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Ratgeber Schwebehauben

Wissenswertes über Schwebehauben
Trocken- oder Schwebehauben waren im Zusammenhang mit der Dauerwelle wohl der Inbegriff der 1980er Jahre. So saßen in Friseursalons zahlreiche Frauen gespickt mit Lockenwicklern unter den riesigen Hauben. Jedoch muss es nicht immer der teure Friseurbesuch sein, mit den entsprechenden Produkten, Lockenwicklern und einer Schwebehaube meistern Sie die Haarpflege auch allein zu Hause.

Die Entwicklung der Dauerwelle
Die Dauerwelle wurde im Jahr 1906 von dem deutschen Friseur Karl Nessler erfunden und veränderte die Modewelt. Während man die vorigen Jahrhunderte wahlweise Perrücken trug oder jeden Morgen Stunden mit Lockenwicklern verbringen musste, um eine Lockenpracht zu zaubern, ermöglichte die Dauerwelle nach einmaliger Anwendung eine dauerhafte Lockenpracht.

Erste Methoden zur dauerhaften Lockenpracht
Bei den ersten Dauerwellen wurden die Haare mit einer alkalischen Lösung getränkt und spiralförmig auf heiße Metallstäbe gewickelt. Allerdings blieb der Haaransatz bei dieser Methode ungewellt. Zudem kam es des Öfteren zu Unfällen durch Verbrennungen oder Verätzungen der Kopfhaut.

Weiterentwicklung der Lockenwickler bis hin zum Dauerwellgerät
1924 löste Josef Mayer das Problem des ungewellten Haaransatzes, indem er Flachwickler erfand, die zudem durch elektrischen Strom erhitzt wurden. 1927 wurden die ersten funktionierenden Dauerwellgeräte der Marke Wella erfunden. 1940 wurde das Unfallrisiko durch die sogenannte Kaltwelle minimiert, bei der Chemikalien eingesetzt wurden, die ohne große Hitze auskamen.

Aktueller Stand
Über die Jahre wurde viel experimentiert, bis 1981 die Zweiphasen-Dauerwelle und vor Kurzem die Cystein-Dauerwelle eingeführt wurde. Diese beiden Varianten sind bis heute vorherrschend – aktuell lassen sich circa drei Prozent der Frauen eine Dauerwelle machen, viele Modeexperten prognostizieren in den nächsten Jahren außerdem ein Comeback der dauerhaften Welle.

Reine Chemie
Die Dauerwelle erfolgt durch eine chemische Reaktion am Haarkeratin. Die Cystinbindungen im Haarkeratin werden durch eine Reduktion mit Thioglykolsäure aufgebrochen und das so aufgeweichte Haar mittels Lockenwickler in die gewünschte Form gebracht. Im Anschluss werden die für die Stabilität sorgenden Disulfitbindungen durch Oxidation mit Wasserstoffperoxid wieder hergestellt – so bleibt die Frisur dauerhaft.

Haarglätter, Lockenstäbe und Schwebehauben
Seit den 1990er Jahren geht die Dauerwelle aus den 1980ern wieder zurück. Stattdessen haben Haarglätter den Markt erobert, denn glatt ist in. Als Festfrisur oder am Abend dagegen große Locken, die wie natürlich über die Schultern fallen. Selbst ist die Frau? ist dabei das Motto.

Selbst ist die Frau
So werden mittlerweile von zahlreichen Herstellern für den Hausgebrauch Haarglätter, Lockenstäbe und auch Lockenwickler angeboten. Und auch die langweiligen Sitzungen unter den Trockenhauben haben mittlerweile ein Ende. Stattdessen werden heute Schwebehauben eingesetzt, die ähnlich wie eine Mütze aufgesetzt werden und mit denen Sie während des Heizvorganges mobil in Ihrer Wohnung unterwegs sind.

Schwebehauben
Schwebehauben werden meist aus Stoff hergestellt und sind dadurch deutlich leichter und handlicher als die Trockenhauben-Ungetüme aus vergangenen Zeiten. Die meisten Schwebehauben werden mit Akkus betrieben, andere hingegen mit elektrischem Strom – diese bieten aber aufgrund der meist sehr lang gestalteten Kabel ausreichend Bewegungsfreiheit.

Frisuren auf die Schnelle
So heißt das Motto Schnelligkeit – während man vor einigen Jahrzehnten noch mehrere Stunden beim Friseur oder unter riesigen und ungemütlichen und lauten Trockenhauben verbringen musste, kann man heute bequem zu Hause quasi nebenbei tolle Frisuren zaubern.