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Kauftipps für Raclette

Max' Ratschläge für ein geselliges Raclette vom September 2016

 

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Ratgeber Raclette

 

Der Käse-Schlemmerspaß für Genießer! Beim bloßen Gedanken daran läuft einem schon das Wasser - und der zartschmelzende Käse - im Mund zusammen. Raclette als kleine Indoorküche: Herd, Backofen und Grill in kompakter Form für den Esstisch. Raclette ist immer wieder ein absolutes Genuss-Erlebnis, egal ob nur zu zweit oder bei einem wunderbar geselligen Abend mit Freunden oder Familie.

Raclette hat eine lange Tradition, wurde von den Schweizern erfunden und vereint wohl gerade deswegen urige Gemütlichkeit und fröhliches Beisammensein am Esstisch.

Das Wort leitet sich vom französischen Verb "racler" ab, das so viel wie “schaben” oder “kratzen” bedeutet.

Wie macht man ein original Schweizer Raclette?

Raclette gilt als Schweizer Nationalgericht und wurde ursprünglich schon im Mittelalter von Hirten im Walliser Kanton als Bratkäse über offenem Feuer in der vorderen Glut geschmolzen und anschließend Schicht für Schicht auf Kartoffeln oder Brot geschabt. Der Bratkäse hatte ein ganz besonderes Aroma, denn durch diese Zubereitungsart wurde er nicht nur geschmolzen, sondern gleichzeitig geräuchert und gebraten.

Traditionell wird der Raclette Käse in der Schweiz mit Pellkartoffeln, sauren Gurken, Speck und Bündnerfleisch gegessen. Ein Gaumenschmaus!

 

Wie läuft so ein typisches Raclette Essen ab?

Herzlich und “laaangsam” natürlich, wie die Schweizer nun mal so sind! Das Raclette-Essen wird zu einem ausgedehnten kulinarischen Vergnügen dimensioniert. 

Dazu verwenden die Schweizer entweder einen Raclette Ofen, auf dem ein halber Käselaib in einer Halterung von einer Heizdeckel wie im Solarium angestrahlt wird, vor sich hin schmilzt und der Käseschmelz dann abgeschabt wird.

Oder in der Mitte des Esstischs wird ein Raclette Grill platziert mit herzhaft duftenden, kleinen Pfännchen, in denen Kartoffeln, Gemüse oder Fleisch mit viel Käse munter vor sich hin brutzeln. Ringsherum der Tisch reichlich gedeckt mit unzähligen bunten Schalen und Tellern für die leckeren Zutaten. Dazu ein Gläschen Wein oder Bier, gute Gespräche und der Abend könnte bis in alle Ewigkeit dauern.

Für einen gelungenen Raclette Abend verrate ich dir in diesem Raclette Guide kurz und knackig wie ein Raclette Grill funktioniert, welcher Käse am besten schmeckt und welche Zutaten sich für deinen Raclette eignen.

Raclette Grill versus Raclette Ofen - Wie funktioniert Raclette?

Es gibt zwei Arten von Raclette Geräten: Zum einen die klassische, urspüngliche Variante auf Schweizer Art. Und zum anderen den modernen Raclette Grill mit Pfännchen und Grillplatte.

 

Wie funktioniert ein Raclette Ofen auf Schweizer Art?

Die klassische Variante dieses Geräts versteht sich auf das reine Schmelzen eines halben oder viertel Käselaibs. Dieser Gerätetyp versucht das ursprüngliche Schmelzen des Käselaibs am offenen Feuer nachzuahmen. Dazu wird unterhalb eines Heizkörpers mit Heizspirale der Laib Käse auf einen schwenkbaren Halter eingespannt. Die Käseschnittfläche wird so gleichmäßig erhitzt und den geschmolzenen Raclette Käse kannst du dann mit einem Messer herunter schaben.

Der Fokus bei diesem Modell liegt eindeutig mehr in der Käsezubereitung und weniger darin, viele Raclette Zutaten mit dem Gerät zu garen. Da Viele auf eine Grillfunktion nicht verzichten können, gibt es sogar hier Raclette Modelle, die oben auf dem Heizkörper eine (wirklich) schmale Grillfläche anbieten.

 

Wie funktioniert ein Raclette Grill?

