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Ratgeber Schlauchboote

Wissenswertes über Schlauchboote
Als Schlauchboote werden allgemein Boote mit einer Außenseite oder einem Rumpf aus Schlauch bezeichnet. Der sog. Schlauch wird aus Kunststoff-Folie, weichgemachtem PVC oder anderem Gummi und gummiertem Gewebe hergestellt.

Entwicklung
Während man bei dem Begriff Schlauchboot noch meist ein Gummiboot wie etwa das knallrote Gummiboot? aus Wencke Myhres Lied vor Augen hat, finden die Schlauchboote heute bei der Polizei, der Marine sowie selbst bei Antarktis-Expeditionen ihren professionellen Einsatz und wurden über die Jahre zu beschädigungs- und beschussbeständigen Hochleistungsbooten weiter entwickelt und bestehen zum größten Teil gar nicht mehr aus Gummi.

Was nicht bedeuten soll, dass es die klassischen Gummiboote, die 1913 von einem Berliner konzipiert und in Reaktion auf einen Lottogewinn auch gebaut wurden, nicht mehr gibt. Auch heute noch erfreuen sich die vollaufblasbaren, meist allerdings nicht gerade unsinkbar wirkenden Boote, die dazu auch noch schnell erschlaffen und mit denen man sich nur auf den kleinen Badesee um die Ecke traut, großer Beliebtheit.
Allerdings sind auch die kleinen Badeboote weiterentwickelt worden und werden aus beständigeren Materialien sowie mit Einzelkammern gefertigt, sodass ein Leck in einer Kammer nicht das Erschlaffen des ganzen Schlauches zur Folge hat.

Schlauchbootarten
Neben den voll aufblasbaren, zusammenlegbaren und so leicht verstaubaren Gummi-Schlauchbooten existieren noch weitere Arten von Schlauchbooten.
So zum Beispiel die Schlauchboote mit festen Einlegeböden, bei denen nur die Außenteile aus Schlauch bestehen oder Festrumpfschlauchboote aus Aluminium oder GFK, die als Rettungsboote und sogar auf Antarktisexpeditionen ihren Einsatz finden.
Diese Offshore-Boote werden hauptsächlich aus möglichst reinem Hypalon oder Polyuretha als Außenmaterial und Neopren als Innenmaterial gefertigt und gelten somit nicht nur als beschädigungs- sondern sogar als beschusssicher. Die United States Navy bspw. setzt Festrumpfschlauchboote ebenso ein wie Greenpeace, die Polizei oder auch die Feuerwehr.

Während vor allem die Badeboote zunächst nur mit Hilfe von Paddeln fortbewegt und gesteuert wurden, sind die modernen Schlauchboote meist mit einem Außenbordmotor ausgestattet und für den Einsatz auf dem offenen Meer, selbst bei rauem Wellengang, bestens geeignet.

Die Weiterentwicklung und Verbesserung der Schlauchboote geht nicht zuletzt auf die beiden Weltkriege zurück. Die Idee, alle drei Konstruktionselemente, nämlich das Schlauchboot in Bootsform mit einem festen Boden und Außenbordmotor, zu einem Festrumpfschlauchboot zu verbinden, kam allerdings erst Alain Bombard, der mit solch einem Boot 1952 den Atlantik überquerte.