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Ratgeber Sekt

Geschmacksrichtungen nach Anteil des Zuckers
Sektbezeichnung Zuckeranteil*
naturherb 0,4 Würfelzucker
extra herb 0,8 Würfelzucker
herb 1,5 Würfelzucker
extra trocken 3,6 Würfelzucker
trocken 6,1 Würfelzucker
halbtrocken 10,3 Würfelzucker
mild 18,8 Würfelzucker
*umgerechnet auf eine handelsübliche 0,75 Liter Flasche Sekt

Der Sekt - was zeichnet ihn aus?

SektgläserDer Sekt ist ein bekannter Qualitätsschaumwein, der insbesondere in Deutschland sehr beliebt ist. Egal ob beim gemütlichen Zusammensitzen mit den Freunden, beim Brunchen oder zum Anstoßen bei festlichen Gelegenheiten - der Sekt ist so vielseitig, dass er als sprudelnde Erfrischung immer gern getrunken wird. Laut Gesetz muss der Alkoholgehalt bei mindestens 10 Prozent liegen und Dosage sowie Grundwein müssen aus selbigem Anbaugebiet stammen.

Deutschland gilt als weltweit größter Schaumweinmarkt, allein im Jahr 2009 wurden in Deutschland 423 Millionen Flaschen getrunken. Besonders beliebte Sektsorten sind unter anderem Rotkäppchen, Freixenet, Söhnlein, MM Extra, Faber oder Jules Mumm.

Wie wird der Sekt hergestellt?

Das alkoholische Getränk wird in einer Sektkellerei hergestellt und ist eine Veredelungsstufe des Weines. Die Weine, die man dafür benötigt, nennt man SektSektgrundweine, bei denen beim Lesen besonders auf die Säure geachtet wird. Die Säure wirkt nämlich später wie ein Geschmacksverstärker und verleiht dem fertigen Sekt einen frischen und vollen Geschmack.

Bei der Herstellung von Sekt werden drei Verfahren angewandt:


Traditionelle Flaschengärung

Im Zuge der traditionellen Flaschengärung wird die Originalflasche mithilfe eines Bidules oder einesKronkorkens verschlossen und in einem ca. 13 °C kalten Keller in einem Rüttelpult gelagert. Täglich werden die Flaschen nun gerüttelt und um einen bestimmten Winkel gedreht, damit sich die abgestorbene Hefe im Flaschenhals absetzt. Die ganze Flaschengärung dauert gesetzlich vorgeschrieben mindestens 9 Monate.

Degorgieren

Der Hefepfropf wird durch das Degorgieren entfernt. Der Rohsekt wird nach dem Abrütteln in ein Kältebad getaucht, sodass die Hefe, die sich abgesetzt hat, gefrieren kann. Wenn nun die Flasche geöffnet wird, schießt der Pfropf durch den Druck hinaus und der Sekt kann weiter bearbeitet werden.


Versanddosage, Agraffieren und Verschließen

Die Dosage ist ein bestimmter Zuckeranteil mit Wein vermischt. Durch diese Dosage enthält der Sekt seinen typischen Geschmack je nach Stil und Geschmacksrichtung der jeweiligen Marke. Zum Schluss wird die Flasche mithilfe eines Drahtbügels mit einem Sektkorken verschlossen. Der fertige Sekt hat jetzt einen Druck von 4,5 bar. Zum Vergleich: Ein Autoreifen hat einen Druck von 2,7 bar.

Außerdem gibt es noch andere Verfahren wie das Transversierverfahren oder die Tankgärung, die allerdings nur selten zur Herstellung von Sekt genutzt werden.

Der Korken, die Flaschengrößen und die Gläser

SektkorkenDer Korken


Anders als Weine steht der Sekt unter Druck, weshalb er einen sicheren Verschluss benötigt. Der Korken kann sowohl aus Kork als auch aus Plastik bestehen und wird mit einem Draht, auch Agraffe genannt, fixiert. So wird verhindert, dass der Korken durch den Druck herausschießt. Beim Sekt wird der Korken nur leicht herausgedreht, nicht -wie beim Wein- gezogen. Natürlich sollte man dabei vorsichtig sein und die Flaschenöffnung nicht auf Personen oder Gegenstände richten, sondern immer eine Hand am Korken haben, um die Flasche zu öffnen.

Die Flaschengrößen


Je nach Anlass und Ort, an dem der Sekt ausgeschenkt wird, gibt es verschiedene Flaschengrößen:

  • Piccolo (0,2 Liter)
  • Halbe Flasche (0,375 Liter)
  • Imperial (0,75 Liter)
  • Magnum (1,5 Liter)
  • Doppelmagnum (3 Liter)
  • Rehoboam (4,5 Liter)
  • Methusalem (6 Liter)
  • Salmanassar (9 Liter)
  • Balthasar (12 Liter)Sektglas
  • Nebukadnezar (15 Liter)
  • Melchior (18 Liter)
  • Sovereign (25,5 Liter)
  • Melchisedech (30 Liter)

Die Sektgläser


Die bekanntesten Gläser, aus denen Sekt getrunken wird, nennen sich Tulpe und Flöte. Bei der Tulpe handelt es sich um ein hohes, nach unten konisch zulaufendes Glas mit kurzem Stiel, das an eine Tulpenblüte erinnert. Dabei ist er nicht nur für Sekt, sondern auch für Champagner, Prosecco oder andere Schaumweine perfekt geeignet. Durch die relativ kleine Öffnung bleibt die Kohlensäure ziemlich lange erhalten. Die Flöte hingegen ist hochgezogen und am Rand leicht ausgetülpt. Der lange Stiel der Sektflöte soll verhindern, dass der Trinkende den Sekt mit seiner Hand erwärmt. Bei beiden Gläsern kann man das Moussieren beobachten - wenn sich Kohlensäureperlen an rauen Stellen im Glas absetzen.

Bildquellen:

  • Bigstock/ Bragin Alexey
  • Bigstock/ Erdosain