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Ratgeber Sandalen

Wissenswertes über Sandalen

Jesuslatsche, Flip Flop oder Clogs, ob mit oder ohne weiße Tennissocken – die Sandale hat eine lange Karriere hinter sich und ist bei warmen Temperaturen so beliebt wie eh und je. Die Tatsache, dass die Bezeichnung für diesen beliebten Sommerschuh vom griechischen Wort für Riemenschuh abstammt, erklärt in aller Einfachheit eine der ältesten uns bekannte Form von Mode, Kleidung und Schuhe. Die älteste Sandale der Welt, gleichzeitig die älteste Schuhform, wurde im US-Bundesstaat Oregon gefunden. Sie wird auf ein Alter von 10 000 Jahren geschätzt. Die Geschichte des Schuhs hat ihre weiteren Höhepunkte bei den alten Griechen. Sie unterschieden zwischen der Fußbekleidung aus Blättern und Zweigen, die von Philosophen und Schauspielern sowie dem cothurnus, einer Art Schuh-Sandale, die bis zu den Waden hinauf reichte und von Jägern, Reitern und anderen Autoritäten getragen wurden. In Ägypten wurden Sandalen aus Palmenblättern und Papyrus hergestellt. In Museen sind sie noch heute an den Füßen von ägyptischen Statuen zu bewundern. Die Luftigkeit und Leichtigkeit der Sandale macht sie zweifelsfrei zu einem der meistgetragenen Schuhe weltweit. Von praktischem Kinderschuh zu edler Damen Sandalette, bietet die Sandale unendliche Variationen wenn es darum geht, eine Sohle mit einer Halterung an einen Fuß zu binden. Jede Gesellschaft, Kultur und Weltregion hat dabei bewiesen, dass sie ihre eigene Kreativität entwickelt, wenn es um Sandalen geht.

Die Welt und ihre Sandale
Afrika südlich der Sahara ist beispielsweise für die Erfindung der Schrägriemensandale berühmt. Die Sohle kann hier sowohl flach als auch mehrere Zentimeter stark sein. Die dicke der Sohle lässt dabei in einigen Kulturen erkennen, wie wohlhabend der Schuhträger ist. So sehr wie andererseits Südamerika für die Kreuzriemensandale und Indien für die Zehenpflocksandale bekannt ist, wird die sogenannte Bäckersandale als europäische Kleidung identifiziert. Bei ihr ist wie bei anderen Ledersandalen in westlichen Ländern zu bemerken, dass auf Verzierungen im Leder des Bodens und Riemens verzichtet wurde. Obwohl Flip Flops aus Kunststoff mittlerweile ein globales Pop-Phänomen darstellen, werden ihre Ursprünge in den Zehenringsandalen Ägyptens und den Zehenstegsandale Japans gesehen. In Anbetracht der immensen Sandalen-Vielfalt wird bei der Kategorisierung von Sandalen in erster Linie auf deren Boden geachtet. Kork-, Holz-, Leder-, Stroh- und andere Pflanzen Stoffe konkurrieren dabei mit der Kunststoffsandale, die im 21. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Sandalen-Ideologie

Obwohl oder gerade weil Sandalen eine so lange Erfolgsgeschichte haben, entwickelt sich um diesen Schuh eine ganze Ideologie-Debatte. Die Jesuslatsche, als abfällige Bemerkung für Ledersandalen, steht dabei als Sinnbild für die Mode von Bevölkerungsteilen, die versuchen, sich durch ihr Erscheinungsbild vom Establishment abzugrenzen. Hippies, 68-er und Mitglieder der Anti-AKW-Bewegung werden in diesem Sinne so sehr mit der Sandale assoziiert, wie deren Gegnern unterstellt wird, unmodisch weiße Socken mit Sandalen zu tragen. Egal wie - als Kinderschuhe sind sie auch sehr beliebt.

Jenseits jeglicher Streits um politische Einstellung, Konformität oder Alternativität sind sich Sandalen-Träger darin einig, dass ihr leichtes Schuhwerk bei warmem Wetter maßgeblich die Wahrscheinlichkeit von unangenehmen Schweißfüßen mildert. Der Riemenschuh gehört damit auf jeden Fall zu den intelligenteren Erfindungen der Menschheit.