Der moderne Raclette Grill, wie du ihn wahrscheinlich kennst, gibt es in unterschiedlichen Designs, Größen und bei Bedarf mit vielen Zusatzfunktionen. Seit den 1950er Jahren gibt es elektrische Tischöfen, die mit einer Heizspirale versehen sind. Der Raclette Grill besteht oben aus einer Grillplatte, die aus Naturstein oder Metall gefertigt ist. Direkt darunter befindet sich die Heizspirale, die gleichzeitig der Grillplatte heiße Temperaturen zum Braten und den kleinen Pfännchen darunter Hitze zum Schmelzen verleiht.

Die Form der Geräte richtet sich nach der Grillplatte: Es gibt sie in ovaler, runder oder viereckiger Form.

Die Größe der Geräte hängt von der Grillfläche und der Anzahl der Raclette Pfännchen ab. Die meisten Varianten haben vier bis acht Pfännchen Einschübe, es gibt aber auch Varianten mit zwei oder zwölf kleinen Pfännchen.

 

Raclette Grill mit Zusatzfunktionen

Sie sind schlichtweg kleine Multitalente. Es gibt viele Hersteller, die bereits multifunktionale Raclettes anbieten. Hier sind einige tolle Optionen, die du mit entsprechender Ausstattung erhältst:

  • Metall-Grillplatte
  • Natur-Grillstein
  • Fondue-Topf
  • Pizza-Ofen
  • Crêpes-Platte

So kannst du beispielsweise entscheiden, ob du lieber mit Metallguss Platten oder Naturstein grillst. Wenn du eher auf Grillen und Fondue stehst, empfehle ich dir die Raclette-Grill-Fondue-Geräte. Oder für den süßen Zahn das Set aus Grill- und Crêpes-Platte, mit der du übrigens auch auch herrlich fluffige Pancakes zaubern kannst.

Wertvolles Raclette Zubehör

Als richtiger “racleur” brauchst du natürlich auch professionelles Zubehör wie Raclette Messer, Spachtel und Brettchen.

Das Raclette Messer hat zwei Funktionen: Mit der glatten Seite kannst du den sämig-brutzelnden Käse wunderbar vom Kaiselaib schaben. Mit der gezackten Seite kannst du den Käse schneiden. Je nachdem welches Gerät du hast, ist das Messer ideal für beide Modelle.

Raclette Spachtel oder Schaber gibt es aus beschichtetem Metall, Kunststoff oder Holz. Sie sind dazu gedacht die überbackenen Köstlichkeiten aus den Pfännchen zu schaben. Oder auch zum Wenden der Beilagen auf der Grillplatte oben. Wenn du länger etwas von deinen Pfännchen beziehungsweise deiner Grillplatte haben willst, greife zu Holz- oder Kunststoffspachteln, die zerkratzen dir die Oberfläche der beschichteten Pfännchen nicht.

Dann gibt es noch kleine Raclette Brettchen, die du wie Untersetzer neben deinem Teller platzieren kannst. Die sind super praktisch, falls zwei Pfännchen gleichzeitig gar sind und du entspannt erstmal eins verputzen, das andere aber nicht noch länger der Hitze aussetzen willst. Damit kannst du ein Pfännchen auf dem Brettchen abstellen, ohne deine Tischoberfläche zu beschädigen.

Naturstein versus Metall Grillplatte?

Die Naturstein Platte ist meist aus Granit und qualitativ besser und vor allem langlebiger als eine beschichtete Metallgrill-Platte. Aber wie bei allen hohen Qualitätsstandards sind die Raclettes mit Naturstein Grillplatten dafür auch etwas teurer.

 

 

Vorteile

Nachteile


Naturstein Grillplatte

  • schnelle, hygienische Reinigung
  • beste Grillergebnisse
  • Fettfreies Grillen
  • Langlebig
  • bessere Material-Qualität
  • wiegt mehr
  • eventuell Bruchgefahr
  • Vorheizzeit länger
  • Abkühlung länger
  • Kosten höher


Metall Grillplatte

  • wiegt weniger
  • Kosten niedriger
  • Vorheizzeit kürzer
  • Abkühlung schneller
  • Grillgut löst sich besser
  • Material nutzt sich ab
  • Anti-Haft Beschichtung löst sich mit der Zeit
  • ungesunde Dämpfe bei zu hoher Hitze von PTFE
  • zusätzlich Fett oder Öl nötig

 

Tipp: Wenn es dir hauptsächlich nur um das Käse Überbacken in den Pfännchen geht und nicht so sehr um beste Grillergebnisse oben auf der Platte, genügt ein Raclette mit Metall Grillplatte vollkommen.

