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Ratgeber Sanitärinstallation

Die Begrifflichkeiten “Sanitär” oder “Sanitärinstallation” bezeichnen wasserführende Installationen, die in Küche und Bad eine Versorgung mit Trinkwasser ermöglichen und die dazugehörigen Rohrsysteme für Schmutzwasser. Die Küche rückt hierbei gedanklich immer etwas in den Hintergrund, aber der Begriff Bad ist untrennbar mit dem Begriff Sanitär verbunden. Der Bereich der sanitären Anlagen umfasst allerdings weit mehr als nur die Gegenstände die jeder von uns kennt und sieht.

Sanitärinstallation
Täglich benutzen wir das WC, waschen Geschirr in der Spüle oder gehen duschen. Wir putzen uns die Zähne und drehen bei vielen Gelegenheiten den Wasserhahn auf oder betätigen die Toilettenspülung. Dies alles sind alltägliche Dinge, an die wir keine weiteren Gedanken verschwenden. Neben diesen offensichtlichen Installationen wie den Armaturen,Porzellangegenständen, dem Waschtisch oder dem WC-Becken, gibt es noch die Installationen, die sich im Hintergrund verbergen und mit denen kaum jemand etwas anfangen kann. Ohne diese eher unbekannten Sanitärinstallationen würde aus dem Wasserhahn aber kein Wasser kommen und die Klospülung würde bei Betätigung der Taste nicht reagieren. In diesem Ratgeber möchte ich einmal beleuchten, welche Gegenstände noch so in deinen vier Wänden verborgen sind, wozu sie dienen und warum es gerade in diesem Bereich auch wichtig ist Qualität Vorrang vor Sparsamkeit einzuräumen.

 

Druckerhöhungsanlagen und Hebeanlagen

Wenn du mit den Begriffen Hebeanlage und Druckerhöhungsanlage nichts anfangen kannst, dann tröste dich, dann wird sich das gleich ändern. Diese Anlagen verbergen sich in viel mehr deutschen Haushalten, als man vermuten würde. In größeren Wohnkomplexen und Hochhäusern sind diese Anlageformen gang und gäbe. Doch wozu dienen diese Anlagen und warum werden sie nur in größeren Häusern benötigt?

 

Druckerhöhungsanlagen

Eine Druckerhöhungsanlage wird benötigt, wenn der gelieferte Wasserdruck von den Stadtwerken oder dem ortsansässigen Nahversorger nicht ausreicht, um das gesamte Haus mit einem ausreichenden und gleichmäßigen Wasserdruck zu versorgen. Wenn zum Beispiel ein Wohnhaus über 10 Stockwerke verfügt, dann muss gewährleistet sein, dass auch in der obersten Etage ein ausreichender Leitungsdruck verfügbar ist, selbst wenn in den unteren Etagen gerade 5 Leute gleichzeitig Wasser entnehmen. Damit es in solch einem Fall nicht zu Druckschwankungen oder einer Wasserunterversorgung kommt, ist eine Druckerhöhungsanlage in einigen Mehrfamilienhäusern unverzichtbar.

 

 

 

Hebeanlagen

Hebeanlagen

Die Hebeanlagen finden sich in Deutschland ebenfalls weit verbreitet wieder, diese allerdings sowohl in Mehrparteienhäusern als auch in Einfamilienhäusern. Eine Hebeanlage wird immer dann notwendig, wenn das Schmutzwasser unterhalb der Rückstauebene, also den Kanälen der Stadtentwässerung anfällt und somit das Ablaufen der Abwässer nicht durch ein vorhandenes Gefälle erreicht werden kann. In diesem Fall muss eine Hebeanlage das Wasser über eine oder mehrere Pumpen auf ein höheres Niveau anheben, damit eine funktionierende Entwässerung deines Hauses gewährleistet werden kann. In manchen Fällen wird eine Hebeanlage auch benötigt, wenn das Regenwasser auf deinem Grundstück nicht ausreichend versickern kann. Auch in diesem Fall ist es notwendig in einer so genannten Sickergrube, mittels einer Hebeanlage, das Regenwasser abzuleiten.

