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Kauftipps für Schulranzen

Julikas Tipps für Schulranzen vom Mai 2016

 

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Ratgeber Schulranzen

 

Der Schulranzen ist der tägliche Begleiter eines jeden Schulkindes. Lange Zeit unterschätzt, wird ihm inzwischen mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht und das ist auch gut so. Denn mit einem guten Ranzen kannst du deinem Kind eine Menge Rückenschmerzen und Haltungsschäden ersparen. Auch in Sachen Schadstoffe steht der Schulranzen-Kauf ganz im Zeichen der Gesundheit deines Kindes. Damit der ständige Begleiter lange hält, solltest du außerdem auf hochwertige und robuste Materialien achten, die leicht zu reinigen sind und keine schädlichen Stoffe enthalten. Die wichtigsten Aspekte sind also:

  • ein ergonomischer Schulranzen für einen gesunden Rücken
  • eine gute Qualität für lange Haltbarkeit
  • keine Schadstoffe
  • eine auffällige Optik für maximale Sichtbarkeit und Sicherheit

Ergonomie für einen gesunden Rücken

Ein ergonomischer Schulranzen ist besonders wichtig, denn jeden Tag müssen die Kleinen eine Menge Materialien in die Schule schleppen, die ein beträchtliches Gewicht auf die Waage bringen. Lange Zeit galten 10 bis 12 Prozent des Körpergewichts als Höchstgewicht für einen gefüllten Schulranzen. Die Universität des Saarlandes ist dieser Zahl auf den Grund gegangen und hat in einer Untersuchung 2008 und 2009 dabei festgestellt, dass der Ranzen ruhig auch schwerer sein kann. Denn Haltungsschwächen, die bei 40 bis 60 Prozent aller Schulkinder ermittelt wurden, sind vor allem auf ein Mangel an Bewegung sowie dem Alter entsprechender körperlicher Belastung zurückzuführen. Hinzu kommt, dass die Kinder heutzutage übermäßig viel Zeit im Sitzen verbringen, etwa in der Schule oder zu Hause vor dem Computer oder dem Fernseher. Bewegung und körperliche Aktivität ist im Kindesalter wichtig für die Entwicklung eines gesunden Körpers. Jedes Kind sollte sich täglich etwa zwei bis drei Stunden bewegen. Wenn möglich, dann sollte der Weg zur Schule zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Ist dein Kind fit und sportlich aktiv, kann der Ranzen unter bestimmten Bedingungen bis zu 17 Prozent des eigenen Körpergewichts wiegen, ohne dem kleinen Rücken zu schaden. Voraussetzungen hierfür sind, dass der Schulranzen rückenfreundlich getragen wird, die Tasche richtig gepackt ist, sodass schwere Sachen möglichst nah am Rücken platziert werden und dass der Schulweg nicht länger als etwa 20 Minuten dauert. Die Fitness deines Kindes spielt dabei in der Frage des Gewichts des Ranzens die größte Rolle. Die Bauch- und Rückenmuskulatur sollte für eine schwere Schultasche gut entwickelt sein. Dennoch sollte der Ranzen stets nur so schwer sein, wie auch wirklich nötig. Der regelmäßige, gemeinsame Blick in den Schulranzen sollte also zum Alltag dazugehören.

 

Merkmale für einen rückengerechten Schulranzen

Merkmal Eigenschaften
Bauweise
  • Stabilität für gleichmäßige Verteilung des Gewichts
  • ausreichend Schutz für den Inhalt
  • Tasche sollte nicht breiter als die Schulterbreite sein
Eigengewicht
  • sollte zwischen 1.100 und 1.400 Gramm betragen
  • ein geringeres Gewicht würde eine zu geringe Stabilität bedeuten
Rückenpolster
  • sollte atmungsaktiv sein
  • körpergerechtes Polster sorgt für eine optimale Drucklastverteilung und einen guten Tragekomfort
  • ein zu dickes und zu weiches Polster lässt den Ranzen zu locker sitzen
Adäquate
  • optimale Tragegurte haben eine Breite von 4 Zentimetern und eine Länge von mindestens 50 Zentimetern
  • gepolsterte Gurte sorgen für einen hohen Tragekomfort, eine zu starke Polsterung erhöht allerdings die Drucklast
  • um den Sitz des Ranzens optimal anpassen zu können, sollte eine gleichmäßige, stufenlose  Einstellung der Riemen möglich sein
Bequemer Tragegriff
  • die Grifflänge sollte mindestens 8 Zentimeter betragen

