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Sortiert nach: Beliebtheit


Ratgeber Roséwein

Wissenswertes über Roséwein
Roséwein erfreut sich in Deutschland in den letzten Jahren neben dem Rot- und Weißwein immer größerer Beliebtheit. Roséwein wird aus roten Weintrauben hergestellt und wie Weißwein vinifiziert. Die Farbgebung ergibt sich nicht etwa - wie oft fälschlicherweise angenommen wird – aus der Mischung aus Rot- und Weißwein, wobei Rotwein in vieler Menschen Vorstellung aus roten Trauben und Weißwein aus hellen Trauben hergestellt wird, sondern aus roten Weintrauben, entscheidend für die Farbgebung ist der Kontakt mit der Beerenhaut während der Maische. Der Verschnitt von Weiß- und Rotwein zur Herstellung des Roséweines ist innerhalb der EU sogar verboten. In Deutschland muss ein Roséwein aus 100% einer einzigen Rebsorte aus gleicher Lage hergestellt werden und darf nicht mehr als 15% Verschnitt enthalten plus 10% Süßreserve.

Verschiedene Herstellungsarten für Roséwein
Es existieren verschiedene Herstellungsmethoden für Roséwein. Grundsätzlich wird Roséwein aus roten Trauben gewonnen, die vinifiziert werden, allerdings dürfen die Trauben nicht oder nur kurz auf der Maische liegen. Bei diesem Vorgang wird Fruchtzucker durch die Gärung in Fruchtzucker umgewandelt. Dazu werden blaue Trauben unzerkleinert gekeltert. Bei der Kelterung wird durch Pressen Saft aus den Weintrauben gewonnen, der anschließend abgepresst und wie Weißwein ohne Schalen vergoren wird. Werden die blauen Trauben direkt gepresst, entsteht der helle Weißherbst. Werden die Trauben für den Roséwein erst nach zwei bis drei Tagen auf der Maische gepresst, entstehen Roséweine mit bis zu kirschroter Farbe.

Herstellung aus Rot- oder Weißwein
Alternativ können aus dem Garbehälter für Rotwein nach 12-48 Stunden 10-15 % des Mostes ungepresst abgezogen und als Roséwein vinifiziert werden. Diese Methode wird als Saigneé-Methode bezeichnet. Rotwein kann auch von Tanninen befreit und mit Aktivkohle aufgehellt werden, damit Roséwein entsteht. Roséwein kann auch dadurch gewonnen werden, dass Weißwein mit 10-20% Rotwein vermischt wird. Mit diesem Verfahren wird Roséschaumwein hergestellt und ist ansonsten nicht zulässig.

Bester Roséwein
Als bester Roséwein Frankreichs gilt der Tavel, der auch einige Jahre in der Flasche gelagert werden kann. Er wird aus jungen Rebanlagen gefertigt und zeichnet sich durch einen fruchtigen Geschmack aus. Neben Frankreich haben sich auch Deutschland, einige Bereiche der USA wie Kalifornien, Südafrika und auch einige südeuropäische Länder wie Portugal unter den Roséweinen etabliert.