Und wenn du dich nicht entscheiden kannst, wähle einfach ein Modell mit geteilter Grillfläche: Eine Kombination aus Naturstein und Metall Grillplatte!

Je nach Größe - ab zwei Pfännchen - sind Raclettes mit Naturstein schon ab 17 Euro bis 250 Euro zu haben. Raclette Grills mit Metallplatte bekommst du bereits ab 12 Euro bis 290 Euro. Kombi-Geräte sind je nach Größe in derselben Preisspanne erhältlich.

 

Was musst du beim Raclette Kauf beachten?

Wenn du dir einen Raclette kaufen willst, ist wohl die entscheidendste Frage: Soll es der Schweizer Raclette Ofen sein oder der Tischgrill mit den Pfännchen? Geht es dir dabei eher um die ursprüngliche Variante oder möchtest du möglichst viele Beilagen garen, grillen oder überbacken? Der Ofen mit einem zünftigen Käselaib ist ein echtes Highlight für besondere Abende! Der Tischgrill zeichnet sich durch seine vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten aus.

Wie bei allen technischen Küchengeräten solltest du dir im Vorhinein ein paar Gedanken machen, auf welche technischen Raffinessen es dir ankommt und wie hoch dein Budget ist. Lies dir dazu am besten viele Kundenmeinungen durch. So erhältst du einen guten Überblick, was welches Modell so kann, wie die Leistung ist und ob es überhaupt deinen Anforderungen entspricht.

  • Größe: Machst du oft Raclette für zwei oder eher für zehn Personen?
  • Design: Beachte hierbei die Form deines Tisches und die Sitzmöglichkeiten. Sollte dein Raclette rund, oval oder mehreckig sein?
  • Achte unbedingt auf die Kabellänge! Ärgerlich, wenn du extra ein Verlängerungskabel benötigst.
  • Ganz wichtig die Sicherheit: Dein Raclette sollte mit Prüfsiegeln, zum Beispiel vom TÜV oder GS (Geprüfte Sicherheit), versehen sein.
  • Dein Grill muss einen festen Stand haben. Achte auf die Verarbeitung.
  • Temperatureinstellung: Achte unbedingt darauf, dass ein präziser Temperaturregler integriert ist. Damit kannst du Vorheizzeit und Grillhitze selbst bestimmen.
  • Grillergebnisse: Bevorzugst du eine Natursteinplatte oder Metallplatte?
  • Bei Anti-Haft-Beschichtung benutze lieber Kunststoff- oder Holzspachtel. Die sind meist im Lieferumfang enthalten. Wenn nicht, kannst du sie günstig nachkaufen.
  • Praktisch: Viele Hersteller bieten Pfännchen und Grillplatte als spülmaschinenfest an!

 

Welcher Käse für Raclette geeignet ist und wie viel du brauchst

Mit ihm steht und fällt der Raclette Abend! Der echte Raclette - so auch die Bezeichnung des Käses - als Laib oder in Scheiben ist er ein wahrer Gaumenschmaus!

Zartschmelzend und würzig-mild muss er sein. Die Farbe der Käse Kruste variiert je nach Alter zwischen kupferrot und dunkelbraun. Mit einem Fettgehalt zwischen 40 bis 50 Prozent nicht gerade ein Figurschmeichler, aber Malle ist ja auch nur einmal im Jahr. Hin und wieder braucht es etwas Soulfood!

Jährlich werden 11 Tonnen Raclette Käse in der Schweiz produziert. Wenn du also Wert auf Qualität legst, achte beim Kauf auf das AOP Siegel. AOP steht für “Appellation d’Origine Protégée” und heißt übersetzt: “Geschütztes Ursprungsland”. Das bedeutet, dass der Käse in der Schweiz produziert und veredelt wird. Mittlerweile gibt es auch Hersteller in Frankreich und aus dem Allgäu.