 

 

Wand- und Vorwandelemente

Unterputzspülkästen sind Spülkästen, die für das Auge unsichtbar direkt in der Wand oder in einem Sockel vor der Wand eingemauert sind. Diese Art von Spülkästen gewinnt zunehmend an Beliebtheit in deutschen Badezimmern und Gäste-WCs und so wächst auch der Bedarf an Wand- und Vorwandelementen stetig mit. Denn ohne diese Sanitärinstallation wäre der verdeckte Einbau von Spülkästen nicht möglich. Die cleveren Einbau- und Vorbauelemente bestehen aus einem vorgefertigten Rahmen, in denen teilweise sogar schon die Ab- und Zuläufe für den Spülkasten eingebaut sind. Im besten Fall ist sogar der Spülkasten schon in dem Element enthalten, so dass nur noch das WC mit dem Wandelement verbunden werden muss und schon entsteht eine einsatzbereite Toilette. Die Vorwandelemente sind für den Einbau in einen gemauerten Sockel vor der Wand, während die Einbauelemente direkt in die Hauswand eingemauert werden. Der einzige Part der vor der Wand von dem Spülkasten nach dem Einbau sichtbar ist, ist die Spültaste.

Weichwasseranlagen

Wasserhärte

Was genau bezeichnet eigentlich die Wasserhärte? Die Wasserhärte gibt im Wesentlichen an, wieviele Calcium- und Magnesiumionen im Wasser gelöst sind. Ganz einfach gesagt, wieviel Kalk in deinem Wasser enthalten ist. Die Wasserhärte ist in Deutschland regional sehr unterschiedlich. Gemessen wird sie in der Chemie in der Einheit Millimol pro Liter (mmol/l), aber in der Bevölkerung ist die Einheit Grad deutscher Härte (° dH) deutlich populärer. Da die Wasserhärte in einigen Bereichen eine wichtige Rolle spielt, ist es nicht ganz unwichtig zu wissen, wie hoch die Wasserhärte in deiner Region ist. Auskunft hierüber kannst du leicht im Internet oder bei deinem Nahversorger erhalten. Eine Übersicht über die Kategorisierung der Wasserhärte liefert die folgende Tabelle:

Härtebereich ° dH
1 (weich) bis 7,3
2 (mittel) 7,3 - 14
3 (hart) 14 - 21,3
4 (sehr hart) > 21,3

Ein sehr hoher Kalkgehalt in deinem Leitungswasser kann sich nachteilig auswirken. Technische Geräte wie Geschirrspüler und Waschmaschinen haben einen erhöhten Waschmittelbedarf Wenn das Wasser zu hart ist, dann können die Geräte über die Jahre verkalken und dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine zu hohe Wasserhärte macht sich zudem auch geschmacklich bemerkbar und führt nicht nur beim Wassertrinken, sondern auch in der Tee- und Kaffeezubereitung zu einer Geschmacksveränderung.

 

Nutzen von Weichwasseranlagen

Nutzen von WeichwasseranlagenWenn du nun also in einer Region lebst, in der du einer hohen Wasserhärte ausgesetzt bist, was dann? Musst du damit leben, wenn dein Nahversorger das Wasser nicht ausreichend enthärtet liefert? Nein, denn hier kommen die Weichwasseranlagen oder auch Umkehr-Osmoseanlagen ins Spiel. Wenn du in deinem Haus eine solche Weichwasseranlage installieren lässt, dann wird dein Leitungswasser einer Enthärtung unterzogen und du kannst deine Trinkwasserqualität erhöhen und gleichzeitig deine Haushaltsgeräte schonen. Die Installation einer Weichwasseranlage ist allerdings wirklich nur bei einer hohen Wasserhärte sinnvoll oder gar notwendig. Hier kannst du dich am besten bei deinen Wasserwerken informieren und nicht bei einem ortsansässigen Handwerksunternehmen, denn die werden dir gern eine Anlage verkaufen, auch wenn es nicht unbedingt notwendig sein sollte.

Fazit

Der Sanitärbereich umfasst noch viel mehr als man hier in diesem kleinen Ratgeber unterbringen könnte, aber ich hoffe ich konnte dir einen Eindruck davon verschaffen, was alles hinter dem Begriff steckt. Zum Sanitär-Fachbereich gehören natürlich auch die offensichtlichen Dinge wie WCs, Armaturen, Duschwannen oder Waschbecken. Diese kannst du unter den angegebenen Links finden.

 

 

Bildquellen:

  • Bigstock/ Nomad Soul
  • Bigstock/ Marincasu'
  • Bigstock/ oocoskun
  • Bigstock/ Minerva Studio
  • Bigstock/ Andrey Popov
  • Bigstock/ nikkytok

 


Damit bei dir das Wasser da bleibt, wo es hingehört, nämlich in den Leitungen, hat Max dir diesen Ratgeber geschrieben.