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Ratgeber Saxophone

Wissenswertes über Saxophone
Das Saxophon gehört zur Familie der Holzblasinstrumente und wurde 1840 von dem Belgier Adolphe Sax erfunden, der ein tiefer klingendes Holzblasinstrument haben wollte, und sechs Jahre später in Frankreich patentiert. Mit Aufkommen des Jazz begann schließlich der Siegeszug des Saxophons, da es über einen großen dynamischen Umfang und einen sehr variablen Klang verfügt. Das Saxophon hat die Stimmlagen von Sopran bis Subkontrabass abwechselnd im Quart- und Quintenabstand.

Aufbau und Funktionsweise eines Saxophons
Das Kriterium eines Holzblasinstrumentes ist nicht etwa das Material des Korpusses, sondern des Rohrblattes, durch welches der Ton entsteht. Ein Saxophon besteht aus vier Teilen: dem Rohrblatt, dem Mundstück, dem S-Bogen und dem Korpus. Der Korpus wird in Röhre, Stiefel, Schallbecher und mehrfach gebogenen Zwischenstücken unterteilt. Der Korpus ist mit 23 bis 26 Tonlöchern versehen.

Tonerzeugung bei einem Saxophon
Die Tonlöcher werden in der Regel mit hohlen Metallklappen verdeckt, die innen mit einem mit Leder überzogenen Filzpolster ausgefüllt sind. Der Korpus wird in der Regel aus Messing, massivem Kupfer oder auch Silber gefertigt. Auf dem Mundstück befindet sich ein Rohrblatt. Beim Blasen beginnt das Blatt zu schwingen und ein Ton entsteht, der durch die Öffnung und Schließung der Tonlöcher variiert werden kann.

Saxophontypen
Heute werden die Alt- und Tenorsaxophone unterschieden, daneben die Sopransaxophone und die Baritonsaxophone. Die Saxophone unterscheiden sich in ihrer Größe und der Form. So sind Altsaxophone mit einem gebogenen Hals versehen, Sopransaxophne hingegen mit einem geraden Hals. Beim Tenorsaxophon ist der Hals ebenfalls gebogen, allerdings deutlich länger als beim Altsaxophon.

Die Kunst des Saxophonspielens
Das Saxophon wird in der Regel mit einem Tragegurt um den Hals gehängt, größere Saxophone auch mit dem Rücken- oder Schultergurt befestigt. Die Griffe entsprechen denen der B-Klarinette mit Boehm-System von den Tönen d bis h, grifftechnisch ähnelt es der Querflöte. Das Mundstück, das leicht abgeschrägt ist, wird in den Mund genommen, sodass die oberen Schneidezähne etwa in der Mitte auf der schrägen Fläche liegen. Die Unterlippe wird leicht über die unteren Zähne nach innen gelegt und berührt das Blatt. Durch die ringförmige Muskulatur um den Mund herum wird die Lippenspannung erzeugt.

Die einzelnen Finger am Saxophon
Die Mundwinkel sind beim Spielen leicht nach oben gezogen, wodurch ein Saxophonspieler einem Clown ähnelt. Vor dem Spielen wird das Blatt befeuchtet. Die oberen Klappen des Saxophons werden mit der linken Hand bedient, der Daumen bedient die Oktavklappe und für den Zeige-, Ring- und Mittelfinger der rechten Hand hat man je eine Klappe. Der Zeigefinger der linken Hand bedient zudem noch die kleine B-Klappe und die Flageolet-Klappe. Der rechte Daumen ist nur zur Stabilisierung des Saxophons gedacht und die kleinen Finger bedienen zwei beziehungsweise vier mit Rollen versehene Klappen.