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Kauftipps für Schlittschuhe

Sörens Tipps zum Eislaufen vom September 2016

 

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Ratgeber Schlittschuhe

Der Schlittschuh ist ein Sportgerät, das aus einem Schuh mit an der Sohle angebrachten Kufen besteht, die es ermöglichen, sich auf Eisflächen gleitend fortzubewegen. Er wird im Sport- und Freizeitbereich genutzt, zum Eislaufen, Eistanzen, Eisschnelllauf zu betreiben oder auch Eishockey zu spielen. Je nach Einsatzgebiet fällt der Eislaufschuh dabei in Form und Verwendung etwas anders aus:

 

  • Eiskunstlauf: Bei Kunstlauf Schlittschuhen ist der Schuh normalerweise ein Schnürstiefel aus Leder, der bis zu den Waden geschlossen ist. Leder ist für diese Sportart das bevorzugte Material, da es zum einen den verletzungsanfälligen Knöchel vor Verstauchungen und ähnlichem bei Sprüngen schützt, aber dennoch flexibel und dehnbar genug ist, um die benötigte Bewegungsfreiheit des Fußes zu gewährleisten. Die Stahlkufen sind ca. 3 – 4 mm dick und haben gezackte Ränder an der Spitze, damit für Sprünge, Pirouetten und die Ausführung bestimmter Schrittkombinationen der entsprechende Widerstand gegeben ist.
  • Eishockey: Der Schlittschuh für Eishockey Spieler reicht ebenfalls bis über den Knöchel und ist normalerweise mit Schnüren verschlossen, um die richtige Passform für den jeweiligen Fuß zu bieten, vor allem da bei diesem verletzungsreichen Sport auch oft ein Fuß mit Sportverbänden unterstützt wird und der Eislaufschuh auch dann noch entsprechend sitzen muss. Um Unfälle auch durch Hockeyschläger zu vermeiden, wird der Schuh aus hochwertigen Kunststoffen angefertigt, wie Kohlefasersohlen, Kevlar und Spezialkunststoffen und ist zusätzlich mit einen Schutz für Fersen und Achillessehnen ausgestattet. Je nach Spielposition verwenden verschiedene Eishockeyspieler unterschiedliche Kufen, um etwa als Verteidiger eine bessere Standfestigkeit oder als Stürmer mehr Flexibilität zu besitzen, um raschere Kurven und Drehungen fahren zu können. Diese Attribute der Kufen können durch unterschiedliche Längen und den Radius des Hohlschliffs beeinflusst und angepasst werden.
  • Eisschnelllauf: Beim Eisschnelllauf ist die Geschwindigkeit von größter Bedeutung, da die Eisschnellläufer mit hohen Geschwindigkeiten geradeaus oder in Kurven mit großem Radius fahren. Die Schlittschuhe sind für diesen Verwendungszweck normalerweise aus Ziegenleder und reichen bis unterhalb des Fußgelenks, um ausreichende Flexibilität zum Abstoßen zu ermöglichen. Die Kufen sind mit 37 bis 45 mm im Vergleich zu anderen Schlittschuhen sehr lang und werden umgangssprachlich auch Brotmesser? genannt. Die Länge der Kufen ermöglicht es dem Eisschnellläufer, sich zum Start oder auch während des Rennens kräftig abzustoßen und somit schnell eine hohe Laufgeschwindigkeit zu erzeugen.

Geschichtliches

Die Geschichte des Eislaufs begann vor mehr als 800 Jahren in den Niederlanden, wo im Winter die ersten Schlittschuhe genutzt wurden, um Nachrichten auch bei kältestem Wetter zu übermitteln. In den darauf folgenden Jahrhundert wurde das Schlittschuhlaufen zunächst zum Freizeitvergnügen des Adels und später auch der gesamten Bevölkerung Nordeuropas. Der erste bekannte Schlittschuhverein wurde in Großbritannien Mitte des 18ten Jahrhunderts gegründet.
Da durch den Klimawandel und die Infrastruktur in vielen Ländern Seen und Flüsse im Winter nicht mehr regelmäßig zufrieren und die Eisschicht dann oft nicht stabil genug ist, hat sich das Schlittschuhlaufen mittlerweile in Eislaufhallen oder speziell angelegte Plätze im Freien verlagert, in denen im Winter das Gleiten auf Eislaufschuhen ein Spaß für alt und jung darstellt.