 

Der Unterschied zwischen einem Schulranzen und einem Schulrucksack

Ein Schulranzen besitzt im Gegensatz zu einem Schulrucksack ein festes Gerüst und ist robuster. Schulkindern der ersten vier Schuljahre empfehle ich auf jeden Fall einen stabilen Schulranzen, denn der Trend des Freizeit-Rucksacks als Schultasche ist für diesen Zweck gänzlich ungeeignet. Die geringe Eigenstabilität, die ein Freizeit-Rucksack mit sich bringt, lässt Schulhefte und Bücher oft zerknicken. Die Kastenkonstruktion eines Schulranzens schützt den Inhalt hingegen besser und hat einen besseren Sitz bei Kindern mit geringer Körpergröße. Zudem wird ein Rucksack aus modischen Gründen oft zu tief getragen, was wiederum nicht rückenfreundlich ist. Ab der weiterführenden Schule ist ein Schulrucksack dann aber sinnvoll. Dieser bietet in der Regel ein größeres Volumen, das für die dann anfallenden Materialien nötig ist. Auch die größere Auswahl an Designs, auf das die Kinder mit zunehmendem Alter meist mehr achten, spricht dann für einen Rucksack als Schultasche. Aber auch hier gilt: Nicht nur optisch sollte der Schulrucksack ansprechen, eine gute, rückengerechte Konstruktion ist ebenso wichtig.

Qualitätsmerkmale

Der Schulranzen sollte im Idealfall die ersten vier Schuljahre überstehen, ohne am Ende auseinanderzufallen. Daher sind nicht nur hochwertige Materialien, sondern auch eine gute Verarbeitung wichtig. Vor allem Verschlüsse wie Schnallen, Riemen und Reißverschlüsse sind häufige Schwachstellen. Reißverschlüsse müssen dabei nicht nur gut eingearbeitet sein und gut laufen, sie dürfen auch kein Wasser durchlassen, wie das bei zwei Schulranzen der Fall war, die in der Fachzeitschrift Öko-Test im Jahre 2015 überprüft wurden. Schnallen müssen robust sein, es dürfen keine Plastikteile abbrechen und zudem müssen sie einfach zu Öffnen und zu Schließen sein. Ein Schulranzen der sich nur mit einem erheblichem Kraftaufwand der kleinen Sprösslinge öffnen lässt, ist denkbar ungeeignet. Als Maßstab für eine gute Qualität kannst du auf die Schulranzennorm DIN 58124 achten, mit der Ranzen gekennzeichnet sind, die die in der Norm festgelegte Kriterien erfüllen. In der Norm werden die Gebrauchstauglichkeit, die Eigenschaften und die Verkehrssicherheit der Schulranzen bestimmt. Zur Qualitätssicherung werden die Schulranzen unter anderem auf Folgendes getestet:

  • wasserabweisende Eigenschaften
  • Beanspruchbarkeit der verwendeten Textilien
  • einwandfreie Verarbeitung
  • Belastbarkeit und Abnutzung

Schulranzen ohne Schadstoffe

In Hinsicht auf problematische Inhaltsstoffe in Schulranzen lieferte der Öko-Test 2015 erschreckende Ergebnisse. Nur ein einziger der getesteten Ranzen wies keine starke Schadstoffbelastung auf und selbst der Bio-Ranzen konnte in Hinblick auf Schadstoffe nicht besser punkten als die anderen Modelle. Zu den gefundenen Schadstoffen gehören problematische chlorierte Verbindungen, PVC und Stoffe, die hormonell wirksam sind. Auch phosphororganische Verbindungen wurden in fast allen Modellen gefunden. Diese stehen im Verdacht, krebserregende und erbgutschädigende Wirkungen zu haben. Vor allem die Reflektoren, die Sicherheitselemente im Straßenverkehr darstellen, bestanden meist aus PVC. Genauso wie Klarsichthüllen für den Stundenplan. Da die Schadstoffe bei der Vergabe der Schulranzennorm DIN 58124 nicht berücksichtigt werden, solltest du dich neben der Berücksichtigung der DIN auch über enthaltene Schadstoffe informieren.

