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Ratgeber Schottischer Whisky

Wissenswertes über schottischen Whisky
Die Hochkultur des Whiskys ist ohne Zweifel Schottland, auch wenn bis heute nicht geklärt werden konnte, ob es als Ersten den schottischen oder irischen Whisky gab. Wer einen Scotch kauft, kann sich aber sicher sein, dass dieser auch aus Schottland stammt, da sich kein anderer Whisky der Welt so nennen darf. Außerdem gibt es in keinem anderen Land so viele Destillerien (an die 100) wie in diesem.

Zur Geschichte
Die ersten Belege für einen Brennvorgang stammen vom Ende des 15.Jahrhunderts. Der heutige Name Whisky bedeutet, abgeleitet und übersetzt, Lebenswasser. Hauptregion der Produktion waren und sind die Highlands. Der weltweite Absatz dieses international geschätzten Produkts begann allerdings erst vor gut 200 Jahren. Vorher musste jedoch noch eine kleine Änderung vorgenommen werden, da vielen der extrem rauchige Geschmack des Malt Whiskys nicht gefiel. Ein Destillierapparat wurde erfunden und das Herstellen wurde zusätzlich schneller und kostengünstiger, was dem schottischen Whisky zum Exportschlager verhalf.

Durch den Apparat wurde der Malt zwar weicher, aber einigen noch nicht ausreichend genug. Wiederum ein Schotte probierte eine Mixtur aus dem Malt und dem Grain Whisky, wodurch der Blended Whisky entstand, welcher sich noch besser vermarktete, als das ursprüngliche schottische Nationalgetränk. Nach einem Aufstand der Malt-Hersteller, die um Absatzzahlen bangten, wurde gegen jene beschlossen, dass sich auch der Blended als Original Scotch verkaufen darf. Seit den letzten Jahren wird aber nicht mehr um Umsatz gekämpft, sondern wieder mehr auf Qualität geachtet, wodurch der schottische Whisky eigentlich auch bekannt ist.

Die Arten des schottischen Whiskys
Aufgrund der Vielzahl der verschiedenen Malt Whiskys wird hier, der Herkunft nach, in Lowlands und Highlands unterteilt. Bei den anderen beiden Arten, den Grain und Blended Scotch, wird nicht nach Region unterschieden.

Malt
Diese Art des schottischen Whiskys wird noch einmal in Single Malt und Vatted Malt eingeteilt. Die Gerste wird bei beiden zum Keimen gebracht und dann über Torffeuer getrocknet, um den Keimvorgang zu stoppen, wobei auch der rauchige Geschmack entsteht. Anschließend findet die Gärung statt, bevor er zweimal destilliert wird. Früher wurden Sherryfässer für den folgenden Reifeprozess, der im Schnitt 12-16 Jahre dauert, verwendet. Bourbonfässer haben diese, auch aus Kostengründen, aber mit der Zeit abgelöst.

Der Unterschied dieser zweier Sorten Malt ist die Abfüllung. Der Single Malt wird nach dem Reifen sofort abgefüllt und gelangt in den Verkauf. Der Vatted Malt, auch Pure Malt genannt, besteht aus mehreren Destillerien und wird dadurch auch als Blended Whisky bezeichnet. Blendeds können aus über 50 verschiedenen Whiskys zusammengemixt werden, auch aus Kombinationen zwischen Grains und Malts.

Grain
Dies ist ein schottischer Whisky, der dem American Whiskey ähnelt, da er hauptsächlich aus Mais besteht und nur einen kleinen Anteil aus Gerste vorweist. Den Vorteil, den viele Genießer sehen, ist der nicht so extrem rauchige oder torfige Geschmack, wie beim schottischen Bruder. Dieser Whisky reift auch in wesentlicher kürzerer Zeit.