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Ratgeber Snowboard Boots

Snowboard Boots

Snowboardschuhe oder Boots sind essentieller Teil einer Snowboardausrüstung. Durch sie wird nicht nur die Kraftübertragung des Körpers auf das Board reguliert, sondern auch die Reaktionsgeschwindigkeit, die gerade beim Boarden ungemein wichtig ist. Man unterscheidet beim Snowboardschuh zwischen den weichen und bequemeren Softboots und den Schalenschuhen, die Hardboots genannt werden.

Ein Vorläufer des heutigen Snowboards, der so genannte Monogleiter wurde bereits Anfang des letzten Jahrhunderts in Österreich von Toni Lenhardt erfunden. Zum populären Massensport hat sich das Snowboarden allerdings erst in den letzten Jahrzehnten entwickelt, etwas verzögert zum ebenfalls immer beliebteren Wellenreiten. Um das Surf-Feeling nicht mehr nur im warmen Klima auf dem Wasser zu verspüren, haben 1963 die beiden amerikanischen Wellenreiter Sherman Poppen und Tom Sims zunächst Laschen auf alten Türen oder auch großen Holzbrettern montiert, mit denen sie dann im Schnee 'gesurft', bzw. geboarded haben. Der erste kommerzielle Hersteller und Vertreiber von Snowboards und Snowboardboots war Jake Burton, der 1977 seine erste Firma zur Herstellung gründete und heute einen weltweiten Konzern von Snowboards über sämtliche Artikel der Snowboardausrüstung besitzt. Mittlerweile ist das Snowboarden nicht mehr nur allein für junge Sportler immer attraktiver als Alternative oder Ergänzung zum Skifahren geworden und stellt seit 1995 sogar mehrere olympische Disziplinen bei den Winterspielen.

Softboots


Die Entscheidung für den richtigen Snowboardschuh hängt von den Präferenzen des Fahrers und des Fahrstils ab. Je nach Snowboardboots muss somit auch die entsprechende Bindung am Board angebracht sein. Softboots beispielsweise können recht weich, aber auch sehr hart sein. Für Freestyle Fahrer eignet sich eher ein weicher Snowboardschuh, wogegen ein Freerider eher die härteren Snowboard Boots bevorzugt. Wie auch bei der Bindung ist die Kraftübertragung bei harten Snowboardboots besser, allerdings lässt sich das Board bei weichen Softboots einfacher kontrollieren. Gerade für Freizeitsportler, die nicht regelmässig diesen Sport ausüben, bieten sich die weichen Softboots an, um mehr Fahrfreude zu garantieren und da sie nicht nur mehr Bewegungsfreiraum als die Hardboots zulassen, sondern auch mehr Bequemlichkeit bieten. Durch pneumatische Geräte können Softboots zudem mittlerweile individuell für jeden Boarder dem Fuß angepasst werden und sind so komfortabel und gewährleisten eine gute Kontrolle über das Snowboard.

Hardboots

Hardboots für Snowboarder werden heutzutage hauptsächlich von Extrem- und Leistungssportlern genutzt, da sie teuer in der Herstellung sind und ihre Vorteile nur beim Leistungssport tatsächlich diese Preise rechtfertigen. Wie herkömmliche Skischuhe sind dies Hartschalenschuhe aus Plastik gegossen und ermöglichen eine direkte und verstärkte Kraft- und Bewegungsübertragung, die dadurch verstärkt wird, dass das Bein bis hinauf zum unteren Schienbein fest eingeschlossen ist und somit Hebelkräfte wirksam werden, die bei der weicheren Variante nicht zum Tragen kommen. Damit die Snowboard Boots beim steilen Kanteneinsatz den Schnee nicht touchieren, verjüngt sich, im Gegensatz zum Skischuh der untere Teil des Hardboots zur Bindung hin. Diese Snowboardboots werden heutzutage hauptsächlich von Leistungssportlern oder Snowboardenthusiasten im alpinen Bereich, wie zum Beispiel dem Parallelslalom verwendet. Dementsprechend gibt es nur eine recht geringe Anzahl von Herstellern europaweit und auch hierbei muss auf darauf geachtet werden, dass der Hardboot genau passend erworben wird, um schnelle Ermüdungserscheinungen und Kraftverlust durch falsche Passform des Snowboardschuhs einzudämmen.