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Ratgeber Rollstühle

Wissenswertes über Rollstühle
Der Rollstuhl bietet die Möglichkeit für gehbehinderte Personen trotz aller Widrigkeiten mobil zu sein. Die ersten Rollstühle gab es bereits im alten China lange vor Christi Geburt. Im Mittelalter existierten schon diverse Weiterentwicklungen, Fuß- und Rückenstützen wurden verstellbar und der erste Selbstantrieb wurde entwickelt. Das erste Patent wurde im 19. Jahrhundert angemeldet. Inzwischen hat sich eine Reihe verschiedenster Rollstuhltypen entwickelt.

Die verschiedenen Antriebsarten für Rollstühle
Es haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Möglichkeiten entwickelt sich mit dem Rollstuhl fortzubewegen. An erster Stelle ist dabei der so genannte Greifreifenrollstuhl zu nennen. Dabei wird der Rollstuhl per Hand in Bewegung gesetzt. Der Handhebelrollstuhl wird mittels zweier Handhebel fortbewegt, die über verschiedene Gelenke und Getriebe das Fortbewegen mit dem Rollstuhl ermöglichen. Trippelrollstühle können mit den Füssen angetrieben werden. Beide Rollstuhlarten spielen auf dem Markt mit etwa 3% jedoch nur eine geringe Rolle. Der Elektrorollstuhl (15%) ist mit einem Elektromotor ausgestattet. Er eignet sich besonders für Personen, die körperlich nicht in der Lage sind, sich über die eigene Muskelkraft fortzubewegen.

Das Konstruktionsprinzip der Greifreifenrollstühle
Greifreifenrollstühle verfügen mit 85% über den weitaus größten Marktanteil. Die Abmessungen, das einfache Antriebssystem und die Faltbarkeit machen das Modell zum praktischen Allrounder. Greifreifenrollstühle verfügen über 2 Antriebsräder, an deren Felgen ist jeweils ein Metallreifen befestigt über den die Kraft der Arme zur Fortbewegung an das Antriebsrad weitergegeben werden kann. Die beiden vorderen Räder dienen als Stützräder und Lenkräder und sind meist viel kleiner als die Antriebsräder.

Die Greifreifenrollstuhltypen
Prinzipiell lassen sie sich in drei Gruppen einteilen. Grobes Unterscheidungsmerkmal ist hierbei das Gewicht. Der Standard-Faltrollstuhl ist meist die schwerste, aber auch preiswerteste Ausführung mit einem Gewicht von über 18kg. Er verfügt über alle notwendigen Anpassungseinrichtungen und ist faltbar, was den Transport im Auto extrem erleichtert. Er ist meist für eine Grundversorgung vorgesehen und nicht für den dauerhaften Gebrauch. Häufig ist er beispielsweise in Krankenhäusern oder an Flughäfen anzutreffen.

Leichtgewichtsrollstühle sind dagegen aus anderen Materialien angefertigt. Leichtmetalle wie Aluminium sollen einige Kilogramm an Gewicht einsparen. Konstruktiv entsprechen sie den Standardrollstühlen, wiegen jedoch höchstens noch 18kg. Im Gegenzug gibt es eine Belastbarkeitsgrenze. Diese sollte 90kg Gewicht nicht überschreiten.

Aktiv-Rollstühle bieten dem Nutzer ein Höchstmass an Mobilität. Durch eine individuelle Gestaltung von Baugruppen und Bauteilen, wie etwa Rückenlehnen, Armlehnen oder Fußstützen wird der Rollstuhl je nach Ausprägung der Behinderung gestaltet. Fahrwerk und Radsturz sind darauf ausgelegt eine aktive Fahrweise zu unterstützen. Das Gewicht wird mit maximal 14kg angegeben.

Neben diesen 3 Grundtypen gibt es noch weitere spezielle Modelle, die meist ganz auf den Einsatzbereich abgestimmt sind. Der Sportrollstuhl bietet extreme Drehfreude und Stabilität. Der Rennrollstuhl dagegen ist für hohe Geschwindigkeiten gebaut, sie sind windschnittig und haben wenig Rollwiderstand. Weiterhin gibt es beispielsweise auch spezielle Duschrollstühle oder Strandrollstühle. Je nach Situation und Bedürfnis gibt es meist ein entsprechendes Produkt.

Die Elektrorollstühle
Elektrorollstühle werden in 2 Typen unterschieden. Die direkt gelenkten verfügen meist über vordere Antriebsräder und hintere Lenkräder, die direkt über Lenkstangen von einem eigenen Elektromotor angesteuert werden. Sie sind durch das hervorragende Fahrverhalten, aber der eingeschränkten Wendigkeit eher für den Außeneinsatz gedacht.

Der indirekt gelenkte Elektrorollstuhl hat ähnlich den normalen Greifreifenrollstühlen die Antriebsräder hinten und die Lenkräder vorne. Die großen Antriebsräder werden jeweils separat von einem Motor angetrieben. Somit sind extrem kleine Wendekreise möglich und der Rollstuhl ist ideal für den Einsatz zuhause.