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Ratgeber Querflöten

Wissenswertes über Querflöten
In der Kategorie Querflöten findest Du sowohl verschiedene Querflöten. Man unterscheidet Piccoloflöten, Querflöten mit Ringklappen, Querflöten mit geschlossenen Klappen und viele mehr. Eine Einteilung des Instruments ist auch nach der Stimmlage möglich. So gibt es beispielsweise Altflöten in G oder die große Flöte in C. Ursprünglich wurde die Querflöte aus Holz hergestellt. Heutzutage sind überwiegend die Materialen Gold, Silber, Platin, Titan, Messing und andere gebräuchlich. Häufig ist das Kopfstück eines Instruments aus einem anderen Material als das restliche Instrument.

Der Ton entsteht bei diesem Instrument durch das Anblasen der Kante am Mundloch, die Tonhöhe wird durch Öffnen und Schließen der Klappen und Löcher geändert. Obwohl Querflöten heute überwiegend aus Metall hergestellt werden, gehören sie wegen ihrer Ursprünge zu den Holzblasinstrumenten. Sie haben einen charakteristischen Klang und ist vielseitig einsetzbar, beispielsweise als Orchester- oder Soloinstrument. Besonders bekannt ist die Spielmannsflöte durch ihren Einsatz in den Spielmannszügen geworden.

Geschichte
Bereits im ersten oder zweiten Jahrhundert vor Christus lässt sich die erste Querflöte auf einem etruskischen Relief in Perusa nachweisen. Damals wurde sie noch links gehalten. Erst ab dem elften Jahrhundert gibt es einen Nachweis für rechts gehaltene Flöten. In der Renaissance wurden Querflöten einteilig mit einer zylindrischen Bohrung und sechs Löchern gefertigt. Im Barock kamen dann drei- bis vierteilige Querflöten auf, deren Mittelstück austauschbar war. So konnte das Instrument jeweils an die entsprechende Stimmung angepasst werden. Um ein dis´ spielen zu können, besaß zunächst nur die Traversflöte eine Klappe, die dann für die Querflöte übernommen wurden. 1850 brachte Theobald Böhm die Querflöte in eine zylindrische Form ordnete die Tonlöcher rein nach akustischen Aspekten an. Dies wird als chromatisches Klappensystem bezeichnet, über das alle heute handelsüblichen Flöten verfügen.

Aufbau
Die heutzutage vorrangig gespielte Querflöte besteht aus Kopf-, Mittel- und Fußstück. Diese Flöte wird auch als Böhmflöte bezeichnet. Das Kopfstück kann gerade oder auch gebogen sein. Die gebogenen Kopfstücke werden als Lernhilfe für Kinder angeboten, sie finden aber auch Anwendung bei Tenor-, Alt- und Bassflöten. Im Kopfstück befindet sich eine Bohrung, das sogenannte Anblasloch, die konisch oder parabolisch verlaufen kann. Die Ansprache des Instruments sowie Klangfarbe und -volumen richten sich nach der Ausführung dieser Bohrung.

Das Mittelstück kann in-linie? ausgeführt sein, das heißt, die Klappen werden in einer Linie angebracht. Bei der off-set?-Ausführung ist hingegen das G etwas vorgezogen. Des Weiteren unterscheidet man Querflöten mit geschlossenen und offenen Klappen. Bei geschlossenen Klappen müssen die Klappen durch die Finger betätigt werden, wobei das Tonloch von den Klappen geschlossen wird. Bei offenen Klappen müssen sowohl Klappen als auch das Loch gleichzeitig durch die Finger bedient werden. Hierbei wird dem Flötenspieler eine exaktere Fingertechnik abverlangt. Flöten mit offenen Klappen haben deutlich mehr Variationsmöglichkeiten in den Griffen als Flöten mit geschlossenen Klappen. Es befinden sich immer 16 Tonlöcher auf einer Querflöte.

Das Fußstück wird in C- und H-Fuß unterschieden. Mit einem H-Fuß kann der Spieler noch einen Halbton tiefer spielen, bis zum H. Querflöten mit H-Fuß lassen sich besser stimmen und auch das Spiel mit diesem Fuß wird als leichter empfunden, da diese Flöte weniger kopflastig ist.