Diesen Käse gibt es hierzulande in Supermärkten meist in Scheiben zu kaufen. Der ist zwar auch lecker, hat aber nicht viel mit dem echten Raclette Käse gemein!

 

Wie viel Käse pro Person benötige ich?

Du solltest mit etwa 200 bis 300 Gramm Käse pro Person rechnen. Wenn du dich für den Raclette Ofen mit Käselaib entscheidest, reicht ein halber Käselaib für sechs bis acht Personen.

 

Alternativen zum Raclette Käse?

Falls du aus irgendwelchen Gründen auf den typischen Raclette Käse verzichten möchtest, kannst du natürlich auch alle anderen Käsesorten, die sich zum Überbacken und Grillen eignen, zurückgreifen:

Mozzarella, Ziegenkäse, Gouda, Halloumi, Camembert, Bergkäse, Gorgonzola

Beliebte Raclette Zutaten - Für Fleisch-Tiger, Vegetarier und Veganer

Der Tisch - Raclette ist auf jeden Fall besser als Rüeblitorte, so viel steht schon mal fest! Mich überzeugt Raclette einfach, weil den kulinarischen Vorlieben nahezu keine Grenzen gesetzt werden. Im Prinzip hast du ja Herd, Ofen und Grill in Miniaturform auf dem Tisch und kannst deswegen nach Belieben und Genuss alles probieren und kombinieren.

Fleisch oder Gemüse auf dem Raclette zu grillen oder in den Pfännchen überbacken zu garen ist überhaupt kein Problem. Du kannst dir dein saftiges Steak, Entenbrust oder Burger Patties und Buns braten. Grillgemüse, Crêpes, Spiegelei, Kartoffelgratin, Garnelen oder Lachsfilet - alles möglich!

Das Schweizer original Raclette hatte ich dir ja schon erläutert. In Frankreich beispielsweise gibt es traditionell Kartoffeln, Baguette, eine Wurstplatte mit Salami, Koch- oder Räucherschinken und saure Gurken dazu.

Beliebte Raclette Saucen und Dips

Aioli, Kräuterbutter, BBQ Sauce, Guacamole, Honig-Senf Dressing, Preiselbeer Sauce, Chili Dip oder Salsa - Auch hier sind deiner genussfreudigen Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Wie kann ich meinen Raclette richtig reinigen?

Im Idealfall sind Raclette Pfännchen und Grillplatte spülmaschinengeeignet, damit hast du quasi keinen Aufwand. Wenn nicht, lässt du alles gut abkühlen (vor allem die Steinplatte) und entfernst überall mit einem Lappen oder Küchentuch die gröbsten Grill-und Käsereste. Dann kannst du entweder alles in heißem Wasser mit ein wenig Spülmittel einweichen oder bei relativ leichten Verschmutzungen einfach mit einer üblichen Spülbürste oder weichem Schwamm die Reste abwischen.

Zum Schluß nochmal mit heißem Wasser spülen und das war es schon.

Bei schweren Verkrustungen empfehle ich dir unseren Tipp 2 und 3!

Tipp 1: Bitte darauf achten keine kratzigen Schwämme, Stahlwolle oder Bürsten aus Metall zu benutzen, das beschädigt die Teflon Beschichtung deines Raclette Grills.

Tipp 2: Schwere Verkrustungen und die Heizspirale kannst du mit einem speziellen fettlösendem Spray und einem Lappen säubern oder ein altes Hausmittel verwenden: Natron und Wasser oder noch effektiver: Haushaltssoda.

Tipp 3: Schwere Verkrustungen und eingebranntes Fett  vermeidest du, indem du vor dem raclettieren die Pfännchen und die Stein- beziehungsweise Metallplatte oben leicht mit Speiseöl einreibst.

 

 

 

Bildquellen:

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  • Bigstock / Studio Photo Sabbia

 


“Alles Käse!” Eben nicht - Mit dem ultimativen Raclette Ratgeber von Anika fällt dir die Auswahl eines Raclette Grills sicher nicht schwer. Sie selbst liebt Käse über alles, vor allem mit einem kräftigen, trockenen Rotwein zusammen. Egal ob du einen schlechten Tag oder Freunde eingeladen hast, mit überbackenen Käse wird immer alles besser!