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Ratgeber Schmerzpflaster

Wissenswertes über Schmerzpflaster
Schmerzpflaster sind Teil des transdermalen therapeutischen Systems. Es ist ein Applikations-Medium für verschiedene Arzneiwirkstoffe, die in Form von Pflastern auf die Haut aufgeklebt werden. Auf diese Weise gelangen Wirkstoffe direkt über die Haut in die Blutgefäßsysteme und müssen nicht durch den Magen-Darm-Trakt oder die Leber aufgenommen werden. Transdermale Pflaster werden bereits seit etwa zwanzig Jahren eingesetzt. Mit Schmerzmitteln existieren die Schmerzpflaster mit den Wirkstoffen Fentanyl und Buprenorphin.

Vor- und Nachteil von Schmerzpflastern
Der wesentlichste Vorteil von transdermalen Schmerzpflastern liegt in der besonders guten Wirkung und Überwachung der als Wirkstoff verwendeten Opiate. Zudem muss ein Pflaster in der Regel erst nach mehreren Tagen ausgewechselt werden. Es verfügt über diesen Zeitraum über eine gleichbleibend hohe und zuverlässige Dosierung, während im Magen und Darm auch Wirkstoffe bereits vor dem Übergang in die Blutgefäße abgebaut werden können.
Ein Nachteil von Schmerzpflastern liegt in der schwierigen Steuerbarkeit der Wirkstofffreisetzung durch den verzögerten Wirkeintritt. Sie sind daher nicht als Akuttherapie, sondern für langfristige Therapien und bei chronischen Schmerzen geeignet. Entsprechend des verzögerten Wirkungseintrittes dauert die Wirkung nach Ablösen des Pflasters ebenfalls noch an, da sich im Fettgewebe unter dem Pflaster ein Arzneistoffdepot aufbaut.

Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen eines Schmerzpflasters sind die gleichen, die auch bei anderen Opioiden auftreten: Übelkeit, Verstopfung und Schwindel. Schmerzpflaster sollten wie andere hochwirksame Medikamente nur auf ärztliche Anweisung angewandt werden. Überdosierungen und unkritische Anwendungen können zu starken und schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Sie sollten daher mit Sorgfalt und Vorsicht eingesetzt werden.