Eine auffällige Optik für mehr Sicherheit

Die Mehrzahl der Schultage legt dein Kind seinen Schulweg in der Dämmerung oder im Dunkeln zurück. Der Schulranzen sollte daher zur besseren Sichtbarkeit deines Sprösslings beitragen. Laut DIN 58124 müssen daher mindestens 20 Prozent der Vorder- und Seitenflächen fluoreszierend sein. Diese Flächen sind meist orange oder gelb. Weiterhin müssen mindestens zehn Prozent aus retroreflektierendem Material bestehen, das meist silberfarben ist. Drei Einsteigermodellen, die Öko-Test 2015 getestet hat, fehlten diese Neonflächen. Das veränderte Kaufverhalten der Eltern sei nach Angaben einiger Hersteller hierfür verantwortlich. So würden Modelle mit den optisch weniger ansprechenden Neonflächen weniger verkauft. Aussehen geht hier für einige Eltern offenbar vor Sicherheit. Ein fataler Trend. Deshalb rate ich dir zur Sicherheit deines eigenen Kindes auf entsprechende fluoreszierende und retroreflektierende Flächen zu achten. Auch diese Modelle können durchaus eine ansprechende Optik haben.

Verschiedene Modelle

Schulranzen Set

Schulranzen Sets bieten oft preislich gute Angebote. In den Sets sind neben dem Ranzen beispielsweise auch Trinkflasche, Brotdose, Federtasche, Geldbeutel und Turnbeutel inbegriffen. Somit sind Schulranzen-Sets oft günstiger, als der Einzelkauf aller Artikel.

 

Schultrolleys

Von einem Schultrolley, den dein Kind hinter sich herziehen kann, rate ich dir ab. Denn über Bordsteine, Treppen und beim Ein- und Ausstieg in den Bus müssen die Trolleys stets gehoben werden. Hierdurch wird das Kreuz deines Kindes dabei mehr belastet, als durch das Tragen eines Schulranzens.

Kindergartentasche

Der Kindergarten ist der erste kleine Schritt in die Selbstständigkeit deines Kindes. Denn im Kindergarten ist es ganz alleine, ohne Mama und Papa. Wenn dein Kind in den Kindergarten kommt fühlt es sich schon fast wie ein großes Kind. Da gehört natürlich eine eigene kleine Tasche dazu, in der es die wichtigsten Sachen für den neuen Alltag mitnehmen kann. Neben Brotdose und Trinkflasche muss natürlich das Lieblingsspielzeug mit und besondere Schätze, die den neuen Freunden stolz präsentiert werden. Die Kindergartentasche muss also genug Platz bieten für die Habseligkeiten und darf dabei kein hohes Eigengewicht haben. Denn sonst wird der kleine Rücken zu sehr belastet. Außerdem sollte die Tasche robust und leicht zu reinigen sein.

Als Kindergartentasche empfehle ich dir einen Rucksack, denn steht einmal ein Ausflug mit der Kindergartengruppe an, ist ein Rucksack auch über längere Strecken bequem zu tragen. Besonders praktisch sind Rucksäcke mit einem zusätzlichen Gurt, der vor der Brust des Kindes geschlossen wird. So rutschen die Schultergurte nicht ständig von den kleinen Schultern, was den Tragekomfort stark beeinträchtigen würde. Ein Hüftgurt, der bei einigen Modellen vorhanden ist, entlastet die Schultern und den Rücken ein wenig von dem Gewicht. Achte aber darauf, dass der Rucksack trotz allem noch gut zu handhaben ist. Die Verschlüsse müssen einfach für Kleinkinder zu betätigen sein und die Gurte dürfen sich nicht verheddern.

 

 

Bildquellen:

  • Bigstock/ tan4ikk
  • Bigstock/ tankist276
  • Bigstock/ iko
  • Bigstock/ Nadezhda1906

 


Damit du dein Kind top ausstatten kannst, mit einem rückenfreundlichen, sicheren Schulranzen, hat dir Merle in diesem Ratgeber wertvolle Tipps zusammengestellt.