber hinaus auch die Struktur von Schnäbeln, Schuppen und Federn. Das Protein Kollagen ist verantwortlich für Haut, Bindegewebe und Knochen und bestimmt somit die Beschaffenheit des gesamten Körperbaus. Myosine und Aktine sorgen in den Muskeln für Kontraktion, also für Bewegung. Darüber hinaus sind Proteine verantwortlich für den Transport von körperwichtigen Substanzen. Im Blut transportiert Hämoglobin den Sauerstoff, Transferrin das Eisen. Zusätzlich steuern Hormone die Vorgänge im Körper, während Antikörper der Infektionsabwehr und der Erkennung von Signalstoffen dienen.

Als weitere Funktion dienen Proteine der Katalyse von (bio-)chemischen Reaktionen. Enzyme ermöglichen und kontrollieren dabei auch sehr spezifische Reaktionen in Lebewesen und regulieren die Ionenkonzentration in einer Zelle. Diese ist unter anderem ausschlaggebend für die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven. Schließlich dienen Proteine im Hungerzustand als Energielieferant für den Körper und die Organe, um die lebenswichtigen Prozesse aufrechterhalten zu können.

Proteinmangel beziehungsweise Eiweißmangel
Ein Mangel an Proteinen (auch Eiweißmangel genannt) hat eine beträchtliche Auswirkung auf den Organismus, da diese für den Aufbau und Erhalt von Körperzellen notwendig sind sowie an der Heilung von Wunden und Krankheiten beteiligt sind. Ein gesunder Mensch sollte täglich etwa 0,8 Gramm Proteine und Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Schwangere und stillende Frauen bedürfen ein wenig mehr, während der Bedarf bei körperlicher Aktivität hingegen nicht steigt.

Ein Mangel an Proteinen und Eiweiß kann zu Haarausfall führen, da diese 97 bis 100 % aus den Proteinen Keratin bestehen. Darüber hinaus können Muskelschwächen und Wachstumsstörungen auftreten. In den Industrieländern kommt es nur sehr selten zu Eiweißmangel, da die durchschnittliche deutsche Mischkost etwa 100 Gramm Eiweiß pro Tag enthält. In Entwicklungsländern sorgt hingegen die Eiweißmangelkrankheit Kwashiorkor für den sogenannten Hungerbauch, der durch eine übermäßige Einlagerung von Wasser (Ödeme) hervorgerufen wird.