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Ratgeber für Skateboards

Ein Skater macht ein

Skateboard fahren - Stylisch fit halten

Skateboarding ist die Trendsportart unserer Zeit - und wird 2020 sogar olympisch. Seit den 80er Jahren gibt es immer wieder Höhen und Tiefen im Bekanntheitsgrad dieses Sports. Wenn auch du dich fit halten möchtest und gerne an der frischen Luft bist. Dazu noch schnell sowie stylisch unterwegs bist, dann ist das Skaten genau das Richtige für dich!

In dem folgenden Ratgeber erklären wir dir alles was du für den Einstieg in diesen Sport wissen musst.

Diese Trendsportart vereint Ausdauer, Technik, Konzentration und vor allem Spaß. Denn es gehört mehr dazu, als "nur" auf einem Brett zu stehen. Es verlangt Geschick, Kraft und vor allem Beides in der richtigen Dosierung einzusetzen. Das Schöne an dem Sport ist, dass dir keine Grenzen gesetzt sind! Es gibt gewisse Basics, an die du dich halten kannst, aber in Ausführung, Schnelligkeit und Kreativität ist das Repertoire nahezu unendlich.

Die Idee des Skateboards kommt aus den USA, genauer gesagt aus Kalifornien. Die ortsansässigen Surfer hatten immer wieder mit den Wetterflauten zu kämpfen, denn ohne Wellen konnte nicht gesurft werden. Vereinfacht gesagt war die Idee, ein Surfbrett mit Achsen und Rollen auszustatten, um auf dem Asphalt "surfen" zu gehen. Diese erste Idee entstand im sonnigen Kalifornien bereits in den 50er Jahren.

Durch verschiedene Hochphasen im Laufe der 60er Jahre konnte sich der Trend Mitte der 70er Jahre auch in Europa und vor allem in Deutschland festsetzen. Als dann mit dem sogenannte "Ollie" der erste Sprungtrick erfunden wurde, waren die Straßen vor der skatenden Menge nicht mehr sicher.

Die Komponenten eines Boards

Seitliche Ansicht der Rolle eines SkateboardsDoch bevor es zu speziell wird, solltest du erst einmal wissen, wie ein Skateboard aufgebaut ist. Das Skateboard besteht aus:

  • Deck
  • Griptape
  • Achsen
  • Rollen
  • Kugellager

Das Deck ist nichts anderes als das nackte Board, zumeist aus 5 bis 7 Schichten gepressten Holz verarbeitet. In der Länge sind die Boards für Erwachsene genormt, in der Breite jedoch frei wählbar. Eine grobe Richtung kann die Schuhgröße sein. Je größer der Fuß, desto breiter das Deck, entscheiden musst du aber am Ende vom Wohlfühlfaktor her. In der Regel musst du dich mit ein paar Decks an die richtige Größe herantasten. Ist diese jedoch einmal gefunden, weichen die wenigsten wieder davon ab.

Beklebt wird das Deck mit dem sogenannten Griptape. Eine raue, meist schwarze Folie die von seiner Konsistenz her stark an Schleifpapier erinnert. Es dient, wie der Name es im Ansatz erahnen lässt, dem Grip - damit hast du schlichtweg besseren Halt. Unter das Brett kommen die Achsen. Diese werden noch mit den Rollen (Wheels) bestückt, in diese Wheels befinden sich noch die Kugellager – fertig ist das Skateboard.

Bevor es dann losgeht, solltest du dir noch die richtigen Skateboarding Schuhe aussuchen. Den einen "richtigen" Schuh gibt es hierbei jedoch nicht. Er sollte an empfindlichen Stellen, wie zum Beispiel im Fersenbereich, etwas ausgepolstert sein und schlichtweg bequem und fest sitzen. Schlussendlich müssen sie genauso sitzen wie alle Sportschuhe für die unterschiedlichsten Aktivitäten.

Beim Kauf eines Skateboards solltest du folgende Punkte beachten

  • Auf welchem Level befindest du dich?
  • Wie alt bist du?
  • Wie regelmäßig möchtest du den Sport betreiben?
  • Welche Art des Skatens soll es sein?

Ein absoluter Einsteiger zum Beispiel braucht nicht zwangsläufig die qualitativ hochwertigste Ausrüstung, gerade weil du dich noch in einer Findungsphase bist. Wenn du noch jung bist, kannst du schnell zu groß für dein Equipment werden. Also tu dir und deinem Geldbeutel einen Gefallen und überlege dir vorher genau, was du willst.

Der Anfänger kann sich schon etwas weiter trauen. Nachdem du dich beim Skateboarding sicher fühlst, kannst du auch ins Feintuning deiner Ausrüstung gehen. Wenn du mit "weicher" Lenkung fährst, also deine Achsen empfindlich einstellst, kann es passieren, dass deine Wheels das Board berühren. Der Experte nennt dies "Wheelbite". Um dies zu verhindern, kannst du Kunststoffelemente zwischen Brett und Achse setzen. Die sogenannten "Shockpads" erhöhen den Abstand zwischen Brett und Wheel.

Auch bei den Kugellagern gibt es viele Möglichkeiten. Hier ist es schlichtweg entscheidend, wie schnell du unterwegs sein willst und wie weit du mit einem Anschwung (Push) kommst.

Bei den Achsen kannst du dich entscheiden, ob sie lieber leicht und schmal oder lieber breiter und schwerer sein sollen. Am Ende entscheidest du dich wie immer, womit du dich am wohlsten fühlst.

 

Skater mit Skateboard fährt auf unebenen UntergrundVerschiedene Arten von Skateboards

Es gibt auch noch andere Formen von Brettern, zum Beispiel das Longboard. Der Aufbau besitzt größere Wheels und ist damit auch für etwas anspruchsvolleren Untergrund geschaffen. Allerdings ist es in seinen Abmaßen deutlich länger und eher weniger für Tricks geeignet.

Um ein Gefühl dafür zu erhalten, wie es ist ein Brett unter den Füßen zu haben, ist ein Longboard nicht verkehrt. Solltest du auf Geschwindigkeit und Abfahrten stehen, dann ist das Longboard sogar genau das Richtige für dich!

Als Kompromiss zwischen diesen beiden Boards gilt der Cruiser. Von seiner Form her ist das Cruiser Board etwas bauchiger und ovaler als das klassische Skateboard. Daher reicht es sowohl für Tricks als auch für längere Strecke definitiv aus.

Bleibst du beim Skateboard, sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Du kannst dich schnell fortbewegen. Nach kurzer Zeit überwindest du Hindernisse mit einem Sprung, dem sogenannten "Ollie". Allerdings geht es hier nicht um Geschwindigkeit und es ist und bleibt technisch sehr anspruchsvoll. Empfindliche Achsen und kleine Wheels verzeihen weder dir noch dem Terrain, auf dem du dich bewegst.

Das Longboard setzt auf Geschwindigkeit. Seine großen Wheels und sanfte Übersetzung der Achsen lässt dich schnell auf einem Brett von A nach B kommen. Eingeschränkt in der Trickvielfalt liegt auch der Anschaffungspreis deutlich über dem eines Skateboards.

Bei gleicher Nutzung bietet es in der Regel eine längere Lebensdauer als herkömmliche Skateboards.

Last but not least, das Cruiser Board. Als Kombination aus den beiden voran erklärten Boards ist dies ein grundsolider Einstieg in das Skateboarding.

 

Die Bestandteile im Detail erklärt

Nahaufnahme der Front eines Skateboards

Das Deck: Je schmaler das Deck, umso mehr "Pop" hat es. Dies hat zur Folge, dass das Brett schneller dazu neigt, sich beim Springen zu drehen. Technisch anspruchsvoller, aber leichter und filigraner.

Die Achsen: Sie unterscheiden sich in Empfindlichkeit von weich (sehr empfindlich) bis hart (weniger empfindlich). Dies kann beeinflusst werden, in dem du die Lenkgummis (Bushings) austauschst. Die Größen der Bushings sind genormt, diese Weichgummi-Elemente unterscheiden sich allerdings in Ihrer Härte. So kannst du die Achsen individuell deinen Bedürfen der Lenkung anpassen.Die Feinabstimmung sollte jedoch über den zentralen Schraubmechanismus erfolgen. Die Größe der Achse ist abhängig von der Größe deines Decks und deiner Lenkung. Wenn du mit einer harten Lenkung auf einem schmalen Brett fährst, brauchst du entsprechend schmale, aber hohe Achsen.

Die Wheels: Bei den Rollen ist unter anderem deine Lenkung entscheidend. Aber auch das Gelände, auf welchem du unterwegs bist, spielt hier eine tragende Rolle. Wähle bei weicher Lenkung kleine Wheels, um einen "Wheelbite" zu vermeiden. Am besten so, dass deine Rollen bei vollem Einschlagen in eine Kurve das Brett nicht berühren. Eine Größe von 54 mm bei einer Härte von 99 - 101 A ist ein grundsolider Allrounder.

Bist du mit deinem Long- oder Cruiserboard auch mal im härteren Gelände unterwegs, sind größere und weichere Rollen ratsam.

 

Vor- und Nachteile der verschiedenen Bestandteile

 

Komponenten

Vorteile

Nachteile

Deck

Schmal: Decks sind leichter und haben besseren „Pop“


Breit: Mehr Fläche = mehr Halt

Schmal: Technisch anspruchsvoller


Breit: Schwerfälliger Bewegungsablauf

Trucks

Low: bessere Kontrolle über das Brett



High: geeignet für weiche Lenkung

Low: Bei weicher Lenkung kann es zum „Wheelbite“ kommen


High: Technisch Anspruchsvoller

Kugellager

Schnell: höhere Geschwindigkeit, weniger Pushes nötig

Die wenigen Pushes können für Anfänger auch zum Nachteil werden.

Rollen

Klein, hart: geeignet für weiche Lenkung, bis 54 mm ratsam für Streetskating


Groß, weich: Gut für schweres Terrain, weiche Rollen erhöhen den Abrieb, automatisches verringern der Geschwindigkeit

Klein, hart: kleinste Steine können zum abstoppen führen, auch kleine Rillen schwerer zu überwinden


Groß, weich: Verringert die Geschwindigkeit, nur für harte Lenkung geeignet

 

 

Frau mit Longboard in der Hand spaziert durch eine Landstrasse

 

 

Vor- und Nachteile von vielen Boards-Arten

 

Boards

Vorteile

Nachteile

Skateboard

- Viele Tricks möglich

- Vielfalt an Einsatzmöglichkeit (Street + Skatepark)

- Nicht geeignet für Langstrecke und/oder schnelle Abfahrten

- Kein Einsatz im Park möglich

- Vereint Skate- und Longboard

Longboard

- Hohe Geschwindigkeiten

- Schnelle Abfahrten

- Weniger Tricks möglich

- Kein Einsatz im Park möglich

Cruiser Board

Vereint Skate- und Longboard

Vereint Skate- und Longboard

Das Skateboard – nur ein Relikt aus alten Zeiten?

Skaboarder in der Luft bei der Ausführung eines OllieSkateboarding ist nicht nur ein Trend seit vielen Jahrzehnten, sondern entwickelt sich weiter und bildet das Synonym zu vielen anderen Sportarten. Bist du erst einmal auf deinem Skateboard sicher unterwegs, wird dir auch der Schritt auf das Surfbrett oder Snowboard einfacher fallen. Der Vorteil ist allerdings, dass du weder beschneite Pisten, noch einen Strand mit Wellengang benötigst.

Nutze dein Board als Fortbewegungsmittel und du wirst automatisch besser sowie sicherer. Ganz nebenbei tust du auch noch was für deine Fitness. Denn in einer Stunde Skateboarding verbrennt dein Körper bis zu 500 kcal. Das entspricht ungefähr 45 Minuten Joggen, macht aber dafür deutlich mehr Spaß.

Zu den bekannten Herstellern on Skateboards zählen unter anderem Vidora, Hudora oder auch Makrofit.

Skateboarding ist nicht nur ein Sport oder Fortbewegungsmittel. Das Brett unter den Füßen ist längst Kult geworden und hat seine eigene Subkultur gebildet. Skater grüßen dich, ob bekannt oder nicht. Man hilft dir im Skatepark und gibt dir Tipps und Tricks um dein Level steigern zu können. Wobei der Funfaktor und das Beisammensein das Wichtigste ist.

Am Ende verbindet diese Trendsportart Menschen, hält fit, macht Spaß und kann als schnelles Fortbewegungsmittel genutzt werden. Gleichermaßen bietet dir ein Skateboard noch einen Einstieg in andere Sportarten. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt und dem Spaß ebenso wenig.

 

 

 

Bildquellen:

  • iStock/ lzf
  • iStock/ oska25
  • iStock/ skynesher
  • iStock/ Flander
  • iStock/ Pekic
  • iStock/ BraunS

 


Damit auch du das Skateboard als Fortbewegungsmittel nutzen kannst, verfasste Malte für dich diesen Ratgeber.