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Ratgeber Pumps

Pumps sind DIE Damenschuhe schlechthin. Weit ausgeschnitten wird der Fußspann zum Blickfang in diesem beliebten Halbschuh. Ein weiteres charakteristisches Merkmal des Pumps ist der Absatz, der in seiner Höhe von drei bis 9,5 Zentimetern variieren kann. In seiner Erscheinung ist der Absatzschuh ein Klassiker und stets modern, mit dem Kauf eines Pumps kannst du also wenig falsch machen. Selbst Jahre später wird er dir noch eine Freude sein und ein besonderer Hingucker für die Männerwelt. So kam der Psychologe Nicolas Guéguen in seiner Studie 2014 zu einem interessanten Ergebnis: Gegenüber Frauen mit einem höheren Absatz waren die Männer deutlich hilfsbereiter. Bei einem Absatz von neun Zentimetern hoben 93 Prozent der Männer den scheinbar verlorenen Handschuh des weiblichen Lockvogels auf. Bei einem Absatz von fünf Zentimetern oder weniger waren es nur noch 62 Prozent.

Vom Schutz gegen Schmutz zum zeitlosen Damenschuh

Die Geschichte des Pumps lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Shakespeare erwähnt diese sowohl 1594 in seinem Stück “Der Widerspenstigen Zähmung”, als auch ein Jahr später im “Sommernachtstraum”. In beiden Stücken scheint es sich dabei um Männerschuhe zu handeln. Wovon sich der Name Pumps ableitet, ist allerdings bis heute nicht geklärt. Nur dass die Bezeichnung aus dem Englischen stammt ist sicher.

Absatzschuhe gab es allerdings auch schon vor dem 16. Jahrhundert. Für den Grund dieser Erfindung gibt es zwei unterschiedliche Theroien. Zum einen vereinfachen Absätze das Reiten mit Steigbügeln, da sie bequem eingehängt werden können, zum anderen schützen sie vor Schmutz auf der Straße. Denn in den Städten des Mittelalters gab es noch keine Kanalisation, sodass man beim Gang durch die Straßen durch einigen Unrat steigen musste. Über die damals vorwiegend beliebten flachen Schuhe konnten Holzschuhe mit einer Art Vorläufer des Absatzes gezogen werden. So blieben die noch seltenen und teuren Schuhe auch auf den schlammigen Straßen sauber. Solche Holzschuhe mit jeweils einem erhöhten Steg im mittleren Fußbereich sowie im Fersenbereich sind schon auf dem Gemälde “Die Arnolfini-Hochzeit” von van Eyck aus dem Jahre 1434 zu sehen.

Die
Im 16. Jahrhundert wurden die Pumps vorwiegend von adligen Männern und Frauen getragen, konnten sich aber erst im 17. Jahrhundert richtig durchsetzen. Männer schätzten den Zugewinn an Körpergröße an den Absatzschuhen, Frauen den erotischeren Gang, der durch die veränderte Körperhaltung entstand. Da Pumps als Symbol für Wohlstand galten, wurden sie im Zuge der französischen Revolution verbannt. Diese Verbannung hielt jedoch nicht lange an, Anfang des 19. Jahrhunderts gelang ihnen der abermalige Durchbruch. Diesmal durch den Dandy-Stil vorangetrieben. Der hochhackige Schuh gewann schnell an modischer Bedeutung und etablierte sich schließlich in der Damenschuhmode, in der er heute seinen festen Platz gefunden hat.

Pumps Modelle

Pumps ModelleDie klassischen Pumps als geschlossener Schuh mit weitem Ausschnitt und Absatz gibt es in verschieden Varianten. Der Schnitt des Schuhs, die Form des Absatzes sowie Farben, Muster und Applikationen gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Die Materialien reichen von Rau- und Glattleder über Satin und seidene Gewebe bis hin zu Kunststoff. Oft ist eines der Materialien gerade besonders im Trend. Aber natürlich geht es hierbei vor allem auch um deinen Geschmack und die jeweiligen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Materialien. Sicher ist auf jeden Fall, dass du Pumps inzwischen zu jedem Outfit tragen kannst. Ob zu Jeans und lässigem T-Shirt oder zur Bluse mit edlem Rock, Pumps passen zu fast jeder Angelegenheit. Einige der Modelle die zwar Pumps genannt werden, erfüllen jedoch nicht die Merkmale dieses klassischen Damenschuhs. In der folgenden Tabelle werden sie für dich zum besseren Überblick daher gesondert aufgeführt.

Art des Pumps Merkmale

Peep Toes

  • die Schuhspitze ist geöffnet, sodass die Zehenspitzen zu sehen sind
  • Opentoe ist der Begriff für eine größere Öffnung, bei der die vollständigen Zehen zu sehen sind
Plateau Pumps
  • die Sohle im Zehen- und Ballenbereich ist erhöht, der Absatz dadurch meist sehr hoch
KeilpumpsKeilpumps
  • Pumps mit einem Keilabsatz, also einem durchgehenden Absatz, der zur Ferse hin höher wird
Mary Jane PumpsMary Jane Pumps
  • angelehnt an die typischen flachen Mädchenschuhe aus den 1920er Jahren
  • besitzt eine Ristspange, die über den Fußrücken verläuft

T-Strap Pumps

 

 

 

T-Strap Pumps

  • eine T-förmige Spange verläuft über den Fußrücken
  Pumps, die eigentlich keine sind
High Heels
  • ist der Absatz mindestens 10 Zentimeter hoch, handelt es sich um einen High Heel
  • technisch gesehen fällt er damit nicht mehr unter die Definition eines Pumps
SlingpumpsSlingpumps
  • an der Ferse ist der Schuh nicht geschlossen, sondern verfügt über einen Verschlussriemen
SchnürpumpsSchnürpumps
  • höher geschnittener Schaft mit Schnürung
  • die Schnürung ist dabei bei einigen Modellen funktionslos

 

 Absatzformen

 

Pfennigabsatz

Die Bodenfläche des Absatzes ist lediglich so groß wie ein 1-Cent-Stück. Das Gehen auf Pfennigabsätzen erfordert daher viel Balance und viel Übung. Unter den verschiedenen Absätzen bricht er am häufigsten ab.

Vorteile

  • besonders grazile Form
  • kann zu jedem Outfit getragen werden

 

 

 

 

 

Trichterabsatz

Der Absatz wird von oben nach unten schmaler, die Bodenfläche ist etwas größer als ein1-Cent-Stück. Die größere Fläche, an der der Absatz an der Sohle befestigt ist verteilt das Gewicht der Trägerin besser. Dadurch ist das Laufen mit Trichterabsätzen recht angenehm.

Vorteile

  • passt besonders gut zu Ankle Boots
  • mehr Stabilität als beim Pfennigabsatz

 

 

 

 

Keilabsatz

Die Sohle ist beim Keilabsatz durchgehend und wird zur Ferse hin höher. Die Trägerin hat dadurch einen besseren Halt und das Laufen ist einigermaßen bequem. Allerdings wirken Keilabsätze schnell klobig.

Vorteile

  • guter Halt
  • gibt es von der sportlichen Sneaker-Variante bis zum seriösen Business-Modell

 

 

 

 

Blockabsatz

Dieser durchgehend breitere Absatz bietet der Trägerin einen stabilen Halt und ist damit ein super Kompromiss zwischen elegantem Look und Funktionalität. Einen Abstrich muss dieser Absatz allerdings in Sachen Sexyness machen.

Vorteile

  • sicherer Gehkomfort
  • passt auch zum eleganten Look

 

Skyscraper - High Heels bis zum Himmel

Wer es besonders extrem mag, sollte sich im Bereich der Skyscraper umsehen. Skyscraper, ins Deutsche übersetzt Wolkenkratzer, sind Schuhe mit einer Absatzhöhe von mindestens 14 Zentimetern. Es können aber durchaus auch Schuhe mit einem Absatz von 20 oder mehr Zentimetern erworben werden. Aber Vorsicht, ein Umknicken wird hier schnell zu einem gefährlichen und schmerzhaften Erlebnis.

Skyscraper sind aufgrund des schlechten Tragekomforts sicher nur für seltenste Momente und dann auch nur für kurze Zeitabschnitte geeignet. Selbst bei Models sorgen diese Hardcore High Heels oft für Stolpereinlagen. Und das soll schon was heißen, sind sie das Laufen auf hohen Hacken schließlich geübt.

Worauf du beim Kauf noch achten solltest

Worauf du

Für Pumps zählt wie für alle anderen Schuhe: Sie müssen richtig passen. Sonst wird das Tragen schnell zur Qual. Und nicht nur das, haben die Zehen zu wenig Platz und stoßen vorne im Schuh an, können Füße, Knie und sogar Wirbelsäule von bleibenden Schäden betroffen sein. Achte also darauf, dass deine Zehen genügend Platz haben und ein einwandfreies Abrollen möglich ist. Kaufe deine Schuhe also bequem und achte auch darauf, dass der Ferse genug Halt geboten wird. Schlüpfst du beim Gehen mit der Ferse aus dem Schuh, ist ein normales Gehen kaum möglich und die Gefahr der Verletzung durch Umknicken erhöht sich enorm. Besonders wer kleine Füße hat findet schwer Pumps, die an der Ferse fest sitzen. Aber keine Sorge, mit einem dieser Tricks, kannst du die Passform schnell verbessern und für einen festen Halt sorgen:

  • Halbsohlen, die nur in den vorderen Schuhbereich gelegt werden, gleichen die Größe aus und sorgen für einen perfekten Sitz des Fußes im Schuh.
  • Von außen unsichtbare Fersenpolster füllen die Millimeter, die dein Fuß zu klein ist. Sie werden direkt in den Schuh geklebt und schützen die Ferse zudem vor dem Wundreiben, sodass die Schuhe bequem auch längere Zeit getragen werden können.

Bei der Höhe des Absatzes solltest du weniger auf aktuelle Trends schauen, sondern vielmehr auf ein angenehmes Tragegefühl achten. Probiere die Schuhe daher unbedingt an, bevor du sie kaufst. Lass sie eine weile an und laufe ein paar Minuten mit ihnen. Nur wenn du dich dabei sicher fühlst und nichts drückt oder anstößt, sind die Pumps auch die richtigen für dich.

Beliebte Hersteller und Marken

So läufst du sicher auf Absätzen

Auf Absätzen zu Laufen will gelernt sein und erfordert einiges an Übung. Damit du auf deinen neuen Pumps eine gute Figur machst, habe ich dir hier die wichtigsten Tipps zusammengestellt:

  1. Fange mit niedrigen Absätzen zwischen drei und sechs Zentimetern an.
  2. Laufe anfangs nur kurze Strecken. Der Weg zum Bäcker nebenan ist eine super Übungsstrecke. Steigere die Distanz dann allmählich, aber nicht zu schnell.
  3. Für einen besseren Halt am Anfang eignen sich Pumps mit Riemchen, wie die Mary Janes oder die T-Strap Pumps besonders.
  4. Fange mit stabileren Absätzen an, etwa mit Blockabsätzen oder Keilabsätzen.
  5. Für einen noch besseren Halt gibt es Anti-Rutsch-Einlagen. Der Fuß rutscht mit diesen Gel-Halbsohlen nicht im Schuh hin und her.
  6. Schwinge beim Gehen auf Absätzen leicht deine Hüften. Übertreibe es aber nicht mit dem weiblich wiegenden Gang, das wirkt schnell billig.
  7. Pack dir für den Anfang bequeme Wechselschuhe ein. Oder starte deinen Tag in deinen Lieblingssneakern und lass deine Pumps bis zu ihrem Einsatz in deiner Handtasche.

 

 

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Alles was du über Pumps wissen musst, hat dir Merle in diesem Ratgeber zusammengestellt. Hoffentlich findest du so deine neuen Lieblingspumps und machst auch eine wunderbare Figur in